Ambiotex Ein Shirt, das weiß, ob Sie richtig trainieren

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Immer mehr Läufer verwenden Fitness-Tracker, um ihre Trainingswerte zu analysieren. Das Fitness-Shirt Ambiotex misst unter anderem Puls, Atmung und Herzfrequenz.

Immer mehr Läufer verwenden Fitness-Tracker, um ihre Trainingswerte zu analysieren. Das Fitness-Shirt Ambiotex misst unter anderem Puls, Atmung und Herzfrequenz.© arthurhidden / Fotolia.com

Das Sportshirt Ambiotex erfasst Körperdaten digital, um Sportlern ad hoc punktgenaues Feedback zu ihren Trainingsgewohnheiten zu geben. Was taugt die Idee?

Ambiotex im Ideen-Check: Was ist die Geschäftsidee?

Geschäftsführer Thomas Claussen: In unser Fitness-Shirt Ambiotex sind Sensoren eingebaut, die biometrische Daten mit medizinischer Präzision analysieren. Dazu gehören Werte wie Puls, Atmung und Herzfrequenz. Es kann zudem einen ärztlichen Bluttest wie den Laktattest zur Bestimmung der anaeroben Schwelle ersetzen. Bei starker Bewegung erfasst es sogar das EKG-Signal und schickt es an die zugehörige App. Außerdem liefern die Daten Hinweise auf Überanstrengung oder Stresssituationen. Durch Tragen des Shirts erhält unser Kunde so eine bessere Einsicht in seinen Körper und kann sein Training entsprechend anpassen.

Ambiotex im Konkurrenz-Check: Gibt’s sowas nicht schon?

Claussen: Leistungsstarke Herzfrequenzsysteme kosten im Laden regulär rund 400 Euro, Ambiotex nur etwas mehr als halb so viel. Andere verbreitete Fitness-Tracker messen in der Regel einfache Werte wie Schritte und Distanzen. Herzfrequenzmesser wiederum, die mit einem Brustgurt arbeiten, liefern nur durchschnittliche Herzraten, aber keine Herzratenvariabilitätsanalyse. Unser Shirt inklusive Messgerät basiert auf einer Technologie des Fraunhofer-Instituts. Es handelt sich um ein zertifiziertes Medizinprodukt: eines, das vor Überanstrengung der Muskeln warnt.

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Ambiotex im Sales-Check: Wer will das haben?

Claussen: Motivierte Freizeit- und Profi-Ausdauersportler, aber auch Nutzer mit rein medizinischem Hintergrund und generell gesundheitsbewusst lebende Menschen gehören zu unserer Zielgruppe. Wir wollen auch verstärkt mit Sportartikelherstellern und Fitnessstudios zusammenarbeiten. Dass unsere Idee ankommt, sehen wir zudem daran, dass mehrere Krankenkassen den Kauf von Ambiotex mit einem Zuschuss von 50 Euro unterstützen.

Ambiotex im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Claussen: Ambiotex und der Laufsensor Ambiorun sind mit einem hohen sechsstelligen Investitionsbetrag gestartet, bestehend aus privaten Fördergeldern. Für Ambiorun, der Feedback zu Lauftechnik und Gelenkbelastung gibt, haben wir zuletzt eine Crowdfundingaktion gestartet.

Ambiotex im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Claussen: Die Entwicklung ist immer heikel. Ein derart hochtechnisiertes Produkt muss komplett ausgereift sein, bevor es auf den Markt kommt. Das kostet viel Zeit und Geld. Gestartet sind wir Mitte 2013, nun sind unsere Prototypen fertig entwickelt und voll funktionsfähig. Am Ende kommt es aber natürlich auf die Nachfrage an.

Die Gründer von Ambiotex

Ambiotex-Geschäftsführer Thomas Claussen war über 20 Jahre Partner bei Accenture, sowie Business Angel, Serial Entrepreneur und Berater der Start-up-Szene. Mitgründer und Produkt-Entwickler Richard Feichtinger beschäftigt sich seit bereits über 15 Jahren mit der Wearable-Technology-Branche. Ambiotex mit ins Leben gerufen hat auch Jürgen Löschinger. Der studierte Neurobiologe verfügt seit 36 Jahren über Erfahrung als Elektronikingenieur und in der Produktentwicklung. Er ist ehemaliger Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts und des Fraunhofer-Instituts.

Die Gründung von Ambiotex in Zahlen

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