Geschäftsideen eMio: Drei Männer und 150 Motorroller

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Die Gründer von eMio: Hauke Feldvoss (links),  Valerian Seither (mitte) und Alexander Meiritz  (rechts).

Die Gründer von eMio: Hauke Feldvoss (links), Valerian Seither (mitte) und Alexander Meiritz (rechts).© Verena Brandt

Das Berliner Start-up eMio verleiht Elektroroller in Berlin. Warum die drei jungen Gründer Roller-Sharing für eine gute Idee halten und welchen Vorteil E-Roller gegenüber E-Autos haben.

Herr Seither, in Großstädten kann man sich Autos oder Fahrräder teilen. Mit Ihrer Geschäftsidee eMio gehen Sie in die Nische dazwischen. Warum?

Meine beiden Mitgründer und ich saßen an einem Sommertag in einem großen Berliner Park, dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, und dachten uns: Wie schön wäre es, wenn wir jetzt mit einem Motorroller weiter ins Grüne fahren könnten. Aber wir hatten alle keinen. Und wir sind nicht so eingefleischte Fans, dass wir einen besitzen müssen. So reifte in uns die Idee für das Roller-Sharing.

Den leichten Weg sind Sie nicht gegangen: Statt klassische Roller anzubieten, greifen Sie gleich zu elektrobetriebenen.

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Eigentlich war das auch nicht unsere Ursprungsidee, aber die Elektromobilität lag einfach in der Luft. Alle beschäftigen sich im Moment damit. Es gibt E-Roller, bei denen man technisch sehr viel weiter ist als bei den E-Autos. Wir benötigen zum Beispiel keine Ladesäulen, sondern verwenden zum Laden Austausch-Akkus.

Aktuell sind Sie in der Testphase, bald wollen Sie mit 150 E-Rollern richtig starten. Haben Sie manchmal Angst vor der eigenen Courage?

Nein. Im Winter haben wir uns eingeschlossen und Pläne entwickelt, jetzt brennen wir darauf, dass es losgeht.

Wann haben Sie gemerkt, dass Sie nun Unternehmer sind?

Ende des vergangenen Jahres fühlten wir uns noch wie Studenten, die gemeinsam eine Projektarbeit machen. Dann kam der Punkt, an dem wir gemerkt haben, dass wir einen Schritt weiter sind: als wir einen Gründerpreis gewannen und in ein Büro zogen. Wir können viele verrückte Dinge ausprobieren – manchmal klappt’s, manchmal nicht. Das hat man nur als Unternehmer.

Wollten Sie immer schon gründen?

Natürlich habe ich in meinem Wirtschaftsingenieursstudium ein paar Ideen in einer Excel-Tabelle durchgerechnet. Aber eMio war die erste, in die man mehr Geld reinstecken konnte. Ich wollte nicht um jeden Preis gründen, egal welche Idee dahintersteht.

Wenn Sie sich etwas wünschen könnten: Was wäre das?

Bezogen auf das Unternehmen: Dass alles annähernd so läuft, wie wir es geplant haben und wir unsere Ziele weiter erreichen. Und dass ich es mit meinem Privatleben etwas besser arrangiere – und nicht jeden Abend bis in die Puppen im Büro sitze.

eMio: Das steht im Handelsregister

Amtsgericht Charlottenburg (Berlin), Aktenzeichen: HRB 164691 B
Bekannt gemacht am: 05.02.2015 14:24 Uhr.
Neueintragungen 04.02.2015
HRB 164691 B: Electric Mobility Concepts UG (haftungsbeschränkt), Berlin, Torgauer Straße 12 – 15, 10829 Berlin. Firma: Electric Mobility Concepts UG (haftungsbeschränkt); Berlin; Geschäftsanschrift: Torgauer Straße 12 – 15, 10829 Berlin; Gegenstand: Die Überlassung zur kurzzeitigen Nutzung von auf Elektroantrieb beruhenden Fahrzeugen (…) Geschäftsführer: 1. Feldvoss, Hauke, *12.08.1987; 2. Meiritz, Alexander, *25.11.1987, 3. Seither, Valerian, *16.06.1986, (…)

 

Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 06/15.Mimpulse-Magazin Juni 2015

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