Mime et moi Ein Klick macht den High-Heel zum Ballerina

Flach, Block oder Stiletto? Die Flexheel-Technologie des jungen Labels Mime et Moi verspricht Flexibilität.

Flach, Block oder Stiletto? Die Flexheel-Technologie des jungen Labels Mime et Moi verspricht Flexibilität.© Mime et Moi

High Heels sehen toll aus - aber nach einigen Stunden wünscht man sich flache Schuhe, weil die Füße wehtun. Mit Flexheel hat das junge Label Mime et moi eine Lösung gefunden. Was taugt die Idee?

Mime et moi im Ideen-Check: Was ist die Geschäftsidee?

Oliver Barth: Wir haben Damenschuhe mit auswechselbaren Absätzen kreiert – für mehr Spontanität im „High-Heel-Alltag“. So kann man nach einem Bürotag einfach den Absatz tauschen und sich eine schöne Nacht machen. Unsere Modelle werden in Spanien designt und gefertigt.

Mime et moi im Konkurrenz-Check: Gibt’s sowas nicht schon?

Auf dem Markt gibt es bisher noch keine vergleichbaren Schuhe. Das Besondere ist unsere im 3D-Verfahren entwickelte Sohlentechnologie Flexheel, die per Klicksystem aus High-Heels in Sekunden Ballerinas macht und umgekehrt. Zurzeit sind die Modelle unseres Labels Mime et Moi mit Absätzen in drei Ausführungen zu haben: Flach, Block oder Stiletto. Der Höhenunterschied beträgt acht Zentimeter – von zwei bis zehn.

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Mime et moi im Sales-Check: Wer will das haben?

Auf jeden Fall unsere Freundinnen! Viele kennen das: nach der langen Tanznacht ihre High Heels auszuziehen und barfuß nach Hause zu laufen, weil die Schuhe auf Dauer zu unbequem sind. Wir fanden das absurd. Auf die Idee kam mein Kollege Christian Huber nach einer solchen Aktion seiner Freundin. Als fürsorglicher Freund und neugieriger Maschinenbauingenieur hat es ihn gereizt, eine Lösung für das Problem zu finden. Freundinnen und Bekannte waren von seiner Idee sofort begeistert. Deshalb glauben auch wir daran, in eine Marktlücke zu stoßen.

Mime et moi im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Der Preis für ein Schuhpaar inklusive mehrerer Absätze liegt zwischen 150 und 250 Euro. Ein zusätzliches Absatzpaar gibt es für bis zu 60 Euro. Ab Frühling 2016 wird es die Schuhe dann endlich zu kaufen geben. Gefördert wurde Mime et Moi mit dem Exist-Gründerstipendium und vom Strascheg Center for Entrepreneuship an der Hochschule München. Durch Business Angels kamen 700.000 Euro an Startkapital zusammen. Den Breakeven wollen wir im dritten Vertriebsjahr erreichen, also 2017.

Mime et moi im Risiko-Check: Welche Probleme gab es?

Eine höhenverstellbare, bewegliche Highheel-Innensohle zu konstruieren, ist tatsächlich nicht ganz einfach. Wenn man den niedrigen Absatz gegen den hohen austauscht, verstellt die Sohle immerhin ihren Winkel. Dadurch ändert sich die komplette Form des Schuhs. Aber es funktioniert! Wir haben in verschiedenen Verfahren unsere Schuhe auf Stabilität, Komfort und Haltbarkeit hin geprüft – vor allem auch unter realen Bedingungen von interessierten Trägerinnen. Dass wir unseren Launch mehrmals verschieben mussten, lag an Finanzierungsfragen. Aber jetzt ist genug Investmentkapital vorhanden für die Serienproduktion.

Die Gründer von Mime et moi und Flexheel

2013 gründete Betriebswirt Oliver Barth Freund zusammen mit Freund und Ideengeber Christian Huber Flexheel. Später kam Alexander Ostrovski an Bord. Gemeinsam haben sie das Modelabel Mime et Moi ins Leben gerufen und so zwei Unternehmen an den Start gebracht: Flexheel für die technische Seite, Mime et Moi als Schuhmarke mit eigenem Vertrieb.

Die Gründung in Zahlen

Startkapital: 700.000 Euro

Vorlaufzeit: 4 Jahre

http://www.mimemoi.com

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