Gründung Test: Was kann die Gründer-App des Wirtschaftsministeriums?

Die Gründer-App des BmWi

Die Gründer-App des BmWi

Die „Start-App“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie verspricht maßgeschneiderte Gründungshilfe für die IT- und Hightechszene. Wie gut ist die App wirklich? impulse.de hat sie getestet.

 

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News
Our news are good news: An jedem Werktag erscheinen hier eine Text- oder Video-Nachricht aus dem regierungsnahen Umfeld sowie Neuigkeiten und Veranstaltungstipps aus Industrie, Wirtschaft und Verbänden – ausschließlich von beteiligten Partner. So kann es auch schon einmal passieren, dass Wirtschaftsminister Rösler an zwei aufeinanderfolgenden Tagen den News Feed ziert.

Gründer-App des BmWi
Stories
Geschichten, die die Wirtschaft schreibt: Unter dem Reiter „Stories“ werden Startups von erfolgreichen IT-Gründern porträtiert. In den knapp zweiminütigen Videos stellen Unternehmer die Geschäftsidee und ihren persönlichen Gründungsweg selbst vor. Bisher ist die Auswahl noch überschaubar, die App ist allerdings auch noch neu.

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Startup
Starthilfe: Der Gründer kann sich mit der App über Förder-Angebote, Finanzierungsmöglichkeiten und Gründerpreise informieren und auf eine praktische Sammlung von Beratungs-Hotlines zurückgreifen. Eine Checklist zur Unternehmensgründung oder die Einbindung des Selbsttests „Ist die Geschäftsidee durchdacht?“ vom Existenzgründungsportal wäre ebenfalls hilfreich gewesen.

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Finanzierung
Wer gibt wem was? Die Informationen zur Finanzierung sind übersichtlich angeordnet. Insgesamt stellt die App zehn Kapitalquellen aus Krediten, Zuschüssen, Fonds und Stipendien vor – samt Risiken und Besicherung. Über einen externen Link gelangt man zu den Förderdatenbanken des Bundes.

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Zusatz
Ich will mehr: Interaktion zum Beispiel. Auch wenn die Zusatzschaltfläche den Austausch mit Experten verspricht, läuft der Kontakt eher einseitig ab. Eine Diskussionsplattform mit anderen Gründern gibt es in der App nicht. Pluspunkt: Die Links zu Internetportalen und Wegweisern sind kommentiert.

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Gründerlexikon
Gründerpedia: Hunderte Vokabeln aus den Bereichen Wirtschaft und IT füllen das Nachschlagewerk für die Hosentasche. Begriffe wie Business Angel, Online-Booking-Engine und Kapitaldienst werden in wenigen Sätzen erklärt und thematisch weiterführend auf die Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie verlinkt.

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Expertenforum
Guter Rat ist kostenfrei: Über die App können User eine Anfrage an das Expertenforum des Existenzgründungsportals der Bundesregierung schicken. Themengebiet auswählen, Anfrage formulieren und innerhalb von drei Tagen kommt die Antwort als Email – wird aber auch im Expertenforum anonym veröffentlicht. Im Test antwortete der Experte, in unserem Fall ein Unternehmensberater, schon am nächsten Tag.

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Fazit:
Für frische Jungunternehmer im IT- und Hightech-Bereich oder die, die es noch werden wollen, bietet die Start-App eine erste Orientierung. Leider bleibt sie dabei ein Nachschlagewerk ohne wirkliche Interaktionsmöglichkeiten. Auf den Austausch mit anderen Gründern oder individuelle Tests und Checklisten zu Finanzierung und Ideen müssen die Nutzer verzichten. Eine maßgeschneiderte Startup-Hilfe, wie das Ministerium verspricht, ist die Anwendung also nicht. Durch die übersichtlich angelegten Informationen, zum Beispiel im Gründerlexikon, sparen sich Gründer zwar die langwierige Recherche im Internet, gerade die Klientel aus der Hightech-Szene erwartet aber sicherlich mehr von einer App.

 

Download: Die Start-App bei itunes

Download: Die Start-App bei Google-Play

 

Autorin: Liske Jaax

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