Wheasy „Wheasy ist für uns eine Herausforderung wie ein Rennen“

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Melina Lauk, 25, und Jirko Kampa, 27, haben Wheasy gegründet und entwickeln Gesundheitskonzepte für die Mitarbeiter kleinerer Firmen.

Melina Lauk, 25, und Jirko Kampa, 27, haben Wheasy gegründet und entwickeln Gesundheitskonzepte für die Mitarbeiter kleinerer Firmen.© Dennis Williamson

Melina Lauk ist Mitgründerin von "Wheasy", einem Dienstleister für betriebliches Gesundheitsmanagement. Warum sie Unsicherheit spannend findet und wie der Burnout ihres Vaters sie zur Gründung motiviert hat.

impulse: Frau Lauk, kommen Sie überhaupt noch dazu, Sport zu treiben?

Melina Lauk: So viermal in der Woche, in der Gründungsphase ist es weniger geworden. Ich laufe, fahre Mountainbike oder nehme auch mal an einem Trailrun, einem Bergrennen, teil. Mein Mitgründer Jirko Kampa ist Triathlet.

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Sehen Sie auch das Gründen sportlich?

Auf jeden Fall, Wheasy ist für uns eine Herausforderung wie ein Rennen. Nach dem Studium war ich im Silicon Valley und habe mir Firmen angesehen. Die positive Fehlerkultur dort hat mich sehr motiviert: einfach mal machen, aus Fehlern lernen.

Haben Sie denn keine Angst zu scheitern?

Überhaupt nicht. Ich habe noch keine Familie, das Risiko ist begrenzt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich finde Unsicherheit spannend und bin damit groß geworden. Mein Vater leitet den Familienbetrieb Walter Lauk, ein Transportunternehmen, das mein Opa gegründet hat.

Da gab es gar keine Schattenseiten?

Doch, natürlich. Gerade als wir klein waren und die Firma im Aufbau war, hatten wir nicht viel von meinem Vater. Später änderte sich das zum Glück. 2008 erlitt er dann einen Burnout. Der Hamburger Hafen ist ja ein sehr unsicheres Geschäft und vor allem, wenn mein Vater Leute entlassen musste, nahm ihn das sehr mit. Zum Glück fand er einen guten Arzt, der ihm helfen konnte.

Und wie?

Ohne Psychopharmaka, dafür mit Vitaminen, Mineralstoffen und einem Ernährungs- und Sportplan. Nach drei Monaten ging es ihm wieder gut. Das hat mich sehr beeindruckt und sicher mit dazu geführt, dass ich Ernährungswissenschaften studiert habe und nun Wheasy gründe.

Was genau ist die Idee?

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen entwickeln wir Konzepte zum Gesundheitsmanagement ihrer Angestellten, je nach Bedarf und Budget. Die Mitarbeiter vermitteln wir an qualitätsgeprüfte Anbieter. Über eine Online-Plattform können die Angestellten auch selbst Gesundheitskurse wie Yoga oder eine Ernährungsberatung buchen.

Was ist Ihr Ziel für Wheasy?

Eine gesunde Firma aufzubauen, die nachhaltig wächst. Wir hatten ein Angebot für Fremdkapital, das wir abgelehnt haben. Jetzt haben wir schon erste Kunden, Gesundheitsmanagement wird für Firmen immer wichtiger. Ich bin also sehr optimistisch.

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Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 06/16.

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