Gründung Neil Young wird Firmenchef bei Musik-Start-up

Neil Young geht unter die Unternehmer: Das von ihm angeschobene Projekt "Pono" will einen Musikplayer mit besonders gutem Sound auf den Markt bringen. Über sechs Millionen Dollar wurden dafür bei Internet-Nutzern eigesammelt. Der Sänger übernimmt jetzt bei dem dazugehörigen Start-up die volle Verantwortung.

Der kanadische Musiker Neil Young ist mit 68 Jahren ein Firmenchef geworden. Young übernahm den Spitzenjob bei dem von ihm ins Leben gerufenen Start-up Pono, das ein Abspielgerät und einen Download-Dienst für Musik in besonders guter Qualität auf den Markt bringen will. Pono nahm dafür bei Internet-Nutzern gut 6,2 Millionen Dollar ein. Young ist die treibende Kraft hinter dem Projekt, hatte aber die Firmenführung aber bisher anderen überlassen.

Der Dienst werde bis Ende des Jahres in den USA, Kanada und Großbritannien starten, gab am Montag die Musikplattform Omnifone, die den Download-Shop als Partner betreiben soll. Omnifone hat rund 35 Millionen Songs in hoher Qualität im Angebot.

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Während mobile Musikplayer mit dem Vormarsch der Smartphones bereits totgesagt wurden, zeigt das Interesse an Youngs Idee, dass es zumindest einen potenziell lukrativen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität gibt. Den angestrebten Betrag von 800.000 Dollar hatte das «“PonoPlayer“-Projekt schon am ersten Tag eingesammelt. Bisher hieß es, die PonoPlayer der ersten Generation sollen im Oktober für 399 Dollar auf den Markt kommen. Die Entwickler setzen nicht auf verlustbehaftete Kompressionsformate wie MP3 oder AAC, sondern auf das verlustfreie Format FLAC mit hoher Auflösung. Die FLAC-Dateien klingen besser, sind aber auch grundsätzlich größer.

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