Mobile Commerce So mobil kaufen die Deutschen ein

Rechner, Handy oder Tablet? Mobile Commerce wird immer relevanter.

Rechner, Handy oder Tablet? Mobile Commerce wird immer relevanter.© Robert Kneschke / Fotolia.com

Beim Onlineshopping nutzen Kunden immer häufiger Smartphone oder Tablet. Wie, was und wann deutsche Kunden mobil einkaufen, zeigt eine aktuelle Mobile-Commerce-Studie.

Ein Leben ohne Smartphone und Tablet ist für viele Menschen wahrscheinlich unvorstellbar. Wir nutzen die Geräte, um mit unseren Freunden zu reden, um den schnellsten Weg von A nach B zu finden, um Gesundheitswerte zu messen oder die Strom- und Alarmanlage zu Hause zu bedienen. Und immer häufiger nutzen wir sie auch – zum Einkaufen.

Aber wie genau kaufen Europäer und die Deutschen mobil ein – und was? In einer aktuellen Studie hat der Marketinganalyst Twenga Solutions Antworten auf diese Fragen gefunden. Dafür wurden Daten von 4000 Onlinehändlern in sieben europäischen Ländern ausgewertet, darunter Deutschland, Großbritannien, Spanien und Polen – insgesamt 150 Millionen Klicks in einem halben Jahr.

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Das Ergebnis: Durchschnittlich 25 Prozent des Onlinehandels werden in diesen Ländern über Smartphone und Tablets abgewickelt. Großbritannien belegt mit über 31 Prozent den ersten Platz, dicht gefolgt von Deutschland (29,7 Prozent). Schlusslicht ist mit 8,3 Prozent Polen.

Smartphone oder Tablet?

Kaufen die Kunden mobil ein, wählen mehr Deutsche das Smartphone (56 Prozent) und als das Tablet (44 Prozent). In Spanien wird das Smartphone mit einem Anteil von 75 Prozent häufiger genutzt, in den Niederlanden mit 59 Prozent häufiger das Tablet.

Laut der Twenga-Studie gibt es eine klare Tendenz zum Smartphone: Denn je größer die Smartphones würden und je angenehmer in der Bedienung, umso stärker werde sich das mobile Einkaufen in Zukunft auf die Smartphones verlagern.

Was wird mobil eingekauft?

Meistverkauft sind in den sieben europäischen Ländern ganz klar Produkte, die mit Kindern zu tun haben: Durchschnittlich 31 Prozent nehmen Kinder- und Babybekleidung ein, Spielzeug 28 Prozent.

Für die Einkäufe über den Desktop-Computer zeigt sich hingegen in allen untersuchten Ländern ein ganz anderes Bild: Niederländer, Deutsche und Italiener kaufen zum Beispiel Computer über ihren PC, Engländer und Franzosen Gartenzubehör, die Polen und Spanier Büromaterial. Dies sei, so Twenga, nicht sehr verwunderlich, da technisches Zubehör für die Arbeit meist auch während der Arbeitszeit gekauft werde und zudem erst nach einem genauen Produktvergleich. Dafür sei der Desktop-Computer am bequemsten.

Wann wird mobil eingekauft?

Zwischen 20 und 21 Uhr sind sowohl Smartphone- als auch Tabletnutzer am aktivsten: Ein Zehntel aller Einkäufe werden in dieser Stunde abgeschlossen. Die Studie zeigt auch eine klare Aufteilung des Arbeitstages zwischen mobilen Endgeräten und Desktop: Am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit kaufen die Kunden mobil ein, dann überwiegt bis 17 Uhr die Desktop-Nutzung. Am frühen Abend werden Smartphone und Tablet wieder hervorgeholt.

Die Zukunft des Mobile Commerce

Der Mobile Commerce, schätzen Experten, wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Erst im April hat Google den Suchalgorithmus zugunsten von Webseiten geändert, die für die Nutzung mit mobilen Endgeräten optimiert sind. Sucht ein Kunde also Schuhe mit seinem Smartphone, bekommt er andere Ergebnisse ausgespielt wie eine Person, die über den Desktop im Internet surft. Für Webseitenbetreiber war dies ein klares Signal, das sogenannte responsive Design ihrer Onlineshops zu überarbeiten und mobiltauglicher zu gestalten. Je leichter die Nutzung, umso attraktiver könnte es auch für die Kunden werden, auf dem Weg nach Hause den Einkauf schnell per Smartphone zu erledigen.

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