Gründung impulse-Ranking: Die besten Franchise-Systeme 2013

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In einer aufwändigen Analyse bewertet impulse jedes Jahr Deutschlands Franchise-Systeme.

In einer aufwändigen Analyse bewertet impulse jedes Jahr Deutschlands Franchise-Systeme.© wordle.net

Zum achten Mal hat impulse Deutschlands Franchise-Systeme bewertet. Während viele Anbieter nur ein schwaches Wachstum und eine durchwachsene Reputation vorweisen können, entwickeln sich Franchise-Geber aus der Fitness-Branche weiterhin erfolgreich.

Mrs. Sporty, BackWerk und ZGS Schülerhilfe sind die drei besten Franchise-Systeme des Jahres 2013 in Deutschland. Das geht aus einem aufwändigen Analyse-Prozess des Wirtschaftsmagazins impulse hervor, das bereits zum achten Mal Systeme der Branche bewertet hat. Auf den Plätzen vier bis zehn folgen McDonald’s, Vom Fass, Town & Country Haus, Valora Retail, Bodystreet, Studienkreis und Joey’s Pizza.

Grundlage der Rangliste ist eine detaillierte Kennzahlenanalyse und die Bewertung durch Experten aus Wissenschaft und Praxis. Knapp 80 Systeme waren in diesem Jahr bereit, einen detaillierten Fragebogen auszufüllen und auch interne Kennzahlen offenzulegen. Jedes Franchise-Konzept wurde nach insgesamt 13 Kriterien in den Bereichen Stabilität, Dynamik, Verdienst sowie Markt/Reputation und Wettbewerb/Zukunftschancen bewertet.

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Besonders erfolgreich entwickelten sich, wie bereits im Vorjahr, Franchise-Geber aus der Fitness-Branche. Neben Mrs. Sporty, die es erneut auf Platz eins schaffte, profitierten auch anderen Ketten vom Fitnessboom: Bodystreet belegt im Ranking Platz 8, Clever Fit Platz 16 und Calory Coach Platz 17. „Unser Franchise-Ranking zeigt in diesem Jahr deutlich, dass die meisten Systeme stark an Dynamik verloren haben. Neben Fitnessketten gelingt es nur noch einzelnen Systemen, stark zu wachsen“, sagt impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster. Nach der Bewertung der Experten entfalten auch nicht alle Marken eine positive Strahlkraft. „Dies stellt für viele ein Problem dar“, sagt Förster. „Mangelt es an Reputation, wird es für die Ketten noch schwerer, neue Partner zu gewinnen.“

Das Franchise-Ranking von impulse basiert auf einer Analyse der Kennzahlen der Franchise-Systeme sowie auf Bewertungen eines Expertengremiums. Zu diesem Gremium gehörten in diesem Jahr neben der impulse-Redaktion, die auch Expertise des Deutschen Franchise-Verbands einbezieht, Prof. Dr. Roland Mattmüller von der European Business School, die Anwälte Marco Hero (Kanzlei PF&P Rechtsanwälte) und Dr. Dagmar Waldzus (Kanzlei Buse Heberer Fromm), die Franchise-Berater Jörg Eckhold, Felix Peckert und Reinhard Wingral sowie die Bankenvertreter Holger Schwabe (KfW Bankengruppe) und Stephan Jansen (Verband Deutscher Bürgschaftsbanken).
Die Top 10 des impulse-Rankings 2013:

1. Mrs. Sporty
Geschäftsfeld: Fitnessstudio
Franchisestart: 2005
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

2. BackWerk
Geschäftsfeld: SB-Bäckerei
Franchisestart: 2002
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

3. ZGS Schülerhilfe
Geschäftsfeld: Nachhilfe
Franchisestart: 1983
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

4. McDonald’s
Geschäftsfeld: Fastfood
Franchisestart: 1975
Nötige Investitionen: mehr als 500.000 Euro

5. Vom Fass
Geschäftsfeld: Wein und Feinkost
Franchisestart: 1994
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

6. Town & Country Haus
Geschäftsfeld: Hausbau
Franchisestart: 1997
Nötige Investitionen: 0 – 50.000 Euro

7. Valora Retail
Geschäftsfeld: Kiosk
Franchisestart: 1995
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

8. Bodystreet
Geschäftsfeld: Fitnessstudio
Franchisestart: 2009
Nötige Investitionen: 51.000-100.000 Euro

9. Studienkreis
Geschäftsfeld: Nachhilfe
Franchisestart: 1986
Nötige Investitionen: 0 – 50.000 Euro

10. Joey’s Pizza
Geschäftsfeld: Pizzaservice
Franchisestart: 1989
Nötige Investitionen: 180.-185.000 Euro

 

