Yepa Yepa Warum ein Winzersohn jetzt Tacos verkauft

  • Aus dem Magazin
Koch Robin Pfefferle führt das Restaurant "Yepa Yepa" zusammen mit seiner mexikanischen Frau Silvia Barba Quezada.

Koch Robin Pfefferle führt das Restaurant "Yepa Yepa" zusammen mit seiner mexikanischen Frau Silvia Barba Quezada.© Andree Kaiser

In seiner Taqueria Yepa Yepa bringt Robin Pfefferle die mexikanische Küche nach Deutschland. Was seine Frau damit zu tun hat – und warum Pfefferle vom Erfolg seines Konzepts überzeugt ist.

impulse: Herr Pfefferle, wie kommen Sie als badischer Winzersohn zu einer Taqueria?

Robin Pfefferle: Vor allem natürlich durch meine Frau. In die Straßenküche ihres Heimatlandes hatte ich mich aber schon verliebt, bevor ich Silvia kannte, als Jugendlicher auf einer Mexiko-Reise. Das Essen an den Taco-Ständen war für mich eine komplett neue Erfahrung: Chilis in einem Dutzend Schärfenoten, kombiniert mit Süßem wie Ananas, eine Geschmacksexplosion. Ich bin mit der gutbürgerlichen Küche aufgewachsen, die es in der Gastwirtschaft meiner Eltern gibt.

Anzeige

Und in die wollten Sie nicht einsteigen?

Ich wollte mein eigenes Ding machen und bin deshalb nach meiner Ausbildung und nachdem ich für einen Sternekoch gearbeitet hatte, nach Mexiko gegangen, um etwas Neues kennenzulernen. Ich konnte kein Spanisch und begann in einem der besten Restaurants Lateinamerikas als Küchenhilfe. Silvia machte dort ein Praktikum für ihre Ausbildung an einer Kochschule.

War es Liebe auf den ersten Blick?

Ja, allerdings wollten wir einander nicht im Weg stehen, und keiner sollte für den anderen alles aufgeben. Sie ging wieder nach Tijuana, wo ihre Eltern eine Textilfabrik hatten, ich kehrte nach Deutschland zurück. Sechs Jahre blieben wir in losem Kontakt, bis sie mir schrieb: Ich bin in Spanien. Ich flog zu ihr, und jetzt war alles klar: Wir heirateten, und sie kam mit mir nach Freiburg.

Nun ist sie auch Ihre Geschäftspartnerin. Sitzt die Firma zu Hause mit am Tisch?

Wir haben eine Regel: Gibt es Probleme, besprechen wir die nur bei der Arbeit. Die Aufgaben sind klar verteilt: Sie kümmert sich um neue Rezepte, ich mich um die Organisation, mein Stiefbruder ist auch mit dabei und übernimmt das Kaufmännische.

Sie haben 60.000 Euro investiert. Macht Ihnen das finanzielle Risiko Sorgen?

Es kann nicht schiefgehen. Wir bieten authentische mexikanische Küche, die man in üblichen Tex-Mex-Läden nicht findet. Wir machen alles selbst, die Tortillas zum Beispiel aus Mais aus der Region. Wir haben Kunden, die aus Stuttgart zu uns kommen.

Denken Sie über Expansion nach?

Die Taqueria ist erst der Anfang. Hier betreiben wir Marktforschung: Was kommt an und was nicht? Jetzt wollen wir neue Filialen eröffnen und haben deswegen eine GmbH gegründet. Yepa Yepa wird es also bestimmt bald auch in Stuttgart oder München geben.

 

Cover_impulse_07-08_2016Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 07/16.

Sie können die Ausgabe als Einzelheft oder als ePaper kaufen. Übrigens: Mitglieder im impulse-Netzwerk erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat nach Hause geliefert. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben bequem auf Tablet oder Smartphone lesen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.