Geschäftsideen Actionbound: Mit dem Smartphone auf Schnitzeljagd

  • Serie
Erwischt! Mit der App Actionbound geht es auf digitale Schnitzeljagd.

Erwischt! Mit der App Actionbound geht es auf digitale Schnitzeljagd.© Dashwill Hammett / Fotolia.com

Digitale Schnitzeljagd für Teambuilding oder Freizeit: Dank Actionbound kann man via App bei Stadtrallyes mitspielen und eigene Handy-Rallyes erstellen. Hat die Idee Potenzial?

Actionbound im Ideen-Check: Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Simon Zwick: Actionbound ist eine interaktive Software für Smartphones. Mit der simplen Benutzeroberfläche erstellen Nutzer Fragen und Aufgaben für ihre eigenen, individuellen Geländespiele, sogenannte Bounds. Mitspielen kann, wer ein Smartphone hat – einzeln oder als Gruppe. Egal, ob Schnitzeljagd oder Stadtführung: Das Format passt sich verschiedenen Aktionsformen an und bietet dafür Tools wie GPS-Locations, Maps, Kompass, Videos, Missionen, Rätsel, Turniere, QR-Codes und vieles mehr, um App-basierte Abenteuer zu kreieren.

Anzeige

 
Actionbound im Konkurrenz-Check: Gibt’s das schon?

Simon Zwick: Die Idee basiert zwar darauf, dass Jugendliche viel zocken. Aber wir kommen eigentlich nicht aus der Gamer-Szene. Wir sind eher vergleichbar mit Unternehmen, die Geochaching betreiben – eine Form der elektronischen Schatzsuche. Unser Format ist allerdings so einfach gehalten, dass ein Achtjähriger selbst einen Bound erstellen könnte, anstatt einfach nur einen zu konsumieren. Außerdem gibt es uns auch auf Englisch, Französisch, Holländisch und sogar Russisch.

 
Actionbound im Sales-Check: Wer ist die Zielgruppe?

Simon Zwick: Wir richten uns an alle, die sich technisch und spielerisch ausprobieren wollen, um herauszufinden, welche High Tech sie täglich in der Hosentasche tragen. Die eigene Handy-Rallye kann man anschließend für andere anbieten: als iPad-Rallye, Tablet-Tour, Schnitzeljagd oder Schatzsuche für Freunde oder professionell bei Incentive-Events, als Stadtführung per App, für Teambuilding oder spielbare Mitarbeiterschulung. Wir richten uns deshalb sowohl an Privatnutzer als auch an Firmen und öffentliche Einrichtungen wie Museen.

 
Actionbound im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Simon Zwick: Wir haben ein Lizenzmodell aufgebaut: Für Privatnutzer ist die App kostenfrei, für den Bildungsbereich ist sie zum Teil kostenlos oder je nach Erstellungsaufwand sehr günstig. Privatunternehmen können eine Lizenz erwerben oder sich von uns einen individuellen Bound erstellen lassen. In jedem Fall sind Spenden erwünscht, um den gemeinnützigen Charakter des Ganzen beizubehalten.

 
Actionbound im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Simon Zwick: Von unserer Idee überzeugen müssen wir eigentlich niemanden mehr. Schwierig ist die Finanzierung trotzdem. Wir haben uns bewusst gegen Investoren entschieden. Wir möchten nicht, dass uns jemand reinredet, vor allen nicht, wenn es um den Umgang mit Nutzerdaten geht. Datenverkäufe lehnen wir ab. Deswegen und weil wir kein Werbebudget haben, haben wir uns darauf eingestellt, langsamer zu wachsen, als es vielleicht machbar wäre.

 
Actionbound – die Gründung in Zahlen

Vorlaufzeit: 5 Monate
Startkapital: 0 Euro
http://actionbound.de/

 
Die Gründer von Actionbound

Simon Zwick ist ausgebildeter Mediengestalter, der jahrelang beim Film als Regieassistent gearbeitet hat. Auf seine Idee zu Actionbound kam er, weil er sich 20 Jahre in der Jugendarbeit engagiert hat und für ein Projekt nach einer bildungsbasierten, technologischen Innovation gesucht hat.

Jonathan Rauprich, Zwicks Schulfreund und Co-Gründer, kümmert sich um die technische Weiterentwicklung. Der Programmierer studierte Informatik in München und Berlin.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.