 

In der aktuellen Ausgabe von impulse finden Sie das ausführliche Ranking der Plätze 1-50 inklusive folgender Daten zu jedem System:

  • Geschäftsfeld
  • Franchisestart
  • Partner: Ende 2012 / Ziel Ende 2015
  • Standorte: Ende 2012 / Ziel Ende 2015
  • Kapital: Nötige Investitionen
  • Kennzahlenanalyse: Stabilität / Dynamik / Verdienst
  • Expertenbewertung: Marke und Reputation / Wettbewerb und Zukunftschancen

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8 Kommentare
  • TRUE Franchiseberatung / H.-J. Kölln 6. Oktober 2013 13:05

    Sehr geehrter Herr Förster,

    danke für Ihre Erläuterungen, die ich aber abschließend doch noch einmal kommentieren möchte.
    @ …das hält Sie aber offenbar nicht davon ab, es dennoch zu tun.

    Ja, ich habe es getan – 2012 und 2013 vergleichen. Aber nein, ich bin nicht der einzige, denn alle Systeme, die sich verbessert haben, haben entweder bereits das gleiche getan oder werden genau das noch tun, nämlich mit der höheren Punktzahl oder der besseren Platzierung werben.

    @…da Systeme aber ja der vorvertraglichen Aufklärungspflicht unterliegen, werden sie es sich gut überlegen, ob sie tatsächlich in einem Publikumsmedium, das von sehr vielen Franchise-Interessierten gelesen wird, falsche Angaben machen.

    Ihnen ist sicherlich klar, dass die Aussage in Ihrem Magazin rechtlich keine verbindliche Aussage darstellt, weil sie ausschließlich werblichen Charakter hat? Aus rechtlicher Sicht kann dort also …was immer … behauptet werden.

    @….vergleichen wir zum einen, wenn möglich, die Angaben mit denen aus den Vorjahren,

    Die Kontrolle scheint sich nicht auf das Jahr der Systemgründung zu beziehen, was, einen Einblick auf die Qualität der Überprüfung der Angaben zuzulassen scheint.

    @…Wir drucken im Heft ja nur einen kleinen Teil der Daten ab,

    Das genau ist der Punkt. Man sollte nicht von Transparenz reden, wenn es für den Leser keine gibt. Die Zeiten an den Glauben des Orakels von Delphi sind vorbei, heutzutage erwartet man nicht nur ein Ergebnis, sondern auch Details und Begründungen. Man hat uns in den Medien ja vor Augen geführt, das malende Elefanten mit ihrem Bildern durchaus hohe Preise erzielen können und Affen mit ihrer Vorhersage zu Aktienkursen ähnlich erfolgreich wie die Profi-Broker waren. Ergibt sich womöglich für den Franchise-Interessenten ein vergleichbares Bild über den Wert und den Inhalts eines solchen Rankings?
    …..
    Hier ein Ausschnitt, wie es von den Systemen dargestellt wird (Quelle: Hallo Pizza zu Ihrem Platz 3 in der Gastro-Branche auf O2ELF.net):
    …dies ergab die Branchen-Analyse des unabhängigen Wirtschaftsmagazins impulse von rund 1.000 aktiven Franchise-Unternehmen in Deutschland.
    –> Ich denke, dies sagt alles…..

    Ich hätte mir natürlich auch Antworten zu meinen anderen Fragen (DFNV-Teilnahme, KFC-Achterbahn, der fehlenden Frage im Bewerbungsbogen usw.) gewünscht, aber tatsächlich auch nicht ernstlich erwartet.

    MfG – Kölln

    PS.: Nochmals sei hier auf die Kritik (s.o.) im Franchise-Blog hingewiesen, die, wie ich finde, das Ranking gut beleuchtet und den Nährwert für Franchise-Interessenten zu Ihrer Behauptung wohl klar relativiert und mit Fakten belegt.

