Erfolgreiche Gründer Drei Erfolgsgeschichten aus „Die Höhle der Löwen“

Für die Limberry-Gründerin Sibilla Kawala-Bulas (rechts) hat sich der Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" gelohnt: Gleich zwei Investoren bissen an. Heute läuft das Geschäft besser denn je.

Für die Limberry-Gründerin Sibilla Kawala-Bulas (rechts) hat sich der Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" gelohnt: Gleich zwei Investoren bissen an. Heute läuft das Geschäft besser denn je.© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Millionen verdienen - davon träumen die Kandidaten bei "Die Höhle der Löwen". Während viele Gründer leer ausgehen, starten andere richtig durch: drei Erfolgsgeschichten.

Am Dienstagabend ist es wieder so weit: Bei „Die Höhle der Löwen“ kämpfen Gründer mit ihren Geschäftsideen um die Gunst der Investoren. In den letzten Staffeln gab es so manch peinlichen Auftritt – oder Deals, die nach der Aufzeichnung scheiterten. Doch für einige Gründer hat sich die Teilnahme bei der Gründer-Show richtig gelohnt.

Die Abfluss-Fee: Millionenumsatz für Waschbeckenstöpsel

Wenn der Sanitär- und Heizungstechnikmeister Karl-Heinz Bilz bei seiner Arbeit auf technische Probleme stößt, tüftelt er selber an Lösungen – und erfindet dabei Produkte wie einen Rohrschneideradapter oder einen Spezialdübel für Gewindestangen. Mit einer Erfindung landete er einen Volltreffer: die Abfluss-Fee.

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Bilz‘ Abfluss-Fee ist ein Stöpsel für Waschbecken, der anders als herkömmliche Stöpsel Verstopfungen und Schimmelbildung verhindern soll und obendrein gut riecht. Ralf Dümmel war von der Idee begeistert: Er investierte 250.000 Euro für 35 Prozent der Firmenanteile.

Der Deal hat sich gelohnt: In den ersten Wochen nach der Sendung hat Bilz‘ Unternehmen laut „Focus“ fünf Millionen Euro Umsatz gemacht. „Wir haben 400.000 Stück der Abfluss-Fee in nur sechs Tagen verkauft“, sagt Bilz. „Es gab sogar Leute, die mich zu Hause aufgesucht haben, weil die Abfluss-Fee im Geschäft ausverkauft war und sie unbedingt eine haben wollten.“

Und Bilz erfindet weiter: Anfang des Jahres kam die Abfluss-Fee für die Dusche auf den Markt, als Nächstes soll die „Spül-Fee“ erscheinen.

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Limberry: Mit Dirndl und Lederhosen auf Erfolgskurs

Mit ihrem Onlineshop für Trachtenmode überzeugte Gründerin Sibilla Kawala-Bulas gleich zwei Löwen: Judith Williams und Carsten Maschmeyer investierten 250.000 Euro und erhielten dafür 20 Prozent der Firmenanteile.

Vor ihrem Auftritt in der Sendung teilte Kawala-Bulas ihr 13 Quadratmeter kleines Büro mit drei Mitarbeitern, die Dirndl lagerten in ihrem Wohn- und Schlafzimmer. Das änderte sich mit dem Investment: „Nach dem Deal bei „Die Höhle der Löwen“ hat uns Carsten Maschmeyer bei Limberry besucht“, sagt die Gründerin. „Er meinte mit einem Lächeln, dass das alles sehr sympathisch sei, wir aber von jetzt an ein bisschen professioneller werden müssen.“ Das Unternehmen zog in ein großes Büro mit integriertem Lager.

Limberry verzeichnet laut Kawala-Bulas einen Umsatz im Millionenbereich. Die Gründerin beschäftigt mittlerweile zehn Mitarbeiter.

Ankerkraut: Verkaufsschlager Gewürze

Blaues Saphirsalz, Aioli-Pfeffer oder Apfelkuchen -Gewürz: Ankerkraut stellt Gewürzmischungen ohne Zusatzstoffe her. Frank Thelen investierte 300.000 Euro in die Gewürzmanufaktur – das Gründer-Ehepaar Stefan und Anne Lemcke gab dafür 20 Prozent der Unternehmensanteile ab.

Der Deal war der Startschuss für den Erfolg des Unternehmens: Ankerkraut steuert laut Thelen auf Umsätze im zweistelligen Millionenbereich zu, pro Jahr verkaufen die Gründer rund drei Millionen Gläser, so die „Wirtschaftswoche Gründer“. Das Gewürz steht mittlerweile in den Supermarktregalen von Edeka und Rewe. Und das Unternehmen wächst: Ende 2016 beschäftigten die Lemckes 33 Mitarbeiter, heute sind es schon 60.

 

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