IT+Technik Crowdfunding-Rekord: Pebble-Smartwatch sackt 15 Millionen Dollar ein

Die Smartwatch Pebble Time soll im Mai in drei Farben auf den Markt kommen.

Die Smartwatch Pebble Time soll im Mai in drei Farben auf den Markt kommen.© Pebble

Die neue Computeruhr des Start-ups Pebble hat auf dem Crowdfunding-Portal Kickstarter alle Rekorde gebrochen. Mit vielen Extras versucht das Start-up den Konkurrenten Apple zu übertrumpfen. Ist die "Pebble Time" die bessere "Apple Watch"?

Wenige Wochen vor dem Start der Apple Watch hat eine neue Computeruhr des Branchenpioniers Pebble einen Kundenansturm ausgelöst. Das Start-up ist jetzt der Rekordhalter bei der Finanzierungsplattform Kickstarter.

Sie überholte am späten Dienstag den bisherigen Champion, die Party-Kühlbox Coolest Cooler, die bei Internet-Nutzern knapp 13,3 Millionen Dollar eingesammelt hatte. Die Uhr Pebble Time hatte am Mittwochmorgen, mehr als drei Wochen vor Ende der Finanzierungsrunde, bereits bei über 15 Millionen Dollar eingesammelt.

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Warum sind die Investoren so verliebt in die Smartwatch?

Pebble verspricht seinen Investoren, eine Uhr gebaut zu haben, die mit der angekündigten Apple Watch mehr als mithalten kann. Die Smartwatch soll mit einem farbigen E-Paper-Display 64 Farben darstellen können. Der Akku kann nach Angaben des Herstellers sieben Tage durchhalten – die Batterie der Apple Watch macht dagegen bisher nach etwas mehr als einem Tag schlapp. Neben dem Pebble-Standardmodell wurde auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch die Edelstahlversion der Uhr vorgestellt. Deren Akku kann angeblich sogar zehn Tage durchhalten. Die Uhr namens Pebble Time Steel soll rund 300 Dollar kosten, etwa 100 Dollar mehr als die Kunststoffausführung.

Außerdem sollen die Armbänder sowohl bei der Stahl- als auch bei der Kunststoff-Version Zusatzfunktionen liefern. Unterhalb der Uhr gibt es eine Schnittstelle, die offengelegt wurde, so dass auch Drittanbieter Erweiterungen für die Smartwatch entwickeln können.

Das Start-up aus Kalifornien plant, die Uhren im Mai auf den Markt zu bringen. Die Computeruhr von Apple soll schon im April im Handel erhältlich sein.

Über Kickstarter kann man Geld für die Finanzierung von Projekten einsammeln. Meist nutzen junge unbekannte Anbieter die Plattform – so ursprünglich auch Pebble für das erste Modell im Jahr 2012. Damals kamen gut zehn Millionen Dollar zusammen. In der Zwischenzeit bekam das Start-up noch einmal 15 Millionen Dollar von Großinvestoren, so dass die Firma im Vergleich zu anderen Projekten vermutlich nicht dringend auf die Finanzierungsplattform angewiesen wäre. Mit dem neuen Rekord landet das Start-up jedoch auch einen Marketing-Coup.

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