Gründung Innosabi: Weil der Kunde am besten weiß, was der Kunde will

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Die vier Gründer von Innosabi: Hans-Peter Heid, Catharina van Delden, Jan Fischer, Moritz Sebastian Wurfbaum (von links nach rechts).

Die vier Gründer von Innosabi: Hans-Peter Heid, Catharina van Delden, Jan Fischer, Moritz Sebastian Wurfbaum (von links nach rechts).© Innosabi

Auf der Plattform des Münchener Start-ups Innosabi können sich Firmen mit ihren Kunden vernetzen. So sollen bessere Produkte entstehen. Hat die Start-up-Idee Potenzial? Der impulse-Cashtest.

Innosabi im Ideen-Check: Wie funktioniert die Idee?

Catharina van Delden: Innosabi ist eine Plattform für die Vernetzung zwischen Unternehmen und Kunden. Man spricht schon seit Jahren viel über Open Innovation und Crowdsourcing. Unternehmen stellen sich deshalb mittlerweile die Frage: Wie kann ich zusammen mit meinen Kunden neue Produkte entwickeln? Noch kommen die meisten Kunden erst zum Markteintritt mit den für sie konzipierten Produkten in Berührung. Wie früh man sich austauschen und vernetzen will, ist allerdings eine Frage der Unternehmenskultur.

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Innosabi im Konkurrenz-Check: Gibt’s das schon?

Catharina van Delden: Customer Engagement in der Produktentwicklung existiert als Phänomen etwa in sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu Facebook und Co. bietet unsere Innosabi Crowd Plattform eigens zusammenstellbare Kommunikations- und Analysetools für einen individuellen Kundenkontakt.

Innosabi im Sales-Check: Wer sind die Kunden?

cashtest_logo_Folge09Catharina van Delden: Bisherige Kunden von uns sind: Haribo, Continental, Liebherr, TÜV Süd oder Ford. Wir zielen auf große Unternehmen, die ihre Produkte nicht nur für, sondern langfristig mit ihren Kunden entwickeln wollen, aber häufig nicht den direkten Draht zu ihnen haben. Ein wichtiger Faktor dafür ist die richtige Technologie. Ohne sie funktioniert der Entscheidungsfindungsprozess mit tausenden Leuten nicht.

Innosabi im Kapital-Check: Wie finanziert sich das Ganze?

Catharina van Delden: Wir haben die Firma damals ohne Fremdkapital hochgezogen. Zusammen mit verschiedenen Stipendien und Preisen sowie sehr früh generierten Umsätzen konnten wir die Firma stabil wachsen lassen. Mittlerweile finanzieren wir uns über unseren Umsatz.

Innosabi im Risiko-Check: Was kann schiefgehen?

Catharina van Delden: Viele Unternehmen sehen in einer frühzeitigen Kundenkommunikation eine Bedrohung. Obwohl es sich um eine Chance handelt. Es stimmt natürlich, dass frühzeitiges Sich-Öffnen Mut erfordert. Unternehmen müssen sich zudem fragen: Was hat der Nutzer von der Teilnahme? Warum sollte er mitmachen? Allerdings reicht es nicht, dass der Kunde dabei Spaß hat. Vielmehr geht es darum, Bedürfnisse zu erkennen, die am Markt noch nicht befriedigt werden. Am Ende muss das Unternehmen sagen können: Auf diese Kundenwünsche kann ich eingehen, das passt zu meiner Marke. Das gilt übrigens auch für uns: Auch wir müssen uns nach den Wünschen unserer Kunden immer wieder neu ausrichten.

Die Gründung von Innosabi in Zahlen

Vorlaufzeit: 2 Jahre
Startkapital: 0 Euro
http://innosabi.com

Die Gründer von Innosabi

Catharina van Delden war vor ihrer Selbstständigkeit bei OSRAM im Marketing aktiv, unter anderem bei OSRAM Indien. Catharina hat einen MBA an der TU München und UC Berkeley absolviert und ist nun bei Bitkom im Präsidium aktiv.

Jan Fischer ist diplomierter Maschinenbauer und verantwortet im Innosabi-Team das Business Development. Hans-Peter Heid, der CTO von Innosabi, ist ebenfalls Alumnus der TU München im Bereich Elektronik mit viel Programmiererfahrung. Moritz Sebastian Wurfbaum hat bereits mit 16 zum ersten Mal eine Firma für Web-Applikationen für Architekten gegründet.

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