IT+Technik „Wie kann ich meine Website für Google optimieren?“

  • Serie
Neue Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung: Mit dem nächsten Google-Update wird die mobile Optimierung der Seiten berücksichtigt.

Neue Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung: Mit dem nächsten Google-Update wird die mobile Optimierung der Seiten berücksichtigt.

Eine gute Platzierung bei Suchmaschinen erhöht die Chance auf Aufträge. Aber wie optimiert man seine Firmenhomepage für Google & Co., fragt Unternehmer Frank Federkiel. impulse.de hat bei einem Experten nachgehakt.

Unternehmer Frank Federkiel fragt: „Wie kann ich den Aufbau meiner Webseite für Google optimieren?“

 

Der Experte:

„Sie müssen herausfinden, nach welchen Begriffen Ihre Kunden online suchen und diese Keywords auf Ihrer Webseite verwenden. Tools wie Google Trends helfen, ein Gespür für gute Begriffe zu entwickeln. Dort können Sie sehen, was aktuell gefragt ist, auch außerhalb Deutschlands. Gerade bei den beliebten Keywords haben kleine Unternehmen es jedoch schwer, im Ranking weit nach vorne zu kommen. Darum sollten Sie sich auf Nischenbegriffe konzentrieren. Begriffskombinationen bieten sich an, schließlich geben die meisten Nutzer mehrere Begriffe ein, wenn sie nach etwas suchen. Wer Kunden in seiner Region ansprechen will, sollte umliegende Städtenamen einbeziehen. Ein Unternehmen, dass beispielsweise Massivhäuser in Heidelberg verkauft, sollte darum Begriffskombinationen wie „Massivhaus Heidelberg“ verwenden.

Im nächsten Schritt müssen Sie die Begriffe an den richtigen Stellen auf Ihrer Webseite platzieren: Alle Top-Keywords in einen Text zu quetschen ist nicht sinnvoll. Suchmaschinen haben dann Probleme zuzuordnen, was das relevante Keyword und somit auch der relevante Inhalt der Seite ist. Stattdessen sollten Sie zu einem Thema mehrere Unterseiten gestalten, sodass jeder Begriff oder jede Begriffskombination eine eigene Seite bekommt. Die Keywords sollten in Überschriften, im Titel und in Bildbeschreibungen stehen. Benennen Sie auch Bilddateien mit entsprechenden Begriffen und füllen Sie auch den Alt-Tag, also den Text, der angezeigt wird, wenn das Bild nicht geladen werden kann, mit Keywords, die Sie optimieren wollen.

Wenn Sie eines Ihrer Keywords in einem Text verwenden, verweisen Sie auf die entsprechende Unterseite. Ganz wichtig: Hinterlegen Sie den Link nicht hinter dem Wort „hier“, sondern verlinken Sie das eigentliche Schlagwort. Auch macht es Sinn, diese internen Links mehrfach auf der Seite einzusetzen, wenn es sich hierbei um wichtige Unterseiten handelt

Wer eine neue Webseite plant, sollte seine Top-Keywords in der URL verwenden. Die neuen Domainendungen bieten momentan auch kleinen Unternehmen die Möglichkeit, noch gute Begriffe abzubekommen – wenn sie schnell sind. Experimentieren Sie mit Bindestrichen, wenn Sie nach freien Domains suchen.

Das alles ist schon recht viel Arbeit. Darum sollten sich Unternehmer zunächst auf einen überschaubare Anzahl an Keywords konzentrieren. Wichtig ist vor allem die konstante Pflege der Webseite, denn je nach Branche muss man die Keywords manchmal auch in kurzen Abständen hinzufügen oder austauschen. Die Optimierung Ihrer Webseite darf nicht auf Kosten des Inhalts gehen. Die Suchmaschinen werden immer besser darin, den Sinngehalt von Texten zu erfassen. Darum sollten Sie an allererster Stelle versuchen, informative Texte zu schreiben, die Ihren Besuchern einen Mehrwert bieten. Schreiben interessante und informative Texte, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und so wichtige Links von anderen thematisch passenden Websites zu erhalten, die Ihr Ranking positiv beeinflussen können.“
 
 
Auf der Messe „Antrieb Mittelstand“ fängt impulse Fragen von Unternehmern rund um das Thema Digitalisierung ein – andere Unternehmer und Experten antworten.
 

Unser Gesprächspartner: Martina_Mueller_Krueger_P6_2_200x240

Philipp Tauscher ist Inhaber der Agentur Signalstark aus Niefern-Öschelbronn bei Pforzheim. Die Agentur berät und unterstützt seit 2004 vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Webseiten. Zu den Leistungen zählen Suchmaschinenoptimierung, Designentwicklung und Programmierung.

