Erfolgreiche Kandidaten Drei Erfolgsgeschichten aus der „Höhle der Löwen“

Die Gründer von Little Lunch haben gut lachen: Ihr Bio-Suppen-Start-up ist nach "Die Höhle der Löwen" durchgestartet.

Die Gründer von Little Lunch haben gut lachen: Ihr Bio-Suppen-Start-up ist nach "Die Höhle der Löwen" durchgestartet.© Little Lunch

Alles nur Show? Immer wieder platzen Deals, die bei "Die Höhle der Löwen" eingefädelt wurden. Doch einige Nachwuchs-Unternehmen starteten nach der Gründer-Show auch richtig durch.

„Die Höhle der Löwen“ geht in die dritte Runde: Ab Dienstagabend stellen in der Gründer-Show wieder Nachwuchs-Unternehmer ihre Geschäftsideen vor und kämpfen um die Gunst von Investoren. Doch nach Ende der zweiten Staffel wurde Kritik laut: Ein Großteil der vor der Fernsehkamera geschlossenen Deals sei schließlich doch nicht zustande gekommen, insgesamt seien 21 der 35 zugesagten Deals geplatzt, wie das Onlinemagazin Gründerszene vorrechnete.

Ist also am Ende alles doch nur Show, geht es doch nur um Einschaltquoten und nicht um eine reale Chance auf eine Finanzspritze, die Nachwuchs-Unternehmern den Durchbruch bringen kann? Frank Thelen, Seriengründer und „Löwe“ der ersten Stunde, widerspricht: „Mein wichtigstes Ziel ist es, unabhängige Unternehmen aufzubauen, die international schnell wachsen und innerhalb weniger Jahre das Potenzial haben, einen Firmenwert von 100 Millionen zu erreichen“, sagt er.

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Zwar seien nicht alle Deals nach der Show tatsächlich zustande gekommen, bestätigt Thelen: „Mein Anspruch ist natürlich ein anderer, aber auch das Scheitern gehört zu einem Start-up dazu.“ Nach der Sendung werden die Geschäftsmodelle noch einmal gründlich geprüft – und dann stellt sich manchmal heraus, dass die Ideen der Gründer und die Vorstellungen der Investoren doch nicht zusammenpassen.

Thelen legt jedoch Wert darauf klar zu stellen, dass auch erfolgreiche Investitionen über „Die Höhle der Löwen“ angebahnt wurden: „Bei allen Deals, die wir abgeschlossen haben, wurde deutlich mehr Kapital investiert als in der Sendung zugesagt“, sagt Frank Thelen. Einige der Gründer seien nach der „Höhle der Löwen“ durchgestartet und nun auf Erfolgskurs.

Little Lunch: Mit Bio-Suppen auf Erfolgskurs

Mit seinen Bio-Suppen überzeugte das Augsburger Start-up Little Lunch in Staffel 2 Thelen und Homeshopping-Königin Judith Williams: Die beiden investierten insgesamt 150.000 Euro. Für 2016 plant das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro, die Gründer, Daniel und Denis Gibisch, beschäftigen rund 20 Mitarbeiter.

Seit Juli bietet Little Lunch neben Suppen auch noch Smoothies und Gemüsebrühe an. Erhältlich sind die Produkte inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien und China. Eine Expansion nach Österreich und in die Schweiz ist noch für dieses Jahr geplant.

Von Floerke: Millionenumsatz mit Herren-Accessoires

Ebenfalls in Staffel 2 gab es einen Deal für David Schirrmacher und seine Herrenmode-Marke „Von Floerke“: In das Label für handverarbeitete Herren-Accessoires von der Fliege bis zum Einstecktuch investierten Frank Thelen, Judith Williams und Vural Öger insgesamt 180.000 Euro.

Öger und Williams haben ihre Anteile an „Von Floerke“ inzwischen abgegeben, doch „Von Floerke“ fand neue Investoren, unter anderem myTaxi-Mitgründer Niclaus Mewes. Heute sind Accessoires von „Von Floerke“ bei mehr als 2000 Modehäusern gelistet. Das Unternehmen plant für 2016 mehr als 4 Millionen Euro Großhandelsumsatz und vertreibt daneben seine Produkte auch über einen eigenen Onlineshop. Für die Zukunft sind Hemden-, Schuh- und Hosenkollektionen geplant.

Meine Spielzeugkiste: Spielzeug-Abo mit loyalen Kunden

Spielzeug-Verleih als Abo-Flatrate, mit diesem Geschäftsmodell sammelten Florian Spathelf und Florian Metz in der ersten Staffel 200.000 Euro für „Meine Spielzeugkiste“ ein. Heute verschickt das Unternehmen 6000 Kisten monatlich und kann sich mit einer durchschnittlichen Abolaufzeit von 18 Monaten heute mit Branchengrößen wie Netflix und Spotify messen, die ähnlich loyale Kunden haben.

Lukrativ ist auch die Zusammenarbeit mit großen Spielzeugherstellern wie Lego, Playmobil oder Mattel, die über die Spielzeugkisten ihre Produkte direkt an den Kunden bringen. Für dieses Jahr plant „Meine Spielzeugkiste“ einen Umsatz von 2 Millionen Euro; 2017 wollen die Gründer die Internationalisierung des Geschäftsmodells angehen.


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