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Workplace by Facebook Wie Facebook Mitarbeiter vernetzen will

  • Serie
"workplace by facebook" nennt sich die neue Kommunikationsplattform für Unternehmen. Um den Dienst von dem privaten sozialen Netzwerk abzugrenzen, haben die Entwickler extra ein neues Design entwickelt.

"workplace by facebook" nennt sich die neue Kommunikationsplattform für Unternehmen. Um den Dienst von dem privaten sozialen Netzwerk abzugrenzen, haben die Entwickler extra ein neues Design entwickelt.© facebook

Facebook will mit einer neuen Plattform nun auch die Kommunikation innerhalb von Unternehmen umkrempeln. Doch was kann die Plattform - und was kostet sie im Vergleich zur Konkurrenz?

Wenn Ihr Unternehmen Niederlassungen an verschiedenen Standorten hat, kennen Sie vielleicht das Problem: Wie informiert man sich gegenseitig über die neuesten Geschehnisse oder hält wichtige Meetings ab? Bisher können Unternehmen dafür Produkte wie Skype (Microsoft) oder den amerikanischen Messaging-Dienst Slack nutzen. Nun will auch Facebook in dem Markt mitmischen: Am Montagabend gab das weltgrößte Online-Netzwerk den offiziellen Start von „Workplace by Facebook“ bekannt, das Unternehmen künftig für die firmeninterne Kommunikation zur Verfügung steht.

Die Oberfläche von „Workplace by Facebook“ dürfte Facebook-Nutzern bekannt vorkommen: Sie sieht aus wie die bisherige, lediglich das leuchtende Blau wurde durch ein dezentes Grau ersetzt. Auch der Funktionsumfang ist letztlich mehr oder weniger derselbe: Mit bekannten Elementen wie Newsfeed, Gruppen, Chats oder Live-Videos sollen Mitarbeiter miteinander kommunizieren können, ohne dabei lästige Rundmails schreiben zu müssen. Projektteams oder Abteilungen können Gruppen gründen und dort diskutieren, und über Live-Videos sollen Chefs wichtige Informationen sofort und persönlich an alle Mitarbeiter weitergeben können. Auch für das Smartphone soll es eine passende App der Plattform geben. Eine Übersicht der Funktionen bietet das Unternehmen online.

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Für Verbraucher von Facebook wird die Nutzung von "workplace by facebook" ein Kinderspiel sein: Denn die Oberfläche ist gleich.

Für Verbraucher von Facebook wird die Nutzung von „workplace by facebook“ ein Kinderspiel sein: Denn die Oberfläche ist gleich.© dpa

Bereits seit Anfang 2015 haben rund 1000 Unternehmen die Plattform getestet, zunächst unter dem Namen „Facebook at Work“. Facebook versichert, dass das Portal komplett von der Nutzung des privaten sozialen Netzwerkes abgeschottet sei. Man müsse auch kein Facebook-Profil anlegen, um sie zu nutzen.

Preiskampf und starke Konkurrenz

Facebook spekuliert aber darauf, dass viele der 1,6 Milliarden Facebook-Nutzer nun auch für die Kommunikation im Büro auf die neue Plattform zurückgreifen – und will den Konkurrenten wie Skype (Microsoft) oder Slack mit einem Kampfpreis Nutzer abluchsen. Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern sollen für die Nutzung von „Workplace by Facebook“ drei Dollar pro Person zahlen, mit bis zu 10.000 Beschäftigten sind es zwei Dollar und bei mehr als 10.000 Mitarbeitern ein Dollar pro Mitarbeiter. Es gibt eine dreimonatige kostenlose Testphase und Firmen zahlen nur für die wirkliche aktiven Nutzer. Slack verlangt zum Beispiel in den Bezahlversionen je nach Paket zwischen 6,67 und 12,50 Dollar pro Nutzer und Monat. Zwar bietet Slack aktuell auch eine dauerhaft kostenlose Testvariante an, dafür aber mit eingeschränktem Funktionsumfang.

Die Aussichten für Facebook sind trotz der Konkurrenz nicht schlecht. Der US-Konzern habe das Zeug, den Markt „reichlich durcheinanderzuwirbeln“, sagte Axel Oppermann, IT-Marktanalyst und Chef des Analysehauses Avispador, dem Handelsblatt: „Kaum einer kennt das Nutzerverhalten der Menschen besser. Auf der anderen Seite kennen die Nutzer die Benutzeroberfläche“. Die Einarbeitungszeit von Mitarbeitern dürfte außerdem gering sein, da die meisten das Produkt ja bereits privat kennen. Allerdings müsse Facebook Vertrauen schaffen, dass es den Datenschutz auch beherzige, sagte Oppermann. Facebook war in der Vergangenheit wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten mehrfach von Datenschützern kritisiert worden.


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