Die Höhle der Löwen Wie viele Deals nach der Sendung platzten

Die fünf Unternehmer und Investoren: Vural Öger, Judith Williams, Frank Thelen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer (v.l.n.r.).

Die fünf Unternehmer und Investoren: Vural Öger, Judith Williams, Frank Thelen, Lencke Steiner und Jochen Schweizer (v.l.n.r.). © VOX/Frank W. Hempel

Sind Gründer mit ihrem Pitch bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" erfolgreich, fließt oft trotzdem kein Geld von den Investoren. Was der Zuschauer nicht erfährt: Ein Großteil der 35 Deals ist später geplatzt.

Hat diese Start-up-Idee Potenzial? Das entscheiden die fünf Investoren der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ innerhalb kürzester Zeit – vor der Kamera. Sind sie nach wenigen Minuten von der Geschäftsidee überzeugt, stellen sie einen Deal in Aussicht. Der lautet meistens so: eine Finanzspritze gegen einen Anteil am Unternehmen.

Was der Zuschauer nicht erfährt: Von den 35 vor der Kamera in beiden Staffeln zugesagten Deals sind nach Informationen der „Gründerszene“ 21 später geplatzt!

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Was vielen Zuschauern nicht klar ist: Nach der Sendung werden die Geschäftsmodelle noch einmal gründlich geprüft. „Wenn ein Deal in der Höhle der Löwen gemacht wurde, wollen wir ihn natürlich auch möglichst schnell in trockene Tücher bringen“, sagt Frank Thelen, einer der fünf Investoren. „Dann startet ein Prozess im Hintergrund, den wir möglichst schnell und effektiv durchführen werden, um dann auch schnell zu der finalen Entscheidung über die Investition zu kommen, das Geld dem Gründer zu überweisen und dann möglichst schnell das Unternehmen aufzubauen.“

Warum Deals am Ende platzten

Auch wenn der Pitch zunächst also erfolgreich schien: Oft fließt am Ende trotzdem kein Geld. In einigen Fällen der aktuellen Staffel machten die Investoren laut Gründerszene einen Rückzieher. Manchmal sagten aber auch die Gründer am Ende „Nein“, zum Beispiel weil sie nach der Sendung ein besseres Angebot von anderen Geldgebern bekamen.

Unternehmer Jochen Schweizer wollte zum Beispiel 125.000 Euro in das Start-up Heimatgut investieren, das Chips aus Wirsing herstellt – für einen Firmenanteil von 15 Prozent. Die eingereichten Unterlagen seien für eine Due Diligence jedoch unzureichend gewesen, sagte er laut Gründerszene.

Welche Deals platzten

Auch der Deal von Frank Thelen und Skateboard-Hersteller Peter Karacsonyi kam nicht zustande. Hier hatte der Investor aber Pech: Laut Thelen habe der Gründer das Geld zu besseren Konditionen bekommen.

Die RTL Mediengruppe, zur der VOX gehört, wollte zu den geplatzten Deals übrigens keine Angaben machen. Sie stelle lediglich die Plattform zur Verfügung, auf der sich Investoren und Gründer treffen und verhandeln könnten, teilte das Unternehmen mit.

Welche der Deals laut Gründerszene am Ende noch geplatzt sind und wie viel Geld jeder Löwe bei „Die Höhle des Löwen“ investiert hat, erfahren Sie hier.

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