  • Nikolaus Förster 2. Oktober 2013 20:43

    Sehr geehrter Herr Kölln,
    ich wiederhole mich gerne: Unsere jährliche Rangliste ist eine Orientierung für potenzielle Franchisegründer, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es geht darum, Interessierten etwas an die Hand zu geben, so dass sie sich ein besseres Bild machen können. Dazu erheben und analysieren wir die Daten, ergänzt um die Voten von Experten. Die Vorjahresplatzierungen haben wir extra nicht aufgeführt, da – bei leicht veränderten Kriterien – ein Vergleich methodisch schwierig ist. Das hält Sie aber offenbar nicht davon ab, es dennoch zu tun.
    Aber lassen Sie mich gerne auf Ihre grundsätzlichen Fragen eingehen: Nicht beantwortete Fragen werden mit 0 Punkten bewertet, von „Nicht-Müssen“ kann also keine Rede sein. Die ausgewiesenen Bereiche wie „Dynamik“, „Verdienst“ etc. setzen sich jeweils aus mehreren Kriterien zusammen, so dass ein besonders gutes oder schlechtes Abschneiden bei einem Einzelkriterium noch nicht bedeutet, dass der gesamte Bereich entsprechend bewertet wird. Wir drucken im Heft ja nur einen kleinen Teil der Daten ab, die wir in unseren Fragebögen erheben; andere Daten sind vertraulich, werden also nicht als solche veröffentlicht, aber in der Bewertung berücksichtigt.
    Was die Experten angeht, habe ich diese Gruppe in den vergangenen Jahren vergrößert, vor allem um unterschiedliche Perspektiven auf die Systeme zu haben (Wissenschaft, Berater, Juristen, Banken). Dies bedeutet auch, dass das Votum eines einzelnen Experten nicht groß ins Gewicht fällt. Selbst wenn jemand also versuchen würde, ein System über die Maßen positiv oder negativ zu bewerten, was ich bislang nicht erlebt habe (bei uns laufen die Voten ja zusammen), würde das angesichts der Anzahl von Experten nicht ins Gewicht fallen. Ihre Bewertung – also die Summe von neun Voten, die unabhängig voneinander abgegeben werden und woraus anschließend ein Mittelwert gebildet wird – zeichnet stattdessen, wie ich finde, ein ziemlich gutes Bild, wie die einzelnen Systeme in der Branche gesehen werden. Dass dies nicht allen passt, ist nicht verwunderlich, sollte man aber nicht auf die Methodik schieben. Im Übrigen kommt es auch vor, dass ein Experte einmal ein System nicht bewertet, wenn ihm dazu zu wenige Informationen vorliegen. Dann wird die Summe der abgegebenen Punkte entsprechend durch weniger Experten geteilt. Was die Zusammensetzung des Expertengremiums angeht, gibt es immer wieder einmal Veränderungen. Ob wir für 2014 noch zusätzliche Experten aufnehmen, haben wir bislang nicht diskutiert.
    Was die Richtigkeit der Angaben im Fragebogen angeht, vergleichen wir zum einen, wenn möglich, die Angaben mit denen aus den Vorjahren, recherchieren selbst nach, wenn uns etwas als nicht plausibel erscheint. Wir ziehen auch – nach einem festgelegten Bewertungssystem – Punkte ab, wenn etwa bei den Wachstumsprognosen überzogene Angaben gemacht werden. Was wir nicht leisten können, ist eine Überprüfung sämtlicher Daten. Da Systeme aber ja der vorvertraglichen Aufklärungspflicht unterliegen, werden sie es sich gut überlegen, ob sie tatsächlich in einem Publikumsmedium, das von sehr vielen Franchise-Interessierten gelesen wird, falsche Angaben machen.
    Ihnen steht es frei, wie schon in der Vergangenheit die Methodik des Franchise-Rankings anzugreifen. Ihre Einwände habe ich entsprechend kommentiert. Absurd ist allerdings Ihr Vorschlag, die Rangliste künftig als Anzeige zu kennzeichnen. Leider gibt es ja gerade im Franchising viel zu wenige Medien (oder andere Akteure), die sich unabhängig mit dem Thema beschäftigen. Wir tun es. Verpflichtet sind wir unseren Lesern, sonst niemandem.
    Mit freundlichem Gruß, Nikolaus Förster

  • TRUE Franchiseberatung / H.-J. Kölln 2. Oktober 2013 15:58

    Sehr geehrter Herr Förster,
    wenn Sie meinen Kommentar genau lesen, steht dort, dass sich die Skala, „…evtl. mit gutem Grund….“, geändert haben kann. Ob der Grund gut ist, wenn Sie z.B. die Entwicklung von Betriebsgesellschaften statt einzelner Franchisenehmer positiver bewerten, bleibt dahingestellt. Ich glaube, die Mitarbeiter von 93 BK/Y-K Standorten sehen das anders.

