IT+Technik Neue Städte-Domain „.hamburg“: So sichern Sie sich Ihre Wunschadresse

Nach Berlin geht auch in Hamburg demnächst eine eigene Städte-Domain online: Unternehmen und Privatpersonen können sich in den nächsten Wochen für Internetadressen mit der Endung ".hamburg" registrieren lassen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Das Internet wächst – und damit auch die Anzahl der Unternehmen und Privatpersonen, die dort mit einer eigenen Webseite vertreten sein wollen oder die Domain für den E-Mail-Verkehr nutzen möchten. Viele Webadressen sind jedoch schon belegt. Die Konsequenz: Unternehmen, die sich online ihren Kunden präsentieren wollen, müssen oft ausweichen.

Für Firmen aus Hamburg oder mit einer Verbindung zu Hamburg gibt es aber bald eine neue Chance: Demnächst gehen Internetadressen mit der neuen Endung „.hamburg“ online. Ab dem 27. August können sich alle Einwohner, Firmen und Vereine in Hamburg und der Metropolregion neue Internetadressen wie http://www.meinefirma.hamburg oder http://www.meinname.hamburg registrieren lassen. Experten raten jedoch, schon vorher eine Vorbestellung abzugeben. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

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Wann kann man die neue Hamburg-Internetadresse registrieren lassen?

Unternehmen und Privatpersonen müssen sich dafür an so genannte Registrare wenden. Das sind Internetunternehmen wie 1&1, Strato oder Key-Systems. Bei einigen Anbietern können Interessierte bereits jetzt verbindliche Vorbestellungen abgeben – und damit die Chance erhöhen, sich die Wunsch-Adresse zu sichern.

Die Anbieter übermitteln die Daten mit den Vorbestellungen direkt zum Registrierungsstart am 27. August 2014 an den Domainbetreiber HAMBURG Top-Level-Domain. Schnelligkeit kann entscheidend sein, wenn man sich eine bestimmte Adresse sichern will. Denn der Domainbetreiber vergibt die Internetadressen nach dem Prinzip „First come, first served“. Die Adresse wird also an denjenigen vergeben, dessen Antrag zuerst beim Domainbetreiber eingeht.

„Eine Vorbestellung hat den Vorteil, dass man beim jeweiligen Registrar auf einer Liste steht. Die Namen darauf werden dann direkt mit dem Startschuss im Sekundentakt in unser System eingespeist“, sagt Oliver Süme, Geschäftsführer beim Domainbetreiber HAMBURG Top-Level-Domain. „Damit steigt die Chance, im Zweifel ganz oben auf der Liste für eine bestimmte Adresse zu stehen.“ Vom Registrar erfahren die Interessenten schließlich zeitnah, ob die Zuteilung erfolgreich war. Beim Start der Städte-Domain in Berlin im März 2014 waren bereits am ersten Tag 32.000 Adressen vergeben.

Die Vorbestellungen seien in der Regel kostenlos, sagt Süme. Erst wenn man den Zuschlag für eine Adresse erhalten habe, würden Kosten fällig. Um nicht in eine Kostenfalle zu tappen, sollten Interessenten aber grundsätzlich auf das Kleingedruckte achten und die Geschäftsbedingungen lesen. Bei häufiger vorkommenden Namen empfiehlt Süme außerdem, mehrere Vorbestellungen bei verschiedenen Anbietern zu platzieren. Eine Liste der verschiedenen Anbieter finden Sie hier.

 
Wer darf sich für eine Hamburg-Adresse registrieren lassen?

Berechtigt ist nach Angaben des Domainbetreibers jede natürliche oder juristische Person und Organisation, die eine wirtschaftliche, kulturelle, historische, soziale oder andere Verbindung zur Metropolregion Hamburg hat. Bei Firmen ist das zum Beispiel der Fall, wenn sie ihren Geschäftssitz, eine Betriebstätte oder Niederlassung in der Metropolregion Hamburg haben. Privatpersonen sind etwa bei einem Wohnsitz oder Zweitwohnsitz in Hamburg berechtigt.

 
Wie viel kostet eine Domain?

Eine Domain kostet laut Süme pro Jahr zwischen 30 und 65 Euro, je nach Anbieter und den gewählten Komponenten – also ob neben der Webseite auch entsprechende E-Mail-Accounts genutzt werden sollen.

 
Können alle denkbaren Begriffe registriert werden?

Prinzipiell ja. Nicht möglich ist die Registrierung von Bezeichnungen für Einrichtungen und Behörden der Stadt Hamburg und damit in Zusammenhang stehende Begriffe. Zudem ist die Registrierung von bestimmten Begriffen im Zusammenhang etwa mit Volksverhetzung und Rassismus ausgeschlossen.

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