Gründer-News Vorurteile: Was etablierte Unternehmen über Start-ups denken

Ein typisches Vorurteil: In Start-ups geht es chaotisch zu, die Gründer sind aber voller kreativer Ideen.

Ein typisches Vorurteil: In Start-ups geht es chaotisch zu, die Gründer sind aber voller kreativer Ideen.© lassedesignen / Fotolia.com

Wenn etablierte Unternehmen und Start-ups zusammenarbeiten, können beide Seiten profitieren. Einer Kooperation stehen jedoch Vorurteile im Wege, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Keine Ahnung vom Geschäft, ruckzuck pleite und außerdem völlig chaotisch: Fragt man in etablierten Unternehmen, was sie von der Zusammenarbeit mit Start-ups halten, bekommt man einige Vorbehalte zu hören. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Gründer-Magazine The Hundert und Berlin Valley im Auftrag von Microsoft, bei der 70 Gründer und 39 etablierte Unternehmen befragt wurden.

Die größten Bedenken der etablierten Unternehmen:

Anzeige
  • Unrealistische Vorstellungen in Bezug auf Kooperationsmöglichkeiten: 43,6 %
  • Schnell wieder vom Markt verschwunden: 38,5 %
  • Chaotisch / unzuverlässig: 25,6 %
  • Geringe Bereitschaft, von etablierten Unternehmen zu lernen: 25,6 %

Mindestens ebenso groß ist umgekehrt die Skepsis bei den Start-ups. Etablierte Unternehmen könnten sie ausbremsen, gaben viele Gründer als Hindernis für eine Zusammenarbeit an (67,1 Prozent). Außerdem meinen sie, etablierten Unternehmen fehle es an Mut (50 Prozent) und Innovationsfreude (48,6 Prozent).

Wie beide Seiten zu profitieren hoffen

Keine Chance also für eine Zusammenarbeit zwischen Old Economy und Jungen Wilden? Ganz so schwarz sieht es dann doch nicht aus. Auch trotz aller Vorbehalte: Der Wille zur Kooperation ist durchaus vorhanden. Schließlich sehen sowohl Start-ups, als auch etablierte Unternehmen die Vorteile einer solchen Allianz.

Start-ups versprechen sich durch bekannte Partner vor allem einen Image- und Vertrauensgewinn (80 Prozent). Mit Hilfe der etablierten Unternehmen hoffen sie, sich besser mit Kunden vernetzen und Märkte schneller erschließen zu können (je 64,3 Prozent).

Die größte Chance sehen etablierte Unternehmen in der Innovationskraft der Start-ups: Mehr als 90 Prozentglauben, davon profitieren zu können. Außerdem erhofft man sich Inspiration (76,9 Prozent) und einen positiven Einfluss auf die eigene Firmenkultur (53,8 Prozent).

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.