IT+Technik Mobile World Congress: Die neusten Trends der Branche

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© Viktor Hanáček/Picjumbo.com

Egal ob Zähneputzen oder Kinder beaufsichtigen: Smartphones beherrschen immer stärker den Alltag. Beim Mobile World Congress in Barcelona stehen die großen Hersteller im Rampenlicht. Doch es gibt auch jede Menge skurrile Gadgets.

Unsere Smartphones sind längst nicht mehr die einzigen Geräte mit Internet-Zugang: Auch Zahnbürsten, Armbänder und Glühbirnen funken ins Netz. Zu Beginn der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona stellten viele Unternehmen ihre neuesten Gadgets vor. Während einige verspielt und manche nützlich sind, könnten andere düstere Vorstellungen von Allzeit-Überwachung auslösen.

Kamera zum Umhängen

Die Kamera von Acumulus9 wird wie ein Anhänger an einer Kette getragen und nimmt automatisch Fotos und Videos der Umgebung auf. 15 Sensoren messen, wann das Licht vorteilhaft ist und ob sich Personen vor dem Objektiv bewegen. Im Livelogging-Modus wird automatisch alle paar Minuten ein Bild geknipst. „Zu Anfang werden wir uns an Eltern richten“, die Fotos ihrer Kinder machen wollen, sagte Acumulus9-Chef Harold Liang. Die Daten der QindredCam werden auf die Rechner des Herstellers hochgeladen. Eine Verschlüsselung sei geplant, in den Testgeräten aber noch nicht vorhanden, sagte Liang.

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In Deutschland würde eine Kamera, die automatisch Fotos, Videos und Tonaufnahmen der umstehenden Menschen macht, vermutlich an rechtliche Grenzen stoßen.

Zahnbürste mit App

Sensor-gesteuerte Zahnbürsten gibt es bereits einige. Oral-B will seine Zahnbürste mit App nun noch stärker auf das Gebiss des Einzelnen einstimmen. Denn: „Personalisierung ist sehr wichtig für Nutzer“, wie Laura Pacas von dem Mutterkonzern Procter & Gamble sagt. Mit elektrischer Zahnbürste und Smartphone können Nutzer sich beim Zähneputzen beaufsichtigen und auf „Reisen“ schicken lassen – so nennt Oral-B die Serien von Putztipps, die beispielsweise zu weißeren Zähnen verhelfen sollen. In der App werden auch Wettervorhersage und Nachrichten eingeblendet, damit es morgens im Badezimmer nicht langweilig wird. Am Ende gibt es Sternchen in Form von Smileys, die man auf Facebook posten kann.

Schritt-Sensoren im Armband: Den Kindern auf der Spur

„Amigo“, Freund, heißt dieses Armband verspielt. Dieser Freund soll immer dabei sein, so stellt es sich Itai Spier vom Hersteller B-On Limited vor. Zielgruppe sind Eltern, die ihre Kinder mit den mit GPS ausgerüsteten Armbanduhren ausstatten sollen. Will ein Kind mit dem Armband einen vorher festgelegten Bereich verlassen, wissen die Eltern sofort Bescheid. „Wir bekommen eine Mitteilung, dass er die sichere Zone verlassen hat“, sagte Spier. Weil das Armband auch Schritt-Sensoren eingebaut hat, können Eltern sogar sehen, ob ihr Kind über den Fußballplatz rennt oder in der Sonne sitzt. Für Spier ist das keine ständige Überwachung, im Gegenteil: „Wir erlauben den Eltern und Kindern mehr Freiheit.“

Smartphone-Tasten für alte Finger

Am anderen Ende der Altersgruppen setzt die Firma Emporia an. Sie stellt ein Smartphone für Menschen her, die sich mit Smartphones traditionell schwer tun: Senioren im Alter über 65. Das Gerät hat eine extra große Tastatur und läuft mit einer vereinfachten Version des Betriebssystems Android. Bestimmte Apps sind vorinstalliert, etwa WhatsApp für die schnellen Nachrichten. Ab Ende März soll das Smartphone zu haben sein. „Bei den Über-65-Jährigen haben 73 Prozent kein Smartphone, das ist ein großer Markt“, sagt Karin Schaumberger von dem österreichischen Hersteller.

Glühbirne mit Internet

Die Glühbirne von Sengled verbreitet nicht nur Licht, sondern auch Internet. Die Lampe fungiert als WLAN-Repeater, der das Signal des Routers in den Raum weitergibt. Andere Birnen der Firma haben eingebaute Lautsprecher, die über Bluetooth Musik abspielen können. Eine WLAN-Birne gibt es ab 50 Euro, die Doppelpackung der Lautsprecher kostet 120 Euro. „Wir wollen eine Million Stück verkaufen“, sagt Unternehmenschef Richard He.

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