Gründung Apple-Investor steigt ein: 19 Millionen Dollar für Berliner Start-up

Unternehmensgründer und 6Wunderkinder-CEO Christian Reber

Unternehmensgründer und 6Wunderkinder-CEO Christian Reber© 6Wunderkinder

Das Berliner Start-up-Unternehmen 6Wunderkinder freut sich über einen neuen Investor: Der Risikokapitalgeber Sequoia steigt bei den App-Entwicklern ein. Als erstes deutsches Unternehmen reihen sich die Gründer damit in eine Liste weltbekannter Firmen ein.

Es sind weltbekannte Unternehmen, in die der amerikanische Risikokapitalgeber Sequoia bereits investiert hat: Apple und Google gehören dazu, genau wie YouTube, Yahoo oder Paypal. Jetzt reiht sich ein Berliner Start-up in diese Liste namhafter IT- und Internetgrößen ein – als erstes deutsches Unternehmen.

Die App-Entwickler von 6Wunderkinder bekommen in einer Finanzierungsrunde 19 Millionen US-Dollar (etwa 14 Millionen Euro). Der Großteil des Geldes kommt von Sequoia, die bisherigen Investoren Atomico und Earlybird Ventures beteiligen sich zu kleineren Anteilen. Insgesamt liege die Gesamtfinanzierung des Unternehmens damit bei etwa 30 Millionen US-Dollar (22 Millionen Euro), heißt es in einer Mitteilung.

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Smartphone-App mit mehr als sechs Millionen Nutzern

Die Möglichkeit, mit einem so bekannten Investor wie Sequoia zusammenzuarbeiten, sei überwältigend, heißt es im Blog von 6Wunderkinder. Die Berliner rund um Unternehmensgründer und CEO Christian Reber haben die App Wunderlist entwickelt: ein Smartphone-Programm, mit dem sich To-do-Listen für Arbeit und Freizeit zusammenstellen und Termine verwalten lassen. Mehr als sechs Millionen Nutzer hat die App laut Angaben des Unternehmens weltweit, darunter auch 50.000 Business-Kunden.

Die App Wunderlist hat weltweit mehr als sechs Millionen Nutzer.

Die App Wunderlist hat weltweit mehr als sechs Millionen Nutzer.© 6Wunderkinder

Zu den Anhängern des Programms gehört offenbar auch Sequoia-Vorstandsmitglied Michael Moritz, der in den Verwaltungsrat von 6Wunderkinder einsteigt: „Wunderlist ist eine dieser süchtig machenden Apps, bei denen man sich fragt, was man vorher ohne sie gemacht hat“, sagte Moritz zu dem Finanzierungsdeal. 6Wunderkinder-Gründer Christian Reber sieht die Finanzierung nicht nur als Erfolgsbestätigung für sein Unternehmen: „Es ist auch eine Bestätigung für die blühende Technologiebranche hier in Berlin.“

Unternehmen will expandieren

6Wunderkinder will das Investment nutzen, um weiter zu wachsen: Unter anderem in den USA wollen die Start-up-Unternehmer neue Mitarbeiter einstellen. Derzeit arbeiten etwa 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Darüber hinaus soll Geld in die App-Entwicklung gesteckt werden. Im Frühjahr soll die mittlerweile dritte Version von Wunderlist auf den Markt kommen.

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