Gründung Warum gibt es eigentlich keine Folie …?

... , die sich einfach aufreißen lässt? Fragt sich unsere stellvertretende Chefredakteurin Antonia Götsch. Sie sucht gemeinsam mit Lesern Dinge, die die Welt verändern - große und kleine Einfälle, Schnaps- und Champagnerideen.

Die Idee kam mit einer Schere (rostfrei, ergonomische Softgriffe, 16 cm lang) auf meinen Schreibtisch. Drei Kollegen mühten sich, das Werkzeug aus seiner Verpackung zu befreien. Am Ende benötigten wir eine weitere Schere, um die neu gekaufte Schere endlich benutzen zu können. Absurd. Warum gibt es da keine barrierefreie Lösung? Mein Kollege Jonas wünschst sich noch viel dringlicher eine Folie, die sich ritsch-ratsch öffnen lässt. Er sammelt Schallplatten – und behandelt sie so liebevoll, dass er weder die schwarzen Scheiben, noch deren Hüllen zerkratzen möchte. Das ist bei jedem Neukauf eine neue Herausforderung (Jonas hat diese Erfahrung rund 300 Mal gemacht, seit er Platten im Internet bestellt. Zuletzt  Aurora von Ben Frost. Man kann also mit recht sagen, er hat diese Einschweißverpackungen ziemlich umfangreich getestet).

Was meinen Sie? Wie könnten Platten und Scheren klüger verpackt werden? Und: Geht das auch umweltfreundlich? Welche Verpackungen ärgern Sie?

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Ich freue mich auf Ihre Ideen (am besten hier in den Kommentaren oder auch per Mail)!

 

3 Kommentare
  • Lemmy 9. Juni 2014 00:50

    What you pay is what you get. Mit diesem einfachen Grundsatz lässt sich Ihr Problem mit der Schere beschreiben. Da diese Schere bestimmt günstig war, wurde diese auch kosten- und logistikoptimiert verpackt. Diese Blisterverpackung ist stabil und und volumengünstig und als Massenware günstig zu transportieren. Sie können eine ähnliche Schere mit Sicherheit auch schön und einfach verpackt im Fachhandel kaufen, nur halt nicht zu diesem günstigen Preis.
    Und ihr Kollege,seit wann kauft der denn Schallplatten ? Die waren zum Schutz des Covers schon seit ewigen Zeiten in Folie eingeschweißt.Beim Musikladen um die Ecke war dieser aber entfernt und die Platten standen in einer stabilen offenen Hülle wohlsortiert im Regal. Aber da man ja heute alles von der Couch mit dem Tablet in der Hand kauft, muss man sich halt die Mühe machen und den Transportschutz selbst entfernen. Ein schmales Cuttermesser ist da sehr hilfreich. Aber dieses bitte nicht online kaufen,sonst kommt das wieder in dieser Blisterverpackung ,wozu man wieder eine Schere braucht……
    Es gibt alles schön, fantasievoll und toll verpackt, nur beachte man den einfachen Grundsatz vom Anfang meines Posts.
    Ich habe beruflich mit Verpackung und Logistik zu tun,es gibt da wirklich tolle Möglichkeiten, das kostet eben nur etwas mehr…..
    Die Industrie bietet alles ,nur der Kunde muss es halt auch bezahlen wollen. Geiz ist eben doch nicht immer geil.

    Schöne Grüße
    Lemmy

    • Antonia Götsch 13. Juni 2014 11:49

      Lieber Lemmy,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Ich habe beim Lesen Ihres Beitrags gerade an den neuen Supermarkt in Berlin gedacht. http://original-unverpackt.de/. Die wollen Ihre Produkte ohne Verpackungen anbieten – und somit ohne Müll. Wir werden versuchen, hier in den nächsten Wochen einige Ideen für kluge Verpackungen vorzustellen, von denen uns Leser berichtet haben.

      Herzliche Grüße, Antonia Götsch

  • Friedhelm Reimer 6. Juni 2014 08:43

    Solange der Einzelhandel den Kunden generell als potentiellen Dieb sieht, wird sich an der Art der Diebstahlserschwerenden ( puh) Verpackung nichts ändern.
    Wir sollen uns im Geschäft gefälligst selber bedienen und beraten, aber nicht klauen können.
    Personal wir eingespart, damit die Gesellschafter und Anleger größere Profite einstreichen können
    und wir werden darum schlecht behandelt. Warum wird denn wohl der Trend zum Geschäft mit Bedienung, freundlichen,kompetenten Verkäufer/innen größer. Zumindest in meinem Bekanntenkreis ist das so. Auch der Trend Internetverkauf wird sich irgendwann ( wenn diese Konzerne mal Geld verdienen müssen ) totlaufen. Selbst seit über 40 Jahren im Handel tätig, stelle ich fest; der Kunde wird seit mehr als 20 Jahren nur noch als notwendiges Übel betrachtet und hat sich den Interessen der Konzerne unter zu ordnen. Wird aber bei Befragungen immer als “ der der das so will “ vorgeschoben. Verkehrte Welt.

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