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06.07.2010
von: Susanne Widrat

Lieferanten gehören auf den Prüfstand

Mit einem unzuverlässigen oder schwachen Lieferanten an der Seite steht der Erfolg einer Firma auf wackeligen Füßen. Eine Checkliste zeigt, worauf Unternehmer achten sollten.

Auch Stammlieferanten müssen regelmäßig unter die Lupe genommen werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Firma pünktlich und mit gleichbleibender Qualität seine Produkte und Dienstleistungen an die Kunden weiterverkaufen kann. Nichts ist schlimmer, wenn junge Betriebe ihre Käufer vertrösten oder ihnen sogar absagen müssen, weil beispielsweise der Zulieferer plötzlich gar nicht mehr beziehungsweise nur noch verzögert seinen Part erfüllt.

Um frühzeitig negative Veränderungen ihrem Lieferanten zu erkennen, sollten Unternehmer die Beziehungen zu den wichtigen Geschäftspartnern monatlich, mindestens aber vierteljährlich überprüfen.

Auf die folgenden Punkte kommt es dabei besonders an:



  • Die Qualität: Bewerten Sie Ihrem Lieferanten. Zum Beispiel: Note eins für einwandfreie Lieferungen in den letzten Wochen beziehungsweise Monaten. Note zwei für Material, dass trotz Qualitätsabweichungen weiterverarbeitet werden kann. Note drei, wenn der Ausschuss auf Kosten des Geschäftspartners nachjustiert werden muss.
  • Das Management: Prüfen Sie nach, ob der Lieferant über ein internes Qualitätskontrollsystem verfügt und ob dieses regelmäßig aktualisiert und an Ihre Erfordernisse angepasst wird. Eine gute Grundlage bilden zum Beispiel unabhängige Gütesiegel wie etwa nach ISO 9001.
  • Der Service: Wie schnell werden Anfragen Ihrer Firma vom Lieferanten bearbeitet und beantwortet? Wie geht der Geschäftspartner mit Reklamationen Ihrer Kunden um? Müssen Sie zum Beispiel häufiger nachfassen, bis alle Fehler beseitigt sind? Wie schnell und wie intensiv kann der Zulieferer auf Sonderwünsche Ihrer Kunden eingehen?
  • Die Termine: Wenn der Geschäftspartner seine Waren immer auf den letzten Drücker oder sogar verspätet liefert, kann dies viele Gründe haben – Überlastung der Produktion, schlechtes Zeitmanagement, finanzielle oder personelle Engpässe. Haken Sie nach und notieren Sie auch, wie häufig sie eine pünktliche Erledigung anmahnen müssen.
  • Die Beziehung: Bestehen Sie auf regelmäßige Vertreterbesuche und halten Sie engen Kontakt. Im persönlichen Gespräch erfahren Sie zum Beispiel schnell, ob beim Lieferanten finanzielle Engpässe drohen oder wie häufig das Mitarbeiter-Know-how durch Fortbildungen auf den neuesten Stand gebracht wird. Bei wichtigen Geschäftspartnern sollen Sie selbst regelmäßig vorbeischauen. Ein Blick auf die technische Ausrüstung verrät ebenfalls viel über die aktuelle wirtschaftliche Situation.

© 2010 impulse

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