Gründung Otto Group investiert verstärkt in Start-ups

Die Konzern-Zentrale der Otto Group in Hamburg-Bramfeld.

Die Konzern-Zentrale der Otto Group in Hamburg-Bramfeld.© Otto-Pressebild

Der Versandhändler Otto ändert seine konservative Unternehmensstrategie und investiert weltweit in aufstrebende Start-ups.

 

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Der Versandhändler Otto verstärkt seine Investmentaktivitäten. Nachdem bereits zu Beginn des Jahres ein 50 Millionen- Investment in den deutschen Inkubator Project A bekannt wurde, verstärkt der Konzern seine Aktivitäten in Brasilien. Laut „Spiegel“ beteiligt sich die Otto Group mit 20 Millionen Dollar an einem 130 Millionen Dollar schweren Investmentfond für Start-ups in Brasilien. Brasilien gilt als eines der am schnellsten wachsenden und aufstrebenden Schwellenländer der Welt und bietet gute Chancen für erfolgreiche Investments.

Der Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung von Otto mit der Aufgabe seiner konservativen Linie ist nicht zuletzt dem starken Konkurrenzdruck geschuldet. Internetversandhändler wie Amazon oder Zalando dringen durch ihre Angebote in das bisherige Kerngeschäft von Otto vor. Um nicht das Schicksal von Quelle oder Neckermann zu erleiden, hat man sich in der Konzernleitung zu diesem Schritt entschieden.

Ende des Jahres 2011 hatte Otto daher angekündigt, vermehrt in eigene brasilianische Onlineshops zu investieren und den aufstrebenden Markt damit zu erschließen.Die Hoffnung auf starke Gewinne durch Beteiligungen an schnell wachsenden Unternehmen ist für Otto nicht ohne Risiko. Im Falle einer Insolvenz oder Pleite ist das investierte Geld verloren. Aus diesem Grund arbeitet Otto mit der Firma e.ventures zusammen. Insgesamt 200 Millionen Dollar investiert der Konzern zusammen mit e.ventures in fünf Fonds weltweit und dies über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.

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