Gründung Google will 100 Millionen Dollar in europäische Start-ups investieren

Atmosphäre wie im Spielzeugladen: Das Google-Büro in Seoul, Südkorea.

Atmosphäre wie im Spielzeugladen: Das Google-Büro in Seoul, Südkorea.

Europa ist stolz auf seine Start-up-Metropolen wie London und Berlin, bisher stehen sie jedoch im Schatten des Silicon Valley. Mit Google richtet jetzt aber ein großer Player aus Amerika den Blick nach Europa.

Google will verstärkt in europäische Start-ups investieren. Dafür wurde ein neuer Fonds mit 100 Millionen Dollar gebildet, wie der Risikofinanzierer Google Ventures am Donnerstag mitteilte. „Wir glauben, dass die europäische Start-up-Szene enormes Potenzial hat“, hieß es in einem Blogeintrag. Google Ventures war 2009 gegründet worden und ist inzwischen an mehr als 250 Firmen beteiligt.

Start-up-Finanzierer investieren typischerweise früh im Austausch gegen eine Beteiligung und hoffen auf Gewinn bei einem Verkauf oder Börsengang des Unternehmens. Google geht dabei in Europa mit den umgerechnet gut 73 Millionen Euro etwas zaghafter vor als andere Geldgeber. So legte der Risikoinvestor Index Ventures, beteiligt unter anderem an der Berliner Musikfirma Soundcloud und dem französischen Mitfahrdienst BlaBlaCar, jüngst einen neuen Finanzierungstopf von 400 Millionen Euro auf. Und Accel Partners stellte 475 Millionen Dollar zurück. Google Ventures betone zugleich, die Summe könne mit der Zeit steigen, schrieb die „Financial Times“.

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Google Ventures investierte unter anderem in den Fahrdienst Uber und den Hersteller vernetzter Thermostate Nest, der schließlich von dem Internet-Konzern für 3,2 Milliarden Dollar ganz übernommen wurde. Normalerweise will die Tochterfirma aber unabhängig von den Interessen des Konzerns als neutraler Investor agieren.

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