| Blog für Unternehmer
logo_Smarter_mittelstand_dunkel
Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss in Sachen Digitalisierung Gas geben. Wir helfen Ihnen dabei: Persönlich, wenn Sie zu unserer Veranstaltungsreihe „smarter_mittelstand – digitalisierung 4.0“ kommen. Oder digital, hier an dieser Stelle, wo wir Sie laufend mit handfesten Tipps, Anleitungen und Neuigkeiten versorgen.

Digitaler Arbeitsplatz Zuhause Hightech, im Büro Buschtrommel

  • Serie
Digitaler Arbeitsplatz? Von wegen! In vielen Büros geht  nach wie vor nichts ohne Papier.

Digitaler Arbeitsplatz? Von wegen! In vielen Büros geht nach wie vor nichts ohne Papier.© zettberlin / photocase.de

Immerhin: Wer täglich zur Arbeit geht, kann sich zuweilen den Gang ins Museum sparen – und im Büro die antiken Faxgeräte besichtigen. Eine Studie zeigt, wie analog noch immer gearbeitet wird.

Papierloses Büro – dieses Schlagwort steht seit Jahren für das Bestreben, Schluss mit der Zettelwirtschaft auf deutschen Schreibtischen zu machen und dadurch effizienter zu arbeiten. Dokumente digital zu verwalten und mit anderen zu teilen, soll Kosten senken und nebenbei die Umwelt schonen. Und wer je versucht hat, auf einem übervollen Schreibtisch ein Dokument wiederzufinden, weiß, dass die Suche nicht nur Zeit, sondern auch Nerven kostet.

Doch der Weg zum digitalen Büro ist noch weit – das zeigt die „Digital Working Studie“ des Webhosting-Anbieters Host Europe, für die das Marktforschungsunternehmen YouGov 1000 Angestellte mit Büroarbeitsplätzen befragte. Demzufolge wird in deutschen Büros heute kaum eine Tätigkeit schon vollständig digital erledigt. Immerhin 59 Prozent der Befragten erfassen ihre Arbeitszeit digital, 49 Prozent führen einen digitalen Kalender, 48 Prozent schreiben Protokolle mit dem Computer. Doch noch immer macht nur jeder Vierte seine Gesprächsnotizen stets mit Laptop oder Tablet und auch bei der To-Do-Liste greifen 32 immer zu Zettel und Stift. Selbst das gute alte Hängeregister hat offenbar noch nicht ausgedient: Nur 28 Prozent der Befragten gaben an, Dokumente ausschließlich digital abzulegen.

Anzeige

Bei der Ausstattung ist noch Luft nach oben

Woran liegt’s, dass die Arbeit in deutschen Büros noch immer überwiegend analog vonstatten geht? Womöglich an der Ausstattung der Arbeitsplätze, legen die Studienergebnisse nahe. Zwar kann immer noch jeder zweite Angestellte auf ein Faxgerät zurückgreifen, moderne Technik wie Laptops (37%), Smartphones (29%), Tablets (14%) oder Equipment für Videokonferenzen (19%) sind jedoch immer noch wenig verbreitet. Teilweise sind Mitarbeiter im Home-Office sogar besser ausgestattet als im Büro.

„Digitales Arbeiten spart Ressourcen und Zeit der Mitarbeiter und trägt damit zu einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit bei“, sagt Claus Boyens, Geschäftsführer von Host Europe. „Zwar sprechen alle von Digitalisierung, doch bei der technischen Ausstattung als zwingender Voraussetzung dafür ist aktuell in vielen Büros noch Luft nach oben.“

Die mühseligsten Bürotätigkeiten

Auskunft geben sollten die Befragten auch über die Bürotätigkeiten, die sie selbst als besonders mühsam empfinden. Besonders verhasst sind demzufolge:

  1. Terminfindung bei großen Gruppen (25%)
  2. Suche nach älteren Dateien (21%)
  3. E-Mail-Bearbeitung (19%)
  4. Meetings (18%)
  5. Dokumentenablage (14%)

Das lässt darauf schließen, dass in vielen Unternehmen technische Möglichkeiten wie Kalendersynchronisation, Videokonferenzen oder Dokumentenmanagement ungenutzt bleiben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.