Gründung Flughafen Tegel soll Paradies für Gründer werden

Große Pläne für den Flughafen Tegel hat Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH.

Große Pläne für den Flughafen Tegel hat Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH.© picture alliance / dpa

Durch das Desaster beim neuen Hauptstadtflughafen konnte der Airport Tegel bisher nicht geschlossen werden. Dabei gibt es große Pläne für das Areal: 800 kleine Unternehmen sollen sich dort ansiedeln.

Die Pläne für einen Forschungs- und Industriepark auf dem Gelände des heutigen Berliner Flughafens Tegel nehmen mehr und mehr Gestalt an. Ende dieses Jahres könnten die ersten Bebauungspläne festgesetzt werden, sagte der Geschäftsführer der landeseigenen Tegel Projekt GmbH, Philipp Bouteiller. „Wir rechnen damit, dass wir Anfang 2018 auf das Gelände kommen.“ Die Baufläche ist mit gut 200 Hektar so groß wie der Tiergarten.

Eigentlich sollte der Flughafen Tegel schon 2012 schließen – wären nicht vier Eröffnungstermine für den neuen Hauptstadtflughafen geplatzt, darunter der groß für den 3. Juni 2012 geplante Start. Nun soll der Neubau im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen, Tegel spätestens sechs Monate später schließen. Bouteiller sagt: „Ein paar Monate Verschiebung nach vorn oder hinten sind uns egal. Wir haben einen unendlich langen Atem, wir planen unser Projekt für 30 Jahre.“

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Die Gesellschaft will auf dem insgesamt 495 Hektar großen Areal nordwestlich der Innenstadt Gründer, Studenten, Investoren, Industrielle und Wissenschaftler zusammen zu bringen. Platz ist – in mehreren Ausbaustufen – für 800 kleine Unternehmen und Institute auf gut 200 Hektar. Der Senat hofft auf 15.000 Arbeitsplätze.

Technologiepark Adlershof gilt als Vorbild

Geplant ist etwa, dass die Berliner Beuth-Hochschule für Technik in das sechseckige Gebäude einzieht. „Wir brauchen zwingend einen Wissenschaftskern, um die Entwicklung zu starten“, sagte Bouteiller. Vorbild ist Adlershof, der Technologiepark im Südosten der Hauptstadt, wo inzwischen 16.000 Menschen arbeiten.

In Blickpunkt in Tegel stehen Technologien aus Energie, Mobilität, Recycling, Wasserversorgung, Werkstoffe und Informationstechnik. Das Interesse für Ansiedlungen sei groß, sagte Bouteiller, ohne jedoch Namen oder Zahlen zu verraten. Denn die Projektgesellschaft kann im Moment nicht mehr ausrichten, als Interessenten zu Werben und sie möglichst bis 2018 bei der Stange zu halten.

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