Gründung Kickstarter: Die wichtigsten Fakten zum Start in Deutschland

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist nun auch in Deutschland eine Anlaufstelle für Kreativprojekte, die finanzielle Unterstützung suchen.

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist nun auch in Deutschland eine Anlaufstelle für Kreativprojekte, die finanzielle Unterstützung suchen.© aleksander1 - Fotolia.com

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat nun einen deutschen Ableger. Was sich dadurch für Gründer ändert und welche Projekte sich zum Start vorstellen.

Was ist Kickstarter überhaupt?

Kickstarter ist die weltweit größte Crowdfunding-Plattform für Kreativprojekte. Das US-Unternehmen wurde 2009 von Perry Chen und Yancey Strickler gegründet. Nach Angaben von Kickstarter haben bisher mehr als acht Millionen Menschen über 1,5 Milliarden US-Dollar über die Plattform zusammengetragen. 83.000 Kampagnen erreichten ihr Finanzierungsziel – das entspricht 38 Prozent der eingestellten Projekte.

Was ändert sich mit dem Deutschland-Start für die deutschen Nutzer von Kickstarter?

Gründer können ihre Projekte nun auch auf Deutsch beschreiben, wahlweise aber auch auf Englisch oder zweisprachig. Außerdem lässt sich das Finanzierungsziel in Euro eingeben. Bei einer erfolgreichen Finanzierung werden die Geldbeträge in Euro eingesammelt.

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Und, das dürfte wohl die wichtigste Neuerung für Gründer sein: Beträge können nun auf ein deutsches Bankkonto ausgezahlt werden. Wer bisher über Kickstarter Förderer für sein Projekt suchte, musste ein amerikanisches Bankkonto angeben.

Welche deutschen Projekte präsentieren sich zum Deutschland-Start von Kickstarter?

Zu den ersten deutschen Projekten auf Kickstarter gehört unter anderem Miito, eine intelligente Alternative zum Wasserkocher, Noki, ein Türschloss, das den Haustürschlüssel überflüssig macht, Bocusini, der weltweit erste Plug & Play 3D-Lebensmitteldrucker, und das Online-Rollenspiel „Das Tal„.

Welche Gründer können Projekte bei Kickstarter vorstellen?

Kickstarter ist die weltweit größte Crowdfunding-Plattform für Kreativprojekte und richtet sich an Erfinder, Filmemacher und Kreative. Den Start-ups stehen 15 Kategorien von Film und Design über Musik und Spiele zur Verfügung, in die sie ihre Ideen einsortieren können.

Wie kann man Projekte bei Kickstarter finanziell unterstützen?

Finanzierungsbeiträge können mit Visa-, MasterCard- oder American Express-Karte gezahlt werden. Nutzer, die Projekte mit Standort in Deutschland mit bis zu 250 Euro unterstützen, können außerdem per Lastschrift zahlen.

Was passiert, wenn das Finanzierungsziel nicht erreicht wird?

Es gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip: Unterstützen genug Menschen ein Projekt, wird der zugesagte Betrag nach Ablauf der Finanzierungsphase von allen Unterstützern eingezogen und an den Projektgründer ausbezahlt. Erreicht ein Projekt sein Finanzierungsziel nicht, wird kein Geld abgebucht.

Was kostet es für Gründer, Kickstarter als Plattform zu nutzen?

Kickstarter zieht eine Gebühr in Höhe von fünf Prozent der Gesamtfinanzierungssumme ab, wenn das Finanzierungsziel erreicht wird. Scheitert die Crowdfunding-Kampagne, werden keine Gebühren fällig. Darüber hinaus kassiert der Abrechnungspartner drei Prozent der Einnahmen für die Abwicklung der Beiträge sowie 20 Cent pro Finanzierungsbeitrag.

Welche Kickstarter-Kampagnen waren die größten Erfolge?

Der bisher größte Crowdfunding-Erfolg bei Kickstarter war die Smartwatch Pebble Time: Binnen 30 Minuten sammelten die Gründer eine Million Dollar für ihr Projekt. Andere prominente Beispiele sind die Android-Konsole Ouya und die Videobrille Oculus Rift.

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