Gründergeist 2016 Diese Gründer überzeugen mit ihrem Konzept

Matthias Schmittmann (l.) und Johannes Weber (r.) gründeten die bentekk GmbH im Jahr 2014. Jetzt haben sie mit ihrem Projekt das Finale des Hamburger Businessplan-Wettbewerbs "Gründergeist 2016" gewonnen.

Matthias Schmittmann (l.) und Johannes Weber (r.) gründeten die bentekk GmbH im Jahr 2014. Jetzt haben sie mit ihrem Projekt das Finale des Hamburger Businessplan-Wettbewerbs "Gründergeist 2016" gewonnen.© bentekk GmbH

Eine Art Google für Wein, Energy-Gummibärchen und ein Hightech-Messgerät: Die Sieger des Start-up-Wettbewerbs Gründergeist könnten kaum unterschiedlicher sein.

Es war ein knappes Rennen: Elf Start-ups hatten es ins Finale des Hamburger Businessplan-Wettbewerbs „Gründergeist 2016“ geschafft, der jedes Jahr von den Wirtschaftsjunioren organisiert wird. Zwanzig Minuten Zeit für ihren Pitch hatten die Finalisten, um die Fachjury von ihrem Konzept zu überzeugen. Am Montagabend wurden die drei Sieger verkündet. Hier sind sie:

Platz 3: Up to the sky

Eine Alternative zu Kaffee und Red Bull bringt das Team um Ideengeber Jan Hellich auf den Markt – Gummibärchen mit Koffein. Drei Geschmacksrichtungen gibt es zum Start, angereichert mit unterschiedlichen Mengen Koffein. Zielgruppe sind jene jungen Erwachsenen, die viel arbeiten oder in ihrer Freizeit besonders aktiv sein wollen und Kaffee bislang nicht wegen des Geschmacks, sondern wegen der Wirkung trinken.

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Das Produkt ist fertig entwickelt und wird seit Anfang der Woche verkauft, etwa im eigenen Online-Shop. Überzeugt hat die Jury, in der auch impulse vertreten war, neben dem Markpotenzial und dem bereits angelaufenen Vertrieb besonders der stilsichere Markenauftritt von Up to the sky.

Platz 2: Vinoa

Wein kaufen im Netz – das machen immer mehr Leute. Die Wachstumsraten liegen bei 20 Prozent und mehr pro Jahr, schon heute gibt es mehr als 1000 Online-Shops für Weine in Deutschland. Mit ihrer Suchmaschine für Weine wollen die im Feinkost-Segment erfahrenen Gründer Helge Morgenstern und Daniel Schmerbauch für mehr Übersichtlichkeit im Markt sorgen. Auf ihrer Seite sollen sich Wein-Freunde informieren, austauschen und genau jene Flaschen finden, die sie suchen.

Vinoa leitet die Interessierten an die Wein-Shops weiter und bekommt dafür eine Provision. Schon melden sich die ersten Shop-Betreiber, um mit dem Start-up zu kooperieren. Besonders überzeugend: Die Idee lässt sich prima skalieren und internationalisieren.

Platz 1: Bentekk

Schnell und einfach krebserregende Stoffe messen – das kann das Gerät, das Bentekk in Kleinserie gerade auf den Markt bringt. Die 15.000 Euro teuren Hightech-Geräte können etwa in der Chemieindustrie eingesetzt werden, um sicher zu stellen, dass keine Giftstoffe die Gesundheit der Arbeiter gefährden. Bisher sind die Messverfahren eher langsam und umständlich. Mit dem X-PID sollen die Ergebnisse in weniger als einer Minute vorliegen.

Die Gründer Johannes Weber und Matthias Schmittmann wollen mit ihrer Innovation den Unternehmen etwa dabei helfen, längeren Stillstand von Produktionsanlagen zu vermeiden. Zu den ersten Pilotkunden zählen Evonik und B. Braun. Überzeugt hat die Jury vor allem der klare Nutzen des komplexen Produkts.

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