    Was aber glauben Sie, wer die Erklärung Morgen oder in einem Jahr für einen Vergleich noch parat hat? Was bleiben wird, ist die Tabelle und der Vergleich von Platzierungen und Kennzahlen.

    Im übrigen verweise ich auf den Beitrag

    http://franchise-blog.de/50-besten-franchise-systeme-kommentar-franchise-ranking-2013/

    ….ich denke, dort wird klipp und klar gesagt, was Sache ist.

    Zum Thema Transparenz?
    – Warum müssen Fragen von manchen Systemgebern einfach nicht beantwortet werden (k.A.)?
    – Wie funktioniert die Punktevergabe der „Experten“? Wie wird verhindert, dass die
    Franchiseberater a la Wingral & Co. und Franchiseanwälte nicht ihre Mandanten pushen
    können (einzeln oder auch gemeinschaftlich)?
    – Warum ist der DFNV nicht in der Expertenrunde vertreten?
    – Wie kann KFC platzmäßig vom Himmel zur Hölle fahren…und wieder zurück?
    – Wie messen Sie die Fluktuation, wenn genau die Fragen nach „Beendigungen pro Jahr“ gestrichen worden sind? Wie unterscheiden Sie vorzeitige Abbrüche und reguläre Beendigungen?
    – Wie kontrollieren Sie, ob die Angaben in den Fragebogen überhaupt der Wahrheit entsprechen? (Beweise, dass die Angabe nach Standorten und Franchisenehmern zum Teil völlig überzogen von Ihnen ungeprüft übernommen worden sind, habe ich Ihnen bereits 2012 geliefert. Wie kann es aktuell sein, dass ein System in 2012 ein anderes Gründungsdatum angibt, als 2013 – und Sie bemerken nicht, was mir bei oberflächlicher Durchsicht ins Auge springt?)

    Mir würden noch ein Dutzend andere Fragen einfallen. Aber ich bin mir sicher, dass Ihre Antworten zwar geschliffen und freundlich sein werden, aber letztlich dem Anliegen nach Transparenz für Franchisenehmer kaum hilfreich sein werden.

    Ich finde es OK, wenn es so etwas wie das Impulse Ranking gibt. Aber es sollte meiner Meinung nach sowohl über den Artikeln wie auch über der Tabelle deutlich das Wort „Anzeige“ prangen, wie es meines Wissens das Presserecht in vergleichbaren Bereichen vorsieht.
    Ein Vergleich, eine gute Orientierung braucht mehr als 1-2 Kreuze, Nullen oder Striche deren Herkunft und Motivation mir mehr als ungewiss und dubios erscheint.

    Gruß – H.-J. Kölln

  • Nikolaus Förster 1. Oktober 2013 00:48

    Sehr geehrter Herr Kölln,
    offenbar haben Sie unsere Erläuterungen zu unserem Ranking nur kurz überflogen oder überlesen. Wir haben die Bewertungskriterien an einigen Stellen gegenüber dem Vorjahr verändert, deshalb geben wir auch keine Vorjahresplatzierungen an. Im Heft wird darauf hingewiesen, dass sich auf Grund der geänderten Kriterien die Platzierungen von 2012 und 2013 nicht miteinander vergleichen lassen. Was haben wir im Einzelnen geändert? Statt der Anzahl der Franchisenehmer wird jetzt stärker die Zahl der Standorte bewertet, auch wird die Fluktuation von Franchisenehmern stärker in die Bewertung aufgenommen. Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Zeit, wie lange die Franchisepartner brauchen, um den Break-even zu erreichen, sowie die Investitionen, die getätigt werden müssen. Dass in diesem Jahr höhere Gesamtpunktzahlen ausgewiesen werden, hat nichts mit der Qualität der Systeme zu tun, sondern mit der Anzahl der hinzugezogenen Kriterien. In den Bereichen „Dynamik“ und „Verdienst“ haben wir jeweils mehr Einzelkriterien als in der Vergangenheit berücksichtigt, ohne dass dies die Gewichtung dieser Bereiche im Vergleich zur Gesamtpunktzahl entscheidend verändert. Entsprechende Verschiebungen gab es auch bei den Voten der Experten.
    Mit freundlichem Gruß,
    Nikolaus Förster

