Geschäftsideen 38 Hours will für den Rundum-Sorglos-Städtetrip sorgen

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Über das Onlineportal 38 hours können Städtereisen gebucht werden.

Über das Onlineportal 38 hours können Städtereisen gebucht werden.© BillionPhotos/Fotolia

Das Berliner Start-up 38 Hours übernimmt die komplette Organisation für spontane Städtetrips - vom Flug übers Hotel bis zum Restaurant. Hat die Idee Potenzial?

38 Hours im Ideen-Check: Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Philipp Majcher: Es gibt zwar kombinierte Flug- und Übernachtungsangebote, aber um den Rest muss sich der Kunde meist selbst kümmern. Unser Onlinedienst 38 Hours hält für jedes angebotene Reiseziel eine überschaubare Anzahl möglicher Flüge bereit, empfiehlt Hotels und Restaurants und einen Shuttleservice vom Flughafen – alles auf einer Website. Außerdem bieten wir eigene Reiseführer an, die in Buchhandlungen und Hotels vor Ort gekauft werden können, und eine App mit individuellen Ausgehtipps.

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38 Hours im Konkurrenz-Check: Das gibt’s doch schon, oder?

Philipp Majcher: Wir konnten auf diesem Markt noch keinen wirklichen Key-Player entdecken. Reisen zu organisieren, geschieht immer noch auf konservativen Wegen: Die Unterkunft besorgt man sich hier, Informationen über den Reiseort dort und so weiter. Die Buchungserfahrung bequemer zu gestalten und wirklich alles aus einer Hand anzubieten, das ist unser Markenelement. Dafür lassen wir uns von Einheimischen beraten, um uns von anderen Reiseführern abzuheben.

 

38 Hours im Sales-Check: Wer ist die Zielgruppe?

Philipp Majcher: Es gibt eine jüngere Reise-Community, die nicht mehr ins Reisebüro geht, sondern alles online erledigt. Und natürlich reisen vor allem ältere Leute und gönnen sich den Luxus, in ein schickes Hotel einzuchecken. Beiden wollen wir es so einfach wie möglich machen, sich eine kurze Auszeit zu nehmen, ohne sich groß darum kümmern zu müssen. Unsere Tipps orientieren sich dabei an den individuellen Interessen der Kunden. Die werden dann per App durch den Tag geführt.

 

38 Hours im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Philipp Majcher: Unser Startkapital lag bei 150.000 Euro. Für jede Buchung erhalten wir eine Provision der teilnehmenden Partnern: Hotels, Kulturveranstalter, Fluggesellschaften. Hinzu kommt der lokale Verkauf von Travelguides.

 

38 Hours im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Philipp Majcher: Dass wir als Onliner noch einen Print-Guide produzieren, haben viele hinterfragt und mit „Print ist tot“ kommentiert. Aber die Reiseführer verkaufen sich gut, auch weil sie eben durch und durch authentisch sind, also von Lokalen verfasst. Ob die Strategie für jede Stadt funktioniert, wissen wir natürlich nicht. Auch an Provisionen zu kommen, ist nicht immer einfach. Unser Ziel ist trotzdem, künftig jeden Monat eine neue Stadt ins Portfolio zu nehmen.

 

Die Gründer von 38 Hours

Philipp Majcher und Joseph Djenandji haben vor ihrer Selbstständigkeit den Online-Travel-Bereich von Groupon geleitet.

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