Gründung „Rach und die Restaurantgründer“: Das können Start-ups lernen

In seiner neuen TV-Show "Rach und die Restaurantgründer" hilft Christian Rach Gründern bei der Eröffnung eines Restaurants.

In seiner neuen TV-Show "Rach und die Restaurantgründer" hilft Christian Rach Gründern bei der Eröffnung eines Restaurants.© Maria Schleicher / ZDF

In der neuen ZDF-Gründershow begleitet der ehemalige Sterne-Koch Christian Rach Start-ups, die sich in der Gastronomie selbstständig machen wollen. Was Unternehmen von der Show lernen können.

Immer mehr Gründershows finden ihren Weg ins Fernsehprogramm. Im ZDF können Zuschauer jetzt bei „Rach und die Restaurantgründer“ zusehen, wie Gründungswillige ein Restaurant eröffnen. Schützenhilfe bekommen sie von Christian Rach, bekannt aus der RTL-Serie „Rach, der Restauranttester“. Der 57-Jährige qualifiziert sich aber nicht nur als Sternekoch zum Berater für junge Restaurants. Er selbst hat mehrere Restaurants und einen Imbiss gegründet und zahlreiche Gründungen mit angeschoben. Vor fast 30 Jahren machte er sich das erste Mal in der Hamburger Innenstadt mit dem Restaurant „Leopold“ selbstständig – und wurde später als Sternekoch ausgezeichnet.

„Die Gründer haben eine Idee, aber kein Konzept“

In der ersten Episode von „Rach und die Restaurantgründer“ will der Gründerberater einem Paar aus Sachsen-Anhalt helfen, das in der Kleinstadt Teutschenthal einen Gasthof eröffnen möchte. Die Finanzierung wackelt, der Zeitplan bis zur Eröffnung ist knapp und die Gründer haben bisher noch nie in der Gastronomie gearbeitet. Die Bedingungen sind also denkbar schlecht, für Christian Rach gibt es viel Anlass zum Kopfschütteln.

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Aber Rach stellt die richtigen Fragen: „Wie investieren Sie?“, „Welche Rechtsform haben Sie gewählt?“ oder „Warum wollen Sie unbedingt selbstständig sein?“ – und rückt so das Unternehmertum in den Fokus. Auch die Finanzierung rechnet der Mentor genau durch und schaut alle Verträge noch einmal im Detail an. Rachs Urteil: Die Gründer haben eine Idee, aber kein Konzept. Das gehe vielen Existenzgründern so, weiß der Restaurantberater. In der ersten Folge von „Rach und die Restaurantgründer“ gibt er Tipps, von denen auch andere Start-ups lernen können.

Was Unternehmen von „Rach und die Restaurantgründer“ lernen können

1. Kredite nicht zu jeden Konditionen annehmen

Die Restaurantgründer haben keinen Bankkredit bekommen und daher eine Finanzierung mit einer benachbarten Brauerei abgeschlossen, von der sie sich im Gegenzug unter anderem verpflichten, eine feste Menge Bier im Monat abzunehmen. „Solche Finanzierungen sind möglich, sollten aber nicht zu jeden Konditionen eingegangen werden“, sagt Christian Rach. Die Zinshöhe sollte auch bei Geschäftspartnern nicht zu weit von denen der Bank abweichen, findet Rach. „Es ist wichtig, mit dem Geschäftspartner auf Augenhöhe zu bleiben.“ Auch wenn sich ein Angebot auf den ersten Blick empfiehlt, sollten Gründer immer vergleichen und verhandeln, empfiehlt der Gründerberater.

2. Unternehmerisch statt emotional entscheiden

Der Eröffnungstermin des Restaurants in Teutschenthal war knapp kalkuliert. Wenige Stunden bevor die Türen des Gasthofs zum ersten Mal öffnen sollen, ist die Küche noch nicht einsatzbereit und die Nerven der Gründer liegen blank. „In solchen Situationen muss man unternehmerisch handeln, nicht emotional“, sagt Rach zu den Gründern und rät ihnen, die Eröffnung zu verschieben. Es sei besser zuzugeben, dass man sich verkalkuliert habe, als mit letzter Kraft eine Eröffnung zu stemmen. „Der erste Eindruck zählt nun mal,“ sagt der mehrfache Gründer.

3. Das Wichtigste ist der Wille

Die Restaurantgründerin arbeitet Vollzeit, hat drei Kinder und will nun noch ein Restaurant eröffnen. Diese Doppelbelastung wäre ohne den unbedingten Wunsch nach der Selbstständigkeit nicht möglich. „Für mich gibt es keinen Plan B“, sagt Gründerin Diana Bornhake. Bis in die Nacht hinein hat sie mit Freunden und Familie alles für die Restauranteröffnung aufgebaut. Auch Christian Rach ist überrascht von dem schier unerschöpflichen Durchhaltevermögen der Gründer, ist sich aber sicher: „Wenn so vieles auf wackligen Füßen bei einer Gründung steht, muss der Wille da sein. Das ist der sicherste Weg, trotz Rückschlägen sein Ziel zu erreichen.“

4. Auch Quereinsteiger haben eine Chance

Gerade in der Gastronomie sind Quereinsteiger nicht ungewöhnlich, weiß der Gründerberater. Damit auch fachfremde Gründer eine Chance haben, sei es jedoch wichtig, eine genaue Vorstellung zu haben, was man anbieten will. Neulinge gingen schnell ein Risiko ein, wenn sie zu vieles auf sich zukommen lassen wollen. Wichtig sei es außerdem, sich das fehlende Know-how schnell anzueignen, zum Beispiel über fähiges Personal.

Trotz allen Widrigkeiten der Gasthof-Gründung in Teutschenthal gelingt es den Gründern, ihr Restaurant zu eröffnen. Ob die Gründer allerdings auf Dauer vom Restaurant leben können, bezweifelt Rach. „Ich bin nicht überzeigt, dass es klappen wird.“ Die einzige Chance sieht Rach in einer guten Mundpropagande

Die nächste Folge von „Rach und die Restaurantgründer“ läuft am 2. Juni um 20:15 Uhr auf ZDF.

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