  • TRUE Franchiseberatung / Hans-Joachim Kölln 30. September 2013 15:01

    Hallo Herr Förster,

    ich kann ja gut verstehen, dass Sie das Ranking und die Methodik verteidigen. Es fragt sich für den Franchise-Interessenten, wo er, im Netz nach Informationen suchend, eine wertvolle, verlässliche und neutrale Quelle findet, wo er schlicht der verkappten PR aufliegt und wo Informationen, vielleicht sogar ungewollt, eher dazu angetan ist, den Leser trotz vielleicht guter Absicht, in die Irre zu führen.

    Nun gehören also Systeme wie Zaunteam, Marc’o Polo, Accor usw. nicht mehr zu den führenden Systemen „im Lande“, andere werden sich in Kürze, verdient oder unverdient, die Federn der „Top 50 im Lande“ an den Hut stecken.

    Wenn man Ihr Ranking 2013 betrachtet (Ihre Betonung liegt ja auf „Kennzahlenanalyse und Bewertung der Experten), fällt einem zunächst auf, dass die Skala der Bewertungen, trotz gleicher Beschreibung der Methodik, scheinbar einer Inflation von ca. 50% unterlegen ist.
    Dafür mag es evtl. einen guten Grund geben (den ich aber nicht entdecken kann), aber was soll der Suchende davon halten, wenn sich die aktuelle Bewertung mit der in 2011, 2012 nur schwer oder gar nicht vergleichen lässt?
    Platz 1 – 50: 2012–> 97,2 – 65,5 Punkte ABER 2013–> 138,8 – 80,8 Punkte.

    So leitet sich daraus nicht nur ab, dass Firmen wie Portas, Futterhaus, CityMap, vfm oder Premio Reifen trotz deutlich höherer Punktezahl erheblich an Plätzen verloren haben, die aktuelle Bewertung der 6 Newcomer hätte diese in 2012 locker in die Top 20 befördert.

    KFC springt von 2011 Platz 30, über Platz 90 in 2012, wieder vor auf Platz 24 in 2013 – ohne Nennung von Gründen und Burger King kommt, trotz einer katastrophalen Presse, und kaum einer nennenswerten Angabe (K.A., k.A., K.A…) auf Platz 21 mit über 100 Punkten nach 72 Punkten in 2012.

    Calory Coach verliert in einem Jahr 11 Franchisenehmer (Impulse von 76 auf 65 – wohl auch entsprechend viele Standorte, wenn man die Partner-Angabe beim DFV nimmt, sogar 20, nämlich von 85 auf 65). Aber es geht in Sachen Stabilität locker von „+“ auf „+++“.
    Clever Fit verdoppelt fast die Punktezahl und landet von 2012 Platz 58 nun auf Platz 17 – verblüffend -was haben die gemacht?

    Soll sich der Franchise-Interessierte Jahr für Jahr zunächst per Eigenanalyse Ihrer Analyse ein Bild machen müssen? Dass wir ja schon aus dem letzten Jahr wissen, dass Ihre sogenannten Experten keine Detail-Prüfung machen, erklärt, warum Systeme offenbar 2012 in anderen Jahren gegründet worden sind, als 2013. Aber die Damen und Herren sollten sich zwischen Lunch, Dinner und Nightcup wenigstens einmal die Mühe machen, ihre eigenen Bewertungen des letzten Jahres anzusehen.

    Ich stimme mit Ihnen überein, dass sich die Systeme vorwiegend aus Gründen der mangelnden Bereitschaft für die Offenlegung ihrer Zahlen in diesem Jahr noch mehr verweigert haben, teilzunehmen. Das ist, was ich mit einem toten Pferd meine, Impulse ist offensichtlich von den Systembetreibern abgewatscht worden.

    Im nächsten Jahr werden Sie daher den Fragebogen wohl noch etwas oberflächlicher halten müssen, die Bewertung noch einmal ändern (z.B. wer ´überhaupt im DFV ist, erhält 15 Bonuspunkte, wer der Form halber den Systemcheck beantragt hat, 30 Punkte usw.) und der Leser wird sich wieder fragen, warum er EUR 7,50 für dieses Information ausgegeben hat.

