Immer weniger Hightech-Gründer
Der Gründerreport 2010 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt: Deutsche Firmenchefs starteten immer seltener in den wachstumsträchtigen Technologiebranchen.

Gerade einmal sechs Prozent der Gründer streben eine Selbstständigkeit in eine der Branchen an, welche die Bundesregierung im Rahmen ihrer Hightech-Strategie als Zukunftsbranche identifiziert hat. Zu diesem Ergebnis kommen die Berater aus den 80 IHK-Bezirken. Sie führten im letzten Jahr mehr als 360.000 Gespräche mit angehenden Unternehmern.
Das geringe Interesse führen die IHK-Experten vor allem auf das hohe Startkapital zurück, welches in der Regel für eine Hightech-Gründung aufgebracht werden muss. Zudem sind Technologie-Startups riskanter als herkömmliche Firmengründungen.
Als weitere Hürden listet der Gründerreport 2010 die folgenden Punkte auf:
Hemmnis |
Anteil der Betroffenen |
|---|---|
Keine ausreichende Fremdfinanzierung |
61 Prozent |
Kein ausreichender Zugang zu Eigenkapitalgebern |
56 Prozent |
Unzureichende Fach- und Branchenkenntnisse |
49 Prozent |
Passender Gründungspartner fehlt |
21 Prozent |
Kein ausreichender Zugang zu Fördermitteln |
14 Prozent |
Qualifizierte Fachkräfte fehlen |
6 Prozent |
Wer sich dennoch an eine Hightech-Gründung heranwagt, bevorzugt die folgenden Technologiefelder:
Branche |
Anteil der Interessenten |
|---|---|
Information und Kommunikation |
19 Prozent |
Energie |
15 Prozent |
Gesundheitsforschung, Medizintechnik |
14 Prozent |
Umwelt |
12 Prozent |
Biotech |
8 Prozent |
© 2010 impulse











