Die Höhle der Löwen, Staffel 4 Die Highlights aus Folge 1

Auch in der fünften Staffel prüfen die Löwen die neuen Produkte wieder im furchtlosen Selbstversuch.

Auch in der fünften Staffel prüfen die Löwen die neuen Produkte wieder im furchtlosen Selbstversuch.© MG RTL D / Frank Hempel

Steigt Ralf Dümmel wieder in alles ein, was sich bewegt? Ist Frank Thelen muffelig wie immer? Wer blamiert sich, wer brilliert? Das Wichtigste zum Staffelstart von „Die Höhle der Löwen“.

Was war die peinlichste Szene?

Den größten Fremdschäm-Moment hat man schon nach fünf Minuten hinter sich: Gründer Anthony Filipiak, 22 Jahre jung, erzählt im Einspielfilm, wie er sich als 14-Jähriger mit seiner Mutter verkrachte und kurz vorm Abi von Zuhause auszog. „Eine sehr harte Zeit für mich.“ Dazu fängt die Kamera ein, wie Anthony – in Gedanken versunken – Steine ins Wasser wirft. Liebe Redakteure von „Die Höhle der Löwen“: Habt ihr in der Drehpause zu viel „Deutschland sucht den Superstar“ geguckt?

Welches Produkt will man schon während der Sendung online kaufen?

Ausgerechnet das von „Ich-hatte-eine-schwere-Jugend-Anthony“. Der Typ braucht gar keine Mitleidsgeschichte – er und sein Partner Pascal Buchen haben ein Produkt, das man SOFORT haben will: Es geht um kleine Ampullen, in denen eine sagenhafte Flüssigkeit ist: Man verteilt das Zeug auf seinem Handy und macht das Display damit unkaputtbar.

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Man glaubt kurz, so ein Produkt schon einmal gesehen zu haben – und richtig: Auch Judith Williams kennt die Unkaputtbar-Tropfen aus den USA. Aber Anthony und Pascal behaupten, dass ihr Wundermittel viel besser sei als das, was schon am Markt zu finden ist. Die beiden malträtieren ihr Telefon mit Hammer und Schere – ohne auch nur einen Kratzer zu hinterlassen.

Das überzeugt die Investoren. Judith Williams, Frank Thelen und Ralf Dümmel streiten sich, um einsteigen zu dürfen. Dümmel macht das Rennen – und danach die Dümmel-Faust.

Welcher Juror zeigt den größten Einsatz?

Judith Williams. Als eine Gründerin kleine Herzchen aus Gummi vorstellt, die man sich vorne in die Highheel-Spitze schieben kann, damit die Zehen nicht so weh tun, probiert sich Judith Williams einmal durch eine komplette Kollektion waghalsig hoher, spitzer Highheels.

Die „Hearts for Heels“-Gummis helfen den Williams-Füßen allerdings nicht, sondern drücken auf die große Zehe. Autsch.

Erzählt Carsten Maschmeyer wieder Details über sein Jetset-Leben mit Veronica Ferres, die wir NIE wissen wollten?

Na klar! Beim Anblick der Highheels sieht „Carsten-ich-kenne-halb-Hollywood-Maschmeyer“ seine Chance, uns einen Einblick in die Höhen und Tiefen seiner Ehe zu geben. Denn – Schuhe kauft Vroni Ferres natürlich unentwegt und schleppt dabei den armen Carsten mit, der dann warten muss, weil Vroni nicht die richtige Größe findet. „Ja meinste nicht, der ist ein bisschen groß?“ frage die Vroni ihn dann.

Und auch wenn Maschmeyer nicht in das Start-up investiert, so lässt der Halunke doch zwei der Zehenschoner mitgehen. Damit könne er die nächste Schuhdiskussion abkürzen – und statt lange zu warten mit Vroni zum Italiener gehen.

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Wer erlebt die größte Pleite?

