IT+Technik Gut, dass wir darüber gesprochen haben!

E-Mails, Handy, Skype, Telefonkonferenzen oder auch persönliche Gespräche: Kommunikation mit Kollegen findet auf vielen Kanälen statt. Neue Programme versprechen: Zukünftig wird alles einfacher und effizienter. Welcher Anbieter kann was leisten?

Slack

2Das kalifornische Start-up Slack könnte die Art, wie wir zusammenarbeiten, für die nächsten hundert Jahre revolutionieren – glauben zumindest optimistische Investoren und haben so viel Geld in das Unternehmen gepumpt, dass es mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wird. Das vor einem Jahr auf den Markt gekommene Produkt konnte bislang Zehntausende zahlende Firmenkunden mit Hunderttausenden Mitarbeitern gewinnen, darunter die Internetportale Airbnb, Buzzfeed oder auch den Handelsriesen Walmart. Sie alle hoffen, die ortsunabhängige Zusammenarbeit ihrer Angestellten zu verbessern. Das Kollaborationstool soll Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Das Programm funktioniert wie eine Art Messenger oder Chatroom fürs Büro: Hat man es auf dem Rechner oder Smartphone installiert, lassen sich Kanäle für Themen und Gruppen anlegen. So soll jeder Mitarbeiter nur die Infos bekommen, die er auch wissen will. Das klappt bereits ziemlich intuitiv und nutzerfreundlich. Einzelne Kollegen lassen sich zudem ähnlich wie bei Twitter mit einem gezielten @ kontaktieren. Ein Vorteil von Slack ist, dass sich andere Office-Dienste wie etwa die Datenverwaltung Dropbox problemlos einbinden und verknüpfen lassen, sodass man weniger zwischen den Anwendungen hin und her wechseln muss. Die einfachste Version von Slack ist unabhängig von der Zahl der User kostenlos, je mehr Programme und Sonderfunktionen man nutzen will, desto teurer wird es. Maximal kostet es zurzeit rund 11 Euro pro Nutzer und Monat.
www.slack.com

 

Asana

Logo-Asana Das Programm, das „Teamwork ohne E-Mails“ verspricht, wurde von Facebook-Mitgründer Dustin Moskovitz entwickelt. Zu den Investoren gehört auch der deutsch-amerikanische Milliardär und Paypal-Gründer Peter Thiel. Im Mittelpunkt des Projektmanagement-Tools steht das Organisieren von Aufgaben verschiedener Mitarbeiter. So soll jeder wissen, was zu tun ist und nichts untergehen. Jedes digital angelegte Projekt beinhaltet Aufgaben, die von den Nutzern jeweils kommentiert, verglichen und verknüpft werden können sowie einen Status über den aktuellen Stand der Arbeit. Von zwei bis theoretisch Tausenden Kollegen kann das Programm zur Koordination eingesetzt werden. Für bis zu fünf unterschiedliche Projekte mit bis zu 15 Teilnehmern ist das Tool kostenlos, Sonderfunktionen werden abhängig von der Größe des Teams bezahlt, etwa rund 18 Euro pro Monat für fünf Mitarbeiter.
www.asana.com

 

Trello

trello-logo-blue-(1)Dieser Dienst bietet eine Art digitale To-do-Liste und Aufgabenverteilung für anstehende Projekte. Jeder Kollege kann Listen mit Unterpunkten anlegen, etwa „Zu tun“, „Schon erledigt“, „Nicht vergessen“. Hinter einzelnen Punkten können Statusmeldungen oder Dateien anderer Programme platziert werden. Über Änderungen werden Teammitglieder informiert, sobald sie sich einloggen. Trello ist kostenlos, für Sonderfunk­ti­o­nen (etwa größere Dateianhänge) müssen 5 Dollar pro Mitarbeiter und Monat bezahlt werden.
www.trello.com

 

Facebook at Work

facebook-neu

Mit viel Tamtam testet seit Anfang des Jahres auch das weltgrößte soziale Netzwerk eine eigene Office-Anwendung. Der Startvorteil: Vielen ist der Dienst bereits vertraut, da das Programm eben wie Facebook funktioniert, aber der Zugang zu einzelnen Gruppen auf die jeweiligen Kollegen beschränkt wird. Auch dieses Programm verspricht, dass Mitarbeiter eines Unternehmens einfacher und schneller an gemeinsamen Projekten arbeiten können. Der Newsfeed mit den neuesten Meldungen über den Stand aktueller Projekte sieht wie beim privat genutzen Facebook aus, auch die Chat- und Nachrichtenfunktionen gleichen sich. Was Datenschutz und Compliance angeht, ist die Office-Variante aber genauso umstritten wie der Dienst für die private Nutzung und daher für größere Firmen in Deutschland kaum einsetzbar. Aktuell ist das Angebot unabhängig von der Mitarbeiterzahl noch kostenlos.
www.facebook.com

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