Gründung Zahlungsmoral auf dem Weg der Besserung

Vor allem Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe haben derzeit noch mit dem zögerlichen Zahlungsverhalten ihrer Kunden zu kämpfen. Besonders häufig fallen Online-Käufer negativ auf.

Rund zwei Drittel der Unternehmen aus den beiden Branchen Handwerk und Dienstleistung leiden unter ihren hohen Außenständen. Im Baugewerbe hat jede zweite Firma Probleme, offene Rechnungen einzutreiben. Recht schnell an ihr Geld kommen hingegen Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe und aus dem Großhandel. Dies fand der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmer (BDIU) in einer aktuellen Umfrage unter seinen rund 560 Mitgliedsgesellschaften heraus.

Ein zweites interessantes Ergebnis der Erhebung: 57 Prozent der befragten Inkasso-Unternehmen beobachteten, dass Privatkunden, die über das Internet Waren bestellen, schlechter zahlen als Käufer von Offline-Geschäften.

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In 70 Prozent dieser Problemfälle führen die Befragten die aufgetretenen Verzögerungen auf vorsätzliches Nichtbezahlen und in 67 Prozent auf die Überschuldung der Privatkunden zurück. 63 Prozent der Internet-Shopper geben sogar absichtlich falsche Daten an.

Um sich besser gegen Forderungsverluste abzusichern, rät der BDIU Internet-Unternehmern zu folgenden Maßnahmen:

  • Die häufigere Durchführung von Bonitätsprüfungen,
  • Lieferungen nur gegen Nachnahme,
  • das Anbieten verschiedener Bezahlungsmöglichkeiten,
  • der Einsatz von Scoring-Methoden und
  • die Nutzung von alternativen Finanzierungswegen wie Factoring.

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