IT+Technik Facebook nimmt Messenger-Funktion aus allgemeiner App heraus

Mark Zuckerberg schwebt eine große Familie von Facebook-Apps vor. Dafür werden verstärkt einzelne Funktionen in eigene Anwendungen ausgelagert. Jetzt sind die Kurzmitteilungen an der Reihe.

Wer auch künftig Facebooks Kurznachrichten-Dienst mobil nutzen will, soll sich dafür die separate Messenger-App des Online-Netzwerks herunterladen. Aus der allgemeinen Anwendung für Smartphones und Tablets werde die Funktion entfernt, kündigte Facebook an. Die Änderung werde zunächst in den USA und einigen anderen Ländern umgesetzt, in Deutschland sei das noch nicht der Fall, wie Facebook am Donnerstag klarstellte. Nutzer, die bereits beide Apps installiert haben, werden aber auch hierzulande schon zur Messenger-App weitergeleitet, wenn sie eine Nachricht lesen oder senden wollen.

Gründer Mark Zuckerberg hatte schon vor einiger Zeit den Plan ausgerufen, einzelne Funktionen stärker in getrennte Anwendungen zu platzieren. „Indem wir Messenger aus der Hauptanwendung ausgliedern, wird es für uns einfacher, die Messenger-App weiterzuentwickeln“, erläuterte das Online-Netzwerk am Donnerstag. Die Messenger-App rüstete Facebook zuletzt unter anderem mit Sprachtelefonie auf. Zudem kauft das Online-Netzwerk gerade den konkurrierenden Kurznachrichtendienst WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar.

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Zugleich werde es einige Ausnahmen geben, kündigte Facebook an. So werde für Nutzer einiger älterer Versionen des Google-Betriebssystems Android alles beim Alten bleiben, weil die Ressourcen nicht für den Facebook-Messenger ausreichten. Auch in der Facebook-Anwendung für das Betriebssystem Windows Phone sollen die Kurznachrichten zunächst integriert bleiben – ebenso wie in Facebooks in Deutschland bisher nicht verfügbaren App Paper mit ihrer neuartigen Bedienung.

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