Cobi So wird aus dem Drahtesel ein Smart-Bike

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Cobi ist das erste patentierte System für Fahrräder, das Hard- und Software verbindet.

Cobi ist das erste patentierte System für Fahrräder, das Hard- und Software verbindet.© Cobi - icradle

Navigation, Fitnessprogramm, Diebstahlschutz - mit einer neuartigen Verbindung aus Soft- und Hardware will das Start-up Cobi das Radfahren revolutionieren. Hat die Idee Potenzial?

Cobi im Ideen-Check: Was ist die Geschäftsidee?

Gründer Andreas Gahlert: Cobi steht für „Connected Bike“. Wir wollen das klassische Rad in die digitale Welt befördern. Über eine für das Smartphone konzipierte Software mit einer einfachen, spielerischen Benutzeroberfläche lassen sich ohne Aufwand über hundert Funktionen kontrollieren. Kurz: Cobi ist das erste patentierte System für Fahrräder, das Hard- und Software verbindet.

Cobi im Konkurrenz-Check: Gibt’s sowas nicht schon?

Es gibt zwar bereits viele elektronische Systeme und Fahrradcomputer, die Navigationshilfen bieten oder Fitness-Tracker sind. Aber nur Cobi vereint all diese Services. Es kombiniert Alarmvorrichtung, Klingel, Navigation und Fitness-Programme, kümmert sich um das Licht, bietet einen Diebstahlschutz und noch viel mehr. So werden zum Beispiel unsere neuartigen LED-Leuchten per Sensor an- und ausgeschaltet, zusätzlich zeigt das Rücklicht Richtungswechsel und Bremsvorgang an.

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Cobi im Sales-Check: Wer will das haben?

Wir wollen vor allem die „playful digital bikers“ erreichen, die Interesse an neuartiger Technik haben. Um Musik abzuspielen, den Wetterdienst zu befragen oder den Blinker am Rücklicht zu betätigen, reicht eine Bewegung mit dem Daumen. Dazu muss nur das Smartphone an einer speziellen Halterung am Lenker angebracht werden. Cobi ist für Fahrräder genauso geeignet wie für E-Bikes. Im Grunde ist das System für jedermann interessant, denn man kann sein eigenes Rad ohne Probleme nachrüsten. Zudem statten bereits Hersteller wie Winora ihre Fahrräder mit Cobi aus.

Cobi im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Insgesamt kostet das Paket aus Soft- und Hardware 259 Euro. Bislang haben wir dafür knapp 32.000 Vorbestellungen. Mit der Auslieferung starten wir nächstes Jahr im März. Um Cobi zu entwickeln und die Nachfrage zu testen, haben wir Ende 2014 auf Kickstarter eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die uns rund 360.000 Euro eingebracht hat. Bei der zweiten Finanzierungsrunde gaben drei Investmentfirmen, darunter Capnamic Ventures, vier Millionen für die Serienproduktion dazu. Für Sommer 2016 planen wir eine weitere Runde. Wir sehen Cobi als Plattform und können uns noch andere Einnahmequellen vorstellen. Zum Beispiel ein Subscription-Modell. Und: Cobi ist auch für Touristikagenturen und Städte interessant.

Cobi im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Das Produkt ist auskonstruiert und funktional entwickelt. Probleme können im schlimmsten Fall bei der Technik auftreten. Das ist bei Hardware-Entwicklungen nicht ungewöhnlich und würde nicht mehr als eine Verzögerung im Zeitplan mit sich bringen.

Der Gründer von Cobi

Nach Neue Digitale/Razorfish konnte Agenturgründer Andreas Gahlert 2014 mit Cobi erneut Schlagzeilen machen. Dabei hatte Gahlert mit Fahrrädern bislang wenig zu tun. „Ich bin eigentlich Wirtschaftsingenieur, mein Background ist eher Maschinenbau/Automobiltechnik.“ Gearbeitet hat der 47-Jährige immerhin acht Jahre lang bei Audi.

Die Gründung von Cobi in Zahlen

Startkapital: 500.000 Euro

Vorlaufzeit: 8 Monate

http://cobi.bike/

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