Lust auf die eigene Firma
Die folgenden 22 Firmenbeispiele zeigen: Mit einer guten Idee und einer großen Begeisterungsfähigkeit ist Erfolg auch in schwierigen Zeiten möglich.
Gastronomie/Handel
Der Bio-Imbiss
In ihrer Imbissbude verkauft Kathrin Möntenich Currywurst mit Pommes. Allerdings in edler Version: Sämtliche Zutaten stammen aus biologischer Erzeugung. Bio und Fast Food – das Konzept überzeugte auch die Finanzpartner. Und als die Finanzierung stand, "ging plötzlich alles sehr schnell", so die 42-Jährige. Das Sortiment wurde festgelegt, Verträge mit den Lieferanten für die speziellen Waren wurden geschlossen.
Im Mai 2008 startete die Kölnerin die Suche nach einem Systemgastronomen und einem Koch. Den Rest der Truppe rekrutierte sie aus Schülern und Studenten. Schon im November öffnete Möntenich den ersten Bio-Imbiss Deutschlands, den "Pick-a-Pea"- klar, gerade und hell, mit viel Grün und Holz. Das gefällt der Kundschaft: Schülern, Studenten, Familien sowie Berufstätigen, die dort ihre Mittagspause verbringen.
Mittlerweile hat die Unternehmerin rund 50 Prozent Stammgäste, die beispielsweise Pommes in Rapsöl mit Meersalz ordern. Ihre Pläne? Möntenich will 2009 per Franchising expandieren, das Handbuch ist schon in Arbeit. www.pick-a-pea.de
Startkapital: 180.000 Euro
Leerstände nutzen
In den neuen Bundesländern sind nach Erfahrungen von Marc Gürtler "die Restaurants und Gasthäuser oft nur zu 30 Prozent ausgelastet". Diesen Umstand nutzt der Koch und Küchenmeister aus Magdeburg seit Juni 2008 für sein Geschäftskonzept.
Das Unternehmen "Studio für Kochen und Denken" mietet Räume und Personal der nicht ausgelasteten Häuser an und veranstaltet dort zum Beispiel Koch-Shows oder Produktpräsentationen.
Zusätzlich nutzt Gürtler die Küchen für das Catering von Events. Um die eigenen Auftragsbücher zu füllen, arbeitet er mit mehreren Agenturen zusammen, die ihm Termine vermitteln. marc.guertler@yahoo.com Startkapital: 0 Euro
Individuelle Etiketten
Auf der Kundenliste von Christian Niederstrass und Niko Priesenmuth stehen bekannte Namen: etwa der Füllerhersteller Montblanc oder der Luftfahrtkonzern EADS. Für die Firmen produzieren die Münchner individuelle Aufdrucke für Mineralwasserflaschen inklusive Unternehmenslogo. 2009 planen sie rund 300.000 Euro Umsatz. www.customdrinks.de
Startkapital: 25.000 Euro
Geschenkartikel
Freudenhaus nennt Petra Stinnemann ihr im Oktober 2007 eröffnetes Geschäft für Geschenkartikel. Dort verkauft die Potsdamerin Dekoware, Schmuck, Kunsthandwerk und Bilder. Die Preise für ihr Sortiment liegen zwischen 90 Cent und 300 Euro. "Von der Wirtschaftskrise merke ich nichts in meinem Laden - die Leute gönnen sich immer noch Kleinigkeiten." Der Anteil der Stammkunden, meist Frauen, steigt stetig. 2009 peilt sie 160.000 Euro Umsatz an. www.freudenhaus-potsdam.de
Startkapital: 35.000 Euro
Familiäre Atmosphäre
In einem Wuppertaler Gründerzeithaus betreibt Eva Schiffer-Schmersal ihr Hotel "Miraflores". Nach dem Motto: klein, aber fein. Die drei Doppelzimmer und drei Suiten sind unterschiedlich in Weiß und Hellgrau eingerichtet. Preis: zwischen 90 und 110 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. "Vor allem Geschäftsreisende checken bei mir ein", sagt sie.
Und die genießen die familiäre Atmosphäre. So bietet Schiffer-Schmersal Stadtführungen an oder hilft, eine ständige Bleibe zu finden. www.hotelmiraflores.de
Startkapital: 200.000 Euro
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