Gründung 5 Tipps vom Gründerpreis-Sieger mymuesli.de

Die Gründer von mymuesli.de: Philipp Kraiss (l.), Max Wittrock und Hubertus Bessau (r.)

Die Gründer von mymuesli.de: Philipp Kraiss (l.), Max Wittrock und Hubertus Bessau (r.)© mymuesli.de

Max Wittrock, Hubertus Bessau und Philipp Kraiss gründeten 2007 mymuesli.de. Mit der Idee, Müsli zu individualisieren, gewannen die Passauer Ende Juni den Deutschen Gründerpreis als „Aufsteiger“. Auf impulse.de gibt der Mehrfach-Gründer Wittrock Tipps, wie man es als Startup nach oben schafft.

Tipp 1: Rollen verteilen

Im Team zu gründen findet Max Wittrock generell gut und hilfreich. Dabei sollten die Gründer aber verschiedene Fähigkeiten mitbringen, damit es nicht zum Streit um Aufgabenbereiche kommt. Bei mymuesli war die Aufteilung schnell klar: „Philipp ist als Schwabe für die Finanzen prädestiniert, Hubertus ist super bei Marketing und IT,  und ich habe als Jurist eben Ahnung in Rechtsfragen.“ Bei vielen Startups würde aber in den ersten Monaten noch lange gezankt. „Besser vorher einig sein oder sich direkt mit unterschiedlichen Leuten zusammen tun“, rät Wittrock. Das spart Zeit und Nerven.

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Tipp 2: Kurz fassen

Damit ist sowohl die Produktion als auch die Geschäftsidee gemeint. „Dein Konzept solltest Du in einem Satz auf den Punkt bringen können, es sollte sich aus sich selbst heraus erklären“, sagt Wittrock. Eine einfache Idee sei das beste Verkaufsargument. „Kurz und knapp“ empfiehlt sich auch beim Erstellen des Produkts. Mymuesli gründeten die Passauer mit nur 3500 Euro Startkapital. Sie hielten die Produktion schlank. „Bevor man meint, eine Gründung sei unter 300.000 Euro nicht möglich, sollte man manchmal die Struktur überdenken.“

 

Tipp 3: Arbeit abgeben

„Am Anfang haben wir alles alleine gemacht. Wir hätten früher Hilfe zulassen sollen“, sagt Wittrock rückblickend. Besonders die Logistik wurde bei mymuesli schnell sehr komplex, die Produktion im ersten Stock in der Fußgängerzone zum Hindernis. Unterstützung zum Beispiel durch einen Dienstleister wäre hier Gold wert gewesen. „Nicht zu stolz sein, sondern besser früher als später Personal einstellen“, empfiehlt der mymuesli-Gründer.

 

Tipp 4: Nein sagen

Besonders in der Startphase werden Gründer oft mit Feedback und Ratschlägen überschüttet. „So viel Interesse ist toll, aber man muss auch lernen, ‚nein‘ zu sagen“. Diese Erfahrung machte Wittrock, als Verbände und andere Startups zum Beispiel am Internetauftritt oder der Strategie von mymuesli mäkelten. Der Produzent kenne sein Produkt am besten und müsse auch zu Entscheidungen stehen. „Was am Ende zählt, ist die Meinung des Kunden, nicht der Konkurrenz.“

 

Tipp 5: Fehler machen

Frei nach dem Motto „Hinterher ist man immer schlauer“ sollten Startups nicht zu schnell aufgeben. Fehler dürfen passieren, Fehler helfen, sich auf einen neuen Kurs zu wagen. Mymuesli beispielsweise basiert auf keinem Businessplan, doch damals wie heute sind den Gründern Kalkulationen sehr wichtig. „Startups sind dazu da, sich immer wieder selbst über den Haufen zu werfen. So wird die Basis nach und nach immer stabiler“, so Wittrock. Man müsse aber mindestens eine genaue Kostenkalkulation haben, damit man wisse, ab wann man überhaupt Geld verdient.

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