Umzugsstart-up Box at Work Bye, bye Pappkarton!

Bei Box at Work gibt es keine Pappkartons, sondern Plastikkisten mit Deckel für den Umzug.

Bei Box at Work gibt es keine Pappkartons, sondern Plastikkisten mit Deckel für den Umzug.© ungermedien - fotolia.com

Die Zeiten, in denen man beim Umzug alles in Pappkartons packen musste, sind vorbei - wenn es nach dem Gründer von "Box at Work" geht. Was das Start-up anders macht als andere Umzugsfirmen - und welche Herausforderungen es dabei gibt.

1. Der Ideen-Check: Taugt das Modell?

Klassische Umzugskartons aus Pappe oder auch Bücherkartons sind bereits nach dem ersten Gebrauch oft keine verlässlichen Aufbewahrungslösungen mehr. Und Bananenkisten eignen sich nicht für sensible Inhalte. Zum anderen haben viele heute keinen Dachboden oder Keller mehr, wo man selten gebrauchte, aber dennoch wichtige Dinge wie die Skiausrüstung aufbewahren kann. Wir bieten deshalb stabile Umzugsboxen und auch die Möglichkeit, Sachen sicher einzulagern.

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2. Der Konkurrenz-Check: Das gibt’s doch schon, oder?

Wir sind deutschlandweit der einzige Einlagerungsservice dieser Art. Die Kombination aus Umzugshelfer und Selfstorage ist noch neu. Wir vermieten bis zu 400 Mal verwend- und verschließbare Plastikboxen, deren Einlagerung von uns vorgenommen wird. Anschließend können die Boxen vollständig recycelt werden. Wenn man an seine Sachen will, muss man nur Bescheid geben und bekommt diese innerhalb von 24 Stunden bequem in die Wohnung geliefert.

3. Der Sales-Check: Wer will das haben?

Wir helfen bei privaten und Büroumzügen mit Umzugs- und Archivboxen, die gleich einsatzbereit sind und nicht erst noch zusammengebaut werden müssen. In Berlin sparen Sie sich mit uns das Mieten eines Umzugswagens und die Fahrten ins Selfstorage-Center, genauso wie das Schleppen der Kisten und Möbel. Auch in Hamburg und in der Region Dortmund bieten wir seit Anfang September unseren Service an. Bald kommen noch andere Ballungsräume hinzu. Unsere Lager sind aus Sicherheitsgründen nur uns bekannt, aber zusätzlich natürlich alarmgesichert und klimatisiert. Alle eingehenden Kisten und Gegenstände werden eingescannt und einem Online-Konto zugeschrieben, um die Abläufe so reibungslos wie möglich zu gestalten.

4. Der Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze? Und was kostet der Service?

Unser Startkapital war recht hoch. Eine genaue Zahl wollen wir nicht nennen, aber es war siebenstellig.

Eine Miet-Box kostet im Monat 3,99 Euro. Die Einlagerung von kleinen bis großen Gegenständen kostet ab 4,99 Euro. Bezahlt wird dabei nur für die Fläche, die tatsächlich gebraucht wird. Lieferung und Abholung innerhalb von 24 Stunden sind kostenlos.

5. Der Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

In Berlin unser Angebot wurde bislang sehr gut angenommen. Wir wollen weitere Großstädte in unser Portfolio aufnehmen. Aber dazu braucht es vor allem geeignete Lagerhallen, damit wir unseren Service auch dort in 24 Stunden anbieten können. Und natürlich ausreichend Nachfrage. Dass es die gibt, davon gehen wir aber aus. Die Hürde, eine geeignete Versicherung und wasserdichte AGBs für unser Konzept anzubieten, haben wir relativ bald genommen.

6. Die Gründer

Gründer Gerrit Reinders war vor seiner Selbstständigkeit als Wirtschaftsprüfer bei Deloitte angestellt. Bei jedem Umzug war er genervt von den Pappkartons – und beschloss schließlich, Box at work zu gründen.

http://www.boxatwork.com/

2 Kommentare
  • Gerrit Jan 19. September 2015 12:35

    Klasse! Danke!

  • matthias raisch 18. September 2015 17:56

    hallo liebes Impulsredaktionsteam,

    mit Interesse und Verwunderung habe ich den Artikel gelesen.

    Spontan fällt mir die Werbung ein „wer hat’s erfunden?“

    Turtelbox in München nach meinen Recherchen war vor Box at … auf dem Markt und ist mit einem identischen Produkt auf dem Markt.

    Schaut mal bei Google oder direkt bei turtlebox vorbei 🙂

    Herzliche Grüße
    Matthias

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