IT+Technik Die neuen Hausgeräte: Einmal schäumen, dampfen, pusten, bitte!

Die AEG ÖkoMix Waschmaschinen vermengen Wasser mit Waschmittel und sprühen diese Mischung auf die trockene Wäsche. So soll das Waschmittel schneller wirken.

Die AEG ÖkoMix Waschmaschinen vermengen Wasser mit Waschmittel und sprühen diese Mischung auf die trockene Wäsche. So soll das Waschmittel schneller wirken.© AEG

Ein Kühlschrank, der auch gefrieren kann, ein extrasanfter Wäschetrockner und eine Waschmaschine, die Waschmittel spart: Die Hersteller für Haushaltsgeräte zeigen sich auf der IFA erfindungsreich.

Die Wäsche einfach nur nass machen, drehen, spülen, schleudern, das reicht der modernen Waschmaschine längst nicht mehr. Sie schäumt Hosen und Hemden ein, bedampft sie, bläst Sauerstoff in die Fasern. Die Tüftler in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller werden nicht müde, sich neue Techniken für lange bewährte Hausgeräte auszudenken. Auf der Messe IFA vom 4. bis 9. September in Berlin will die Industrie zeigen, dass Spülmaschinen und Herde, Kühlschränke und Wäschetrockner noch sparsamer, schneller, leistungsfähiger und einfacher zu bedienen sind.

Optimale Bedingungen für Wurst, Fisch und Gemüse

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Einige Neuerungen haben die Unternehmen schon vor Beginn der Ausstellung publik gemacht. So bietet Bosch einen kombinierten Kühl- und Gefrierschrank an, der in seinen Schubladen unterschiedliche Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten herstellen kann, abgestimmt auf die jeweiligen Lebensmittel wie Wurst, Fisch und Gemüse.

Winzige Wasserkissen in der Trommel und sanfte Drehbewegungen sollen beim neuen Bauknecht-Wäschetrockner Schäden auch an feinen Wollpullovern verhindern. Die neue Waschmaschinen-Serie von Siemens-Hausgeräte hat eine Dosierautomatik für das Waschmittel. Sensoren erfassen Textilart, Verschmutzungsgrad und Beladungsmenge, daraus wird die benötigte Waschmittelmenge errechnet. AEG mischt in einem Modell das Waschmittel zunächst vor und sprüht es auf die noch trockene Wäsche. So soll es beim Waschen schneller wirken.

Den Staubsaugroboter übers Internet steuern

Immer mehr Haushaltgeräten lassen sich über das Internet steuern. Manche Maschinen nehmen sogar untereinander Kontakt auf, Trockner und Waschmaschine zum Beispiel. Auch Staubsaugroboter lassen sich von weit weg bedienen.

Diese Helfer seien inzwischen kein Nischenprodukt mehr, konstatiert der IFA-Veranstalter, die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu. Die Roboter fahren selbstständig durch die Zimmer, die guten Modelle haben ausdauernde Akkus und kommen auch in die Ecken der Räume. Die leistungsstarken Exemplare kosten jedoch 600 bis 750 Euro und damit etwa dreimal so viel wie die Spitzenmodelle herkömmlicher Bodenstaubsauger.

Strom sparen – aber nur mit voller Trommel

Kein Hersteller vergisst zu erwähnen, dass sich mit seinen neuen Geräten auch Strom sparen lasse. Im Prinzip sei das richtig, sagt Stefan Nakazi, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Man sollte sich aber nicht gleich von jedem Gerät verabschieden.“ Bei Kühlschränken sei das Energiesparpotenzial relativ groß, da lohne sich ein Wechsel schon nach zehn Jahren. Bei Waschmaschinen seien hingegen keine großen Effizienzschritte drin.

Nakazi stört aber etwas anderes: Die Trommeln würden immer größer, solche für acht oder zehn Kilogramm Wäsche seien inzwischen Standard. Für die Hersteller sei es auf diese Weise einfacher, das beste EU-Label (Klasse A+++) für niedrigen Energieverbrauch zu bekommen, weil dabei Verbrauch und Wäschemenge ins Verhältnis gesetzt würden. In der Praxis sei für viele Haushalte aber eine Fünf-Kilo-Trommel ausreichend, so der Experte: „Wer eine große Trommel immer nur halb voll macht, zahlt am Ende mehr für Strom als vorher.“

 


 

Die wichtigsten Besucher-Informationen zur diesjährigen Elektronikmesse IFA in Berlin:

DAUER: 4. September bis 9. September 2015

ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich von 10 bis 18 Uhr

ORT: Messegelände Berlin

EINTRITTSPREISE FÜR PRIVATBESUCHER:

Tageskarte 17 Euro, im Vorverkauf 12 Euro (bis 3.9.), ermäßigt 12 Euro (für Studenten, Lehrlinge etc.); Schülerticket 8 Euro, Schulklassenticket 35 Euro (bis 31.8.); Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 35 Euro; Happy-Hour-Ticket 12 Euro (gültig ab 14 Uhr); für Kinder bis 6 Jahre kostenfrei.

Online-Vorverkauf: http://www.tickethall.de/ifa-2015-tickets-1234-berlin.html

VERKEHRSVERBINDUNGEN:

Bus: 104, 139, 218, 349, M49, X34, X49 bis Haltestelle Messedamm/ZOB. Bus: 349 bis Haltestelle Messe Süd.

S-Bahn: Messe Süd – S5. Messe Nord/ICC – S41, S42, S46.

U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm.

Auto: Das Leitsystem Richtung „Messegelände“ führt auf die Stadtautobahnen zum Dreieck Funkturm, Ausfahrt „Messedamm“ und dann zu den günstigsten Parkmöglichkeiten. Es stehen 12.000 Parkplätze auf dem Messegelände und in der Nähe zur Verfügung.

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