Smartphone-Tipps Warum Fettfinger ein Sicherheitsrisiko darstellen

Immer allen Akkustrom  zu verbrauchen schädigt den Energiespeicher auf Dauer. Besser man lädt auf, bevor der Balken den roten Bereich erreicht.

Immer allen Akkustrom zu verbrauchen schädigt den Energiespeicher auf Dauer. Besser man lädt auf, bevor der Balken den roten Bereich erreicht.© Andrea Warnecke / dpa

Ein Leben ohne Smartphone? Für viele kaum noch vorstellbar. Umso ärgerlicher, wenn der Akku ständig leer ist oder das Display springt. Und wussten Sie, dass Fettfinger ein Sicherheitsrisiko darstellen? Sieben nützliche Smartphone-Tipps.

Fast jeder hat eines, so mancher legt es kaum aus der Hand, und eigentlich wissen auch alle, wie man damit umgeht. Mehr oder weniger zumindest. Aber auch bei Smartphones gibt es Dinge, die nicht jeder auf dem Schirm hat. Zum Beispiel, wie man seine Daten rettet, wenn das Handy gestohlen wird. Oder was man tun kann, damit nicht ständig der Akku leer ist. Sieben nützliche Tipps für eine bessere Handy-Mensch-Beziehung:

1. Mehr Saft für unterwegs

Ein wichtiger Anruf steht bevor, und schon wieder hat der Akku nur fünf Prozent Ladung? „Am meisten Akku zieht das Display“, erklärt Yasmin Vetterl vom Computermagazin „Chip“. Also: Helligkeit reduzieren. Eine schnelle automatische Displayabschaltung hilft beim Stromsparen. Energiefresser wie WLAN, Bluetooth oder die GPS-Ortung bleiben besser aus, wenn man sie gerade nicht braucht.

Anzeige

Praktisch ist auch der Flugmodus. Er kappt einfach alle Verbindungen. Dann kommen allerdings auch keine Anrufe mehr an. Manchmal hilft auch die richtige Position: Liegt das Handy auf dem Schreibtisch statt in der Tasche darunter, kann es leichter eine Funkverbindung herstellen, erklärt Falko Hansen vom Telekommunikationsportal „teltarif.de“.

2. Den Akku richtig laden

Wenn der Akku dann doch mal schlapp macht, kommt es auf die richtige Ladetechnik an. Gut zu wissen: Überladen kann man die Akkus nicht. Das Telefon kann ruhig über Nacht am Kabel hängen. Soll der Energiespeicher möglichst lange leben, darf er außerdem nicht zu oft komplett entleert werden. „Die Batterie könnte dadurch an Kapazität verlieren oder sogar unbrauchbar werden“, sagt Hansen.

Nutzer, die während des Ladevorgangs spielen oder Musik hören, sollten besonders auf die Temperatur achten, empfiehlt Yasmin Vetterl. Wenn das Gerät spürbar heiß wird, schadet das dem Akku. Der fühlt sich nämlich bei einer Temperatur um die 20 Grad am wohlsten. Wer sein Ladekabel nicht zur Hand hat, kann übrigens auch alle anderen USB- oder Markenkabel und USB-Ladegeräte verwenden.

3. Was tun bei Spider-App?

Die Spider-App ist keine App, sondern der scherzhafte Name für ein gebrochenes Display, dessen Bruchkanten oft einem Spinnennetz ähneln. Vorbeugen kann man hier natürlich mit Schutzhüllen. Das von vielen Herstellern verwendete Gorillaglas ist besonders für Kratzer unempfindlich, sagt Vetterl. Ob das Display beim Sturz springt, sei aber eher Glückssache. Ist der Bildschirm einmal kaputt, gestaltet sich die Reparatur meist schwierig.

„Bei den neuen Modellen ist alles so verbaut bzw. verklebt, dass man ohne Spezialwerkzeug und Expertenwissen lieber die Finger davon lassen sollte“, sagt Markus Merkle. Er leitet das Jugendportal „handysektor.de“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Mit einer Ausnahme: Das sogenannte Fairphone wirbt nicht nur damit, seine Hardware teils aus fair geförderten und verarbeiteten Materialen herzustellen. Auch Einzelteile wie Akku und Display sollen sich leicht auswechseln lassen.

4. Fettfinger als Sicherheitsrisiko

Eine Displaysperre hilft, damit Fremde mit dem Smartphone keinen Missbrauch betreiben. Auch, wenn das bequem ist: „Muster sind eine unsichere Methode, da die Fettspuren des Fingers den Verlauf verraten“, betont Merkle. Eine zufällige Zahlen- oder Zeichenkombination ist da besser. Bei vielen Handys kann man auch die Anzahl der Zeichen erhöhen, weiß Vetterl. Gleich nach dem Kauf sollte sich außerdem jeder Smartphone-Besitzer die sogenannte IMEI-Nummer notieren. Sie lässt sich bei allen Geräten über die Kurzwahl *#06# abrufen, erklärt Merkle. Die IMEI hilf im Falle eines Diebstahls, das Gerät eindeutig zu identifizieren.

5. Handydiebe aufspüren

Wenn das Handy weg ist, ist der Schreck erst einmal groß. Doch es gibt Hilfe. Über bestimmte Apps kann man das Telefon mit anderen Smartphones oder Computern finden. Bei iOS etwa über die App „Mein iPhone suchen“. Außerdem lässt sich, wie bei anderen Handys auch, über den Netzbetreiber die SIM-Karte sperren. Manchmal kann man zusätzlich auch alle Dateien aus der Ferne löschen. Dann sollten Nutzer vorher regelmäßig Daten sichern – sonst sind Fotos, Musik oder Kontaktdaten futsch.

6. Unfruchtbar durch Handystrahlung?

Immer wieder Thema, und immer noch gibt es keine eindeutigen Ergebnisse. „Es gibt Studien, die angeben, dass Strahlung schädlich ist, es gibt aber ebenso Studien, die Handystrahlung als unbedenklich einschätzen“, fasst Markus Merkle zusammen. Orientierung gibt der SAR-Wert, der den maximalen Strahlungswert anzeigt. Allerdings werden dafür nur die Werte während des Telefonierens gemessen. Wie hoch die Strahlung im Stand-by-Modus in der Hosentasche ist, wird nicht immer erfasst. Generell gilt: Je niedriger die Strahlung, umso besser.

7. Zwischenspeicher leeren

Genau wie beim Computer wird auch das Betriebssystem von Smartphones mit der Zeit langsamer. Man sollte es daher regelmäßig reinigen, zum Beispiel, indem man den Zwischenspeicher leert. Auch Cleaner-Apps helfen. Wenn sich das System einmal aufhängt, ist erst einmal Geduld angesagt. „Wenn sich nach fünf Minuten nichts tut, können die Nutzer versuchen das Smartphone durch langes Drücken des Ein-/Aus-Knopfes auszuschalten oder neu zu starten“, erklärt Hansen. Für jedes Gerät gibt es außerdem Tastenkombinationen für einen Neustart. Wenn das alles nichts hilft, haben Nutzer einen Vorteil, die ein Gerät mit herausnehmbarem Akku besitzen. Entfernt man den, ist das Problem oft behoben.

impulse-Akademie: Strategie & Inspiration für Ihr Unternehmen
1 Kommentar
  • K.Pauli 11. Mai 2016 10:18

    Was kann ich dagegen tun wenn sich mein Handy S3 Mini laufend abschaltet, obwohl der Akku voll ist. Manchmal hilft nur Akku raus und neu starten.
    Woran liegt’s?
    Gruß K.Pauli

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.