Das Team von Otto Wilde, das einen Steakröster auf den Markt gebracht hat. Das Steak scheint den Juroren zwar zu schmecken, doch Judith Williams erkennt mit geschultem Hausfrauen-Auge sofort: Da tropft doch das Fett raus – Katastrophe. Schlimmer aber noch: Nicht nur das Steak ist saftig, sondern auch die Forderung der Gründer. Zwei Millionen Euro wollen sie für 20 Prozent des Unternehmens. Da verzichten die Löwen lieber auf die Fleischmahlzeit.

Was bleibt im Gedächtnis?

Dass man in Bologna an der Gelato University „Eis machen“ studieren kann. Das hat Luisa Mentele getan, und wer in Hamburg lebt, weiß: Es hat sich gelohnt. Die beiden Luciella-Eisdielen verkaufen (da kann man sich ruhig mal festlegen) das beste Eis Hamburgs. Die Eiscreme soll es jetzt auch – als Äquivalent zur Backmischung – für zuhause geben. Einfach ein paar frische Zutaten beimischen, mixen und ab in den Gefrierschrank. Den Löwen mundet’s. Und auch wenn Frank Thelen das Kuh-Logo der Eisdiele schlachten will: Am Ende bekommt er den Zuschlag.

Übrigens: Was die Sendung nicht verrät: Der Grundkurs an der Gelato University dauert gerade einmal eine Woche. Wer jetzt also über ein Zweitstudium nachdenkt: Die Sache scheint machbar.

Gibt es feuchte Augen?

Oh ja. Und zwar bei ALLEN Investoren gleichzeitig. Denn Gründerin Anna Vonnemann bringt eine Geschichte mit, die kein Redakteur rührselig inszenieren muss, damit allen die Tränen kommen.

Dindia, die Tochter der Gründerin, war noch ein Kleinkind, als man merkte, dass mit ihrer motorischen Entwicklung etwas nicht stimmte. Die Diagnose: Dindia hatte bereits vor ihrer Geburt, also im Mutterleib, einen Schlaganfall und ist daher halbseitig gelähmt. Das Gehen fällt ihr schwer, bereitet Schmerzen. Auch ihr Gleichgewichtssinn ist durch einen Defekt im sensorischen Zentrum des Gehirns gestört. Ständig fällt das Mädchen um. Ärzte und Physiotherapeuten resignieren, bieten als einzige Option den Rollstuhl. Aber eine gibt nicht auf: Anna Vonnemann.

Eigentlich ist Anna freischaffende Künstlerin. Aber sie tüftelt und lötet zuhause in der Küche, bis der Esstisch überall Brandlöcher hat. Und irgendwann gelingt ihr der Durchbruch: Anna Vonnemann entwickelt eine Art künstliches Gleichgewichtsorgan. Das Gerät registriert, wenn Dindia aus der Balance gerät, und sendet ihr dann einen kleinen elektrischen Impuls, so dass sie weiß, dass sie ihre Haltung korrigieren muss. Und das Wunder geschieht: Dindia lernt gehen.

Den Löwen ist klar: Die wahre Löwin steht ihnen gegenüber. Maschmeyer und Wöhrl investieren. Die neue Jurorin sagt bewegt: „Für mich hat sich jetzt schon gelohnt, dass ich in die ‚Höhle der Löwen‘ gegangen bin.“

Apropos Dagmar Wöhrl – wie schlägt sich die Neue?

Die Ex-Politikerin kann durch ein paar kluge Fragen punkten. Ansonsten bleibt es bisher offen, was ihr Investitionsschwerpunkt wird. Für Anna Vollmann und ihr Medizin-Start-up will sie Türöffnerin sein. Spitzen-Kontakte in die Politik – damit hat die neue Löwin ein Alleinstellungsmerkmal.

Wer spricht die pathetischsten Worte?

Das rührende Schlusswort zu Anna Vollmann hat aber Carsten Maschmeyer: „Wir sehen so viele Game-Changer – hier ist ein Life-Changer.“ Schluchz.

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