    Ein Tipp am Rande: Lassen Sie dir Rubrik „Ziel Partner/Standorte 2015 …“ völlig weg. Denn dort hört man ja mehr als deutlich, wie sich die Balken biegen.

    Fazit 2013: In den anfangs genannten Kategorien der Informationsquellen im Netz für Franchisenehmer oder -interessenten sehe ich das Ranking nach wie vor in der Kategorie 3 – irreführende Informationsquelle – und das ist meiner Meinung nach auch nicht besser als die Tatsache, dass es die Kategorie 1 leider im Netz gar nicht gibt?
    MfG . Hans-J. Kölln

  • Michael Kittlitz 27. September 2013 21:01

    Wenn man den Einleitungstext des Artikels liest, nach dem angeblich Systeme aufgrund der kurzen Zeitspanne für die Antwort nach dem Management-Buyout nicht geantwortet hätten, so darf ich feststellen, dass wir – die PC-Feuerwehr – gar keinen Fragebogen erhalten haben.

    Man dürfte erwarten, dass die Redaktion bei Systemen die seit sechs Jahren in den TOP 100 waren wenigstens mal nachfragt, wenn keine Rückmeldung kommt.

    Immerhin gibt die Redaktion indirekt zu, dass Aufgrund des Management-Buy-Outs dort nicht alles ‚rund‘ lief.

    Ich bin jedenfalls unzufrieden und kann dieses Ranking dieses Jahr deshalb überhaupt nicht ernst nehmen und denke es hätte sowohl dem Franchising, wie auch der Redaktion und der Wertigkeit dieser Beitragsserie und damit dem Image des Magazins selbst gut zu Gesicht gestanden, lieber einen Monat später zu erscheinen und dafür sorgfältig zu arbeiten!

  • Nikolaus Förster 27. September 2013 18:30

    Hallo Herr Kölln, natürlich wäre es wünschenswert, wenn sich mehr Systeme an unserem jährlichen Ranking beteiligen würden. Die Bereitschaft, mit Zahlen transparenter umzugehen, ist in der Branche aber leider weiterhin begrenzt. Bei einigen Systemen hat es offenbar auch daran gelegen, dass sie den Fragebogen – wegen unseres MBOs – zu spät erhalten haben. Ihre Einschätzung, dass es sich um ein „totes Pferd“ handelt, teile ich nicht. Ich glaube weiterhin, dass sich aus dem Ranking spannende Erkenntnisse ableiten lassen. Aber natürlich kann dies für einen Gründer, der überlegt, in die Branche einzusteigen, nur ein Element sein. Das Ranking – also unsere Kennzahlenanalysen und die Bewertungen der Experten – kann aber dazu beitragen, sich ein möglichst gutes Bild zu machen. Mit freundlichem Gruß, Nikolaus Förster (Chefredakteur impulse)

  • TRUE Franchiseberatung / Hans-Joachim Kölln 27. September 2013 14:20

    Man sagt es ist ein Sprichwort der Dakota:
    „Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steig ab!“

    Nun sind aus 100 prämierten Systemen aus der Rubrik “ … Wer sind die Besten im Land?…“ nur noch 50 geworden. Und dies mangels Masse der Systeme, die diese minimale Transparenz herstellen wollten, um teilnehmen zu können. Sogar die Teilnahme war für 2013 wieder entschärft, während der Fragebogen 2012 noch analog zu den Neugründungen und dem Bestand auch nach den Geschäftsbeendigungen pro Jahr abfragte, ist diese Angabe für 2013 wieder verschwunden. Trotzdem: 2011 = 150 Systeme, 2012 = 130 Systeme, 2013 nur noch 80 Teilnehmer, die Tendenz ist klar ersichtlich.

    Szenario 2020: „Impulse prämiert die besten 2 Systeme aus ganz Deutschland“
    (von 3 teilnehmenden Systemen).

    Ich bin wirklich gespannt, wie viele Systeme nun in den Top 50 sein werden, die sich 2011 und 2012 knapp im hinteren Viertel behaupten konnten.
    Und die aktuell so prämierten Systeme werden sich nun elitärer darstellen können, denn sie gehören ja nun zu den 50 besten Systemen, nicht mehr nur zu den 100 besten Systemen.

    Wann wird das Impulse-Magazin endlich erkennen, dass das tote Pferd sich auch nicht mehr bewegen wird, wenn man es weiterhin schlägt.

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