Gründung Berliner Sprachenlern-App will US-Markt erobern

Babbel-Gründer Markus Witte

Babbel-Gründer Markus Witte© Babbel

Dass europäische App-Anbieter den Sprung in die USA wagen, ist immer noch selten. Die Berliner Entwickler der Sprachlern-App Babbel rechnen sich aber gute Chancen in ihrem Markt aus. Einer der Gründer geht nun nach New York.

Das Berliner Start-up hinter der Sprach-Lern-App Babbel nimmt den US-Markt ins Visier. Der Mitgründer und bisherige Technik-Chef Thomas Holl wird eine Tochterfirma in New York aufbauen. Wir wollen auf lange Sicht Marktführer in den USA werden, sagt Unternehmenschef Markus Witte.

Das werde aber noch ein Weilchen dauern, räumte er ein. „Als deutsches Startup fängt man in den USA klein an.“ Er sei aber davon überzeugt, ein überlegenes Produkt zu haben, dass auch in den USA funktionieren werde. Mit Rosetta Stone gebe es zwar einen sehr bekannten Wettbewerber, der seit der CD-ROM-Ära im Markt ist. Aber: „Bei Apps gibt es ganz andere Nutzungsmuster, Erwartungen, Möglichkeiten und Geschäftsmodelle. Die alten Player machen das nicht so recht mit.“

Anzeige

Babbel verkaufte seine Apps von Anfang an Nutzer in den USA. Inzwischen machen die Berliner mehr als zehn Prozent ihres Umsatz in den Vereinigten Staaten. Für den Aufbruch in die USA gebe es mehrere Gründe: „Der internationale Einfluss des US-Markts auf andere Märkte ist gewaltig.“ Wichtig sei auch, dass dort mit Googles Android und Apples iOS die beiden größten mobilen App-Plattform zuhause seien. Um die Verkaufschancen zu erhöhen, gibt es außerdem jetzt Kurse mit amerikanischem Englisch als Ausgangssprache.

Verflixte Grammatik

Babbel bietet aktuell insgesamt 14 Sprachen zum Lernen für 7 Ausgangssprachen an. Die Babbel-Apps werden etwa zu zwei Dritteln auf dem Smartphone genutzt, auf dem PC seien die Lern-Sitzungen dafür länger, sagt Witte. Die meistgelernten Sprachen seien Englisch, Spanisch und Französisch.

Und woran hapert es beim Sprachenlernen? Es seien fast immer die Grammatik-Seiten, an denen sich die Nutzer abwenden – das könne aber auch an der eigenen Software liegen, räumt Witte ein. „Dann können wir das Material auf drei Seiten verteilen oder anders erklären.“

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.