Geschäftsideen Mit Fovea tragen Förster ihr Büro in der Tasche

Mit der Vermessungsapp Fovea können Förster schnell und einfach Baumstämme vermessen.

Mit der Vermessungsapp Fovea können Förster schnell und einfach Baumstämme vermessen. © Gunnar Ries / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Die Vermessungsapp des niedersächsischen Jungunternehmens Fovea spart Förstern Zeit und Gerätschaften – für mehr Ruhe im Wald und weniger Stress.

Fovea im Ideen-Check: Wie funktioniert die Geschäftsidee?

Manfred Ide: Fovea ist eine fotooptische Vermessungsapplikation. Revierförster können seit Sommer 2014 unsere App dazu benutzen, ganze Reihen von Baumstämmen auf einmal zu erfassen. Nur rund zwei Minuten braucht der Dienst, um ein durchschnittliches Langholzpolter fotooptisch zu vermessen und berechnen.

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Fovea im Konkurrenz-Check: Gibt’s das schon?

Manfred Ide: Bislang funktionierte es so: Man konnte einzelne Baumstämme zählen oder das Volumen pro Holzstapel berechnen. Das geht alles mehr oder weniger aufwendig von Hand, kostet damit Zeit und Geld. Da ich selbst aus der Branche komme, kannte ich bereits vor unserer Gründung den Markt und wusste, dass es kein so simples Verfahren gibt wie unseres.

Wie die Fotos zusammengefügt, die Kanten berechnet werden und so weiter, das kann nur unsere Software. Und zwar ohne zusätzliche Elektrogeräte.

Fovea im Sales-Check: Wer ist die Zielgruppe?

Manfred Ide: In der EU müssen alle Baumstämme gemessen werden, um den Preis zu bestimmen. In der Forstwirtschaft wird unter anderem dafür spezielle Hardware wie Höhenmesser eingesetzt. Das Smartphone kann langfristig sehr viele dieser Endgeräte ersetzen. Wir wollen, dass Förster ihr Büro künftig in einer Tasche tragen können.

Fovea im Kapital-Check: Wer finanziert das Ganze?

Manfred Ide: Am Anfang mussten wir uns, wie alle Start-ups, um Fremd- und Risikokapital bemühen, was hier in Deutschland nicht immer einfach ist. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne und einigen Privatinvestoren kam aber doch recht bald genug Kapital zustande. Unser Startkapital lag bei insgesamt einer Million Euro.

Fovea im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Manfred Ide: Die deutsche Gesetzgebung ist im Bereich der Forstwirtschaft im digitalen Zeitalter leider noch nicht angekommen. Die physikalisch-technische Bundesanstalt hat etwa ab 2015 ein neues Eichgesetz vorgesehen, um Messgeräte zu bewerten. Und ein Smartphone zu eichen, ist nicht ganz so einfach.

Die Gründung von Fovea in Zahlen

Die Gründer von Fovea

Manfred Ide, Informatiker und Revierförster, hat seine Studienkollegen Nadine Weiberg und Christopher Herbon auf Vorschlag eines Professors für die Gründung von Fovea angefragt.

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