Gründer-News „Die Höhle der Löwen“: Von Wirsing-Chips und Sackverschlüssen

Die fünf Unternehmer und Investoren: Vural Öger, Judith Williams, Frank Thelen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer (v.l.n.r.).

Die fünf Unternehmer und Investoren: Vural Öger, Judith Williams, Frank Thelen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer (v.l.n.r.). © VOX/Frank W. Hempel

In der neuen Staffel der Gründershow "Die Höhle der Löwen" kämpfen Unternehmensgründer um die Gunst und das Geld von fünf Investoren – mit teils schrägen Ideen. Welche Start-ups die Jury überzeugen konnten.

Einzelkämpfer mit Erfindergeist und Start-up-Ideen mit riesigen Umsatzerwartungen: In der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ auf Vox präsentierten Unternehmensgründer ihre Geschäftsideen vor fünf Investoren. Einige mussten sich fiese Kommentare der Juroren gefallen lassen, andere konnten sogar zwischen mehreren Investitionsangeboten wählen.

Wie der 22-jährige Peter Karacsonyi aus dem österreichischen Thalheim. Der Skateboard-Fan war es leid, dass seine Skateboards immer nach kurzer Zeit kaputt gingen und er sich neue kaufen musste. In der Garage seiner Eltern tüftelte er an stabilen Materialien und neuen Designs. In Frank Thelen, CEO des Venture Capitalists e42 und Unterstützer von Technik- und Designgründungen, traf er auf einen Investor, der ein Herz fürs Skateboarden hat und gleich von der Idee begeistert war. Auch Jochen Schweizer, Gründer des gleichnamigen Event-Portals, gefiel die Geschäftsidee. Er bot 60.000 Euro und die Vermarktung von Skateboard-Kursen mit Karacsonyi über sein Portal an. Der Gründer entschied sich jedoch für das Investment von Frank Thelen, obwohl er dafür 30 Prozent der Unternehmensanteile abgeben sollte. Wichtiger war Karacsonyi die Expertise und Leidenschaft vom ehemaligen Hobby-Skateboarder Thelen.

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Handwerker Martin Ecker aus Neufahrn hat einen Tragegriff für schwere Säcke und Tüten mit Verschlussfunktion erfunden. Praktisch, fanden die Investoren, auch wenn die Idee im Internet Häme erntete. Nur Teleshopping-Unternehmerin Judith Williams machte dem Einzelunternehmer ein Angebot. Weil er aber die Mehrheit an seiner Firma nicht aus der Hand geben wollte, lehnte er ab, auch beim nachgebesserten Angebot der Investorin kamen beide nicht zusammen. Martin Ecker wird wohl weiterhin als Einzelkämpfer unterwegs sein.

 

 

 

Auch die Geschäftsidee von Cornelia Tanzer aus Köln und Alexander Berges aus Bergisch Gladbach sorgte bei Twitter für viele Kommentare.

 

 

Ihr Produkt „Thronjuwelen“ in einem Nagellackfläschchen-großen Behälter wird in die Toilette gesprüht und soll Gerüche binden. Keine besonders erfolgsversprechendes Produkt für Teleshopping, fand Judith Williams, sei es doch schwer, mit einem Produkt für die Toilette positive Emotionen beim Zuschauer zu wecken. Auch die anderen Investoren konnten der Idee nicht viel abgewinnen – die Gründer gingen ohne Angebot aus dem Fernsehstudio.

Auch die Idee hinter dem Start-up „Sixtyone Minutes“ kam bei den „Löwen“ nicht gut an. Die Berliner Gründer Monique Hoell und Michael Gnamm entwickeln einen persönlichen Assistenten auf dem Smartphone, der von Windeln-Kaufen bis Reise-Buchen alles für den Nutzer erledigen soll. Nicht nur dass das Produkt die Investoren nicht überzeugte, auch die geplanten Umsatzzahlen hielt die Jury für unrealistisch: In zwei Jahren will Sixtyone Minutes 150 Millionen umsetzen. Die Gründer pitchten vergebens um ein Investment.

 

 

Sofort begeistert waren alle von den Wirsingchips der Firma Heimatgut. Die „Löwen“ probierten sich durch die Auswahl an getrockneten Wirsingstückchen, die die Hamburger Aryan Moghaddam und Maurice Fischer in verschiedenen Geschmacksrichtungen schon in rund 600 Läden verkaufen. Die Gründer erhielten ganze drei Angebote – und schlugen beim Deal von Jochen Schweizer von 125.000 Euro für 15 Prozent zu.

 

Fünf weitere Folgen von „Die Höhle der Löwen“ laufen immer dienstags ab 20:15 Uhr auf Vox.

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