IT+Technik Datenklau im großen Stil: Sind Sie betroffen?

Wer ein virtuelles Büro beziehen will, kann dafür die Dienste der großen Internetfirmen nutzen.

Wer ein virtuelles Büro beziehen will, kann dafür die Dienste der großen Internetfirmen nutzen.© Sergey Nivens / Fotolia.com

Der jüngste Datenklau hat es in sich: Rund 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern wurden geknackt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet einen Test an, mit dem Sie prüfen können, ob Ihre Daten gestohlen wurden.

Millionen Internet-Nutzer haben nun Klarkeit: Seit Montag ist bekannt, wer von dem neuen riesigen Diebstahl betroffen ist. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilte, wurden die betroffenen Adressen an die Provider T-Online, Freenet, GMX, Web.de, Kabel Deutschland und Vodafone weitergeleitet. Bis zum Abend sollten sie diejenigen Kunden informieren, deren Daten gestohlen wurden.

Nutzern, die nicht bei einem der großen Provider sind, bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Sicherheitstest an, über den sie erfahren können, ob ihre Adresse zum gestohlenen Datensatz gehört.

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Von dem jüngsten Datenklau sind laut BSI rund 18 Millionen Mail-Adressen samt Passwörter betroffen, darunter drei Millionen aus Deutschland. Die Behörde geht derzeit davon aus, dass die Online-Kriminellen über verschiedene Quellen an die Zugangsdaten gelangt sind, zum Beispiel über die Rechner von Internetnutzern. Dazu werde der Computer in der Regel mit einer Schadsoftware infiziert, die dann die Eingabe der Zugangsdaten mitliest. Laut BSI ist nicht auszuschließen, dass diese Schadsoftware auch zu anderen Zwecken genutzt werden kann, etwa zur Ausspähung weiterer Daten auf dem Computer oder zur Manipulation von Online-Transaktionen, etwa beim Online-Shopping.

Betroffene sollten alle Passwörter ändern

Das BSI rät Betroffenen daher, ein Virenschutzprogramm über den Rechner laufen zu lassen sowie alle E-Mail-Passwörter und auch andere Passwörter zu ändern, die sie bei Online-Shops und anderen Online-Diensten nutzen.

Erst im Januar hatte die Staatsanwaltschaft Verden einen ähnlichen Fall von Datendiebstahl in großem Stil aufgedeckt. Dabei waren rund 16 Millionen Datensätze in die Hände von Kriminellen gelangt. Die beiden Funde stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft vermutlich in einem Zusammenhang. Vergleichbare Fälle seien „auch in Zukunft wahrscheinlich“, so die Staatsanwaltschaft.

1 Kommentar
  • Georg Thorwarth 8. April 2014 15:26

    Bin ich betroffen?

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