27.05.2011
von: Susanne Widrat

Erfolgreich starten

Im August beginnt das neue Lehrjahr. Wer erstmals personelle Verantwortung trägt, ist oft verunsichert, wie er in den ersten Tagen und Wochen mit dem neuen Mitarbeiter umgehen soll. Lesen Sie, wie der Start in die neue Phase leichter fällt - für den Chef und den Azubi.

  • Selbst wenn nicht viel Platz vorhanden ist: Auch Lehrlinge sollten einen eigenen, festen Arbeitsplatz haben, der auch vollständig ausgerüstet ist. Es kommt gar nicht gut an, wenn ein anderer Kollege erst Minuten zuvor widerwillig einen Schreibtisch räumen musste. Oder wenn der Neue wegen Raummangels mit einer „Zwischenlösung“ in einem voll gestellten Raum, der eigentlich als Archiv oder Rumpelkammer dient, Vorlieb nehmen muss. Zu einem kompletten Arbeitsplatz gehören übrigens auch eine Liste mit den Kontaktdaten der Firma beziehungsweise den Durchwahlnummern und Mail-Adressen der Kollegen.
  • Wenn der Auszubildende an einem eigenen PC arbeiten soll: Alles optimal vorbereiten - inklusive Mail-Account, Passwörter, den notwendigen Zugriffsrechten und vielleicht einer kleinen schriftlichen Einweisung, wie die Firmen-IT funktioniert und welche Programme in der Regel genutzt werden.
  • Der Arbeitgeber sollte einen ständigen Ansprechpartner benennen, welcher dem Auszubildenden während der Lehrzeit für seine Fragen zur Verfügung steht. Dieser Mitarbeiter sollte stets Zeit für den Neuen haben und eine Coachingfunktion übernehmen.
  • Am ersten Tag ist eine kurze Einweisung in die üblichen Arbeitszeiten, den Datenschutz und die Sicherheitsvorschriften angebracht. Zudem sollte der Lehrling über seine Aufgaben und Pflichten in den ersten Wochen aufgeklärt werden.
  • Bei einem kleinen Rundgang lernt der neue Kollege schnell die wichtigsten Räumlichkeiten oder Arbeitsmaterialien können. Zudem kann der Chef erste Fragen beantworten. Arbeiten in der Firma bereits andere Personen: Ein kurze Vorstellung mit Name, Position und Aufgaben genügt. Mehr Informationen in den ersten Stunden würden ihn wahrscheinlich nur verwirren.
  • Erfolge beflügeln. Der Vorgesetzte sollte deshalb eine erste Aufgabe bereithalten, die den Lehrling zwar fordert, aber nicht überfordert. Bei der Übergabe erläutern, welche Erwartungen gestellt werden, wo das notwendige Material zu finden ist und bis zu welchem Zeitpunkt die Arbeit erledigt sein sollte. Im Laufe des Tages immer wieder einmal vorbeischauen. Das gibt dem Azubi die Möglichkeit Fragen zu stellen.
  • Integration vorantreiben: Ein gemeinsames Mittagessen im Kollegenkreis oder die persönliche Einladung zu einer Besprechungen gibt dem Lehrling das gute Gefühl, erwünscht zu sein. Auch die anderen Kollegen sollten ermuntert werden, den Azubi aktiv in ihre Aufgabengebiete einzubeziehen.

© 2009 impulse

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