4 Kommentare
  • Philipp Tauscher 19. Juli 2014 11:43

    Hallo Joe,

    Sie waren ja anscheinend schon auf einem guten Weg. Dass sich das gute Ranking positiv auf Ihren Umsatz ausgewirkt hat, zeigt ja auch, welchen Einfluss die Suchmaschinenoptimierung für kleinere Unternehmen haben kann.
    Es gibt viele Ursachen für eine fallendes Ranking: ein größeres Update im Suchalgorithmus, manuelle Abstrafungen seitens der Suchmaschine, eine „Bad Neighbourhood“ oder technische Fehler auf der Website. Schauen Sie sich über die Google Webmaster Tools im besagten Zeitraum einmal genauer die Suchanfragen an, welche Keywords gefallen sind. Dann würde ich mir die entsprechenden Seiten genauer ansehen, ob evtl. technische Probleme die Ursache sind, hier helfen auch Analysetools wie Analytics usw. Sollte es sich um eine Änderung im Suchalgorithmus handeln, so sollten ähnlich aufgebaute Seiten und/oder Mitbewerber auch im Ranking gefallen sein. Schauen Sie auch über Tools wie openlinkprofiler.org Ihr Linkprofil genauer an, ob nicht der ein oder andere Link eher negativen Einfluss hat. Das Programm hilft auch, sich die Links der Wettbewerber genauer anzusehen (auch, wenn es nicht 100%ig genau ist).
    Und zum Thema „regelmäßiges Schreiben“: Gute CMS oder auch Blogsysteme wie WordPress erlauben die zeitgesteuerte Veröffentlichung von Artikeln, so dass Sie nur noch ein mal im Monat alle Artikel vorbereiten müssen und das System z.B. ein mal pro Woche einen neuen Artikel veröffentlicht.

    Viele Grüße

  • Joe 18. Juli 2014 17:21

    Hallo Herr Tauscher,

    ich habe dies ja durchaus schon einige Male durch. Sicherlich trifft dies zu auf Unternehmen mit mehr als einem Mitarbeiter, aber in einem Einmann-Unternehmen wie dem meinen geht es dermaßen ins Geld ständig zu optimieren, dass es sich nicht (mehr) lohnt. Vor allem im letzten Satz schreiben Sie ja, dass man gegelmäßig schreiben soll und das finde ich total nervig und auch unangemessen. Meine Angebote ändern sich schließlich nicht und es gibt auch keine „News“. Ich könnte natürlich regelmäßig eine Art Blog schreiben und dies auch per App verbreiten, aber was soll das? Ich habe ja schlißelich zu arbeiten und werde die Arbeiten die ich erledige auch nicht veröffentlichen.
    Man muss sich ja nur mal logisch überlegen, was da verlangt wird: Jeder soll noch und nöcher optimieren, macht dies auch jeder so bleibt man beim Status Quo, da nicht jeder vorne stehen kann und die Webseiten werden dermaßen mit völlig hirnrissigem Inhalt gefüllt, dass die Kunden lieber gleich wegbleiben.

    Als IT-Dienstleister in Berlin (Kein Webdesign oder Webprogrammierung) habe ich mir vor 4 Jahren mal große Gedanken gemacht zu meiner Webseite, deren Inhalten und den benutzten Domains. Ich hatte Ende 2012 eine Optimierung vornehmen lassen, die mich unter die Top 5 gebracht hat auf Augenhöhe mit viel größeren Unternehmen. Glücklicherweise konnte ich in dieser Zeit so viele Kunden sammeln, dass ich nicht mehr so viele Neukunden brauche.
    Einmal im Quartal führte ich eine Suche nach meiner eigenen Webseite durch, um zu sehen wo ich stehe. Das ging bis letzten September gut, wo ich immer noch in den Top 5 war. Danach war ich überhaupt nicht mehr zu finden, was sich enorm im Weihnachtsgeschäft bemerkbar gemacht hatte. Natürlich wurde eine weitere Optimierung gemacht, aber mein Webdesigner ist verzweifelt, weil Google alles was vorher war über den Haufen geworfen hat. Die vielen sich ständig ändernden Inhalte, die er von mir verlangt, kann und werde ich nicht liefern.

    Mittlerweile bin ich unter meinem populärsten Suchbegriff nicht mehr zu finden und ich bin auch nicht mehr bereit dafür Geld auszugeben, wenn dies dann nur 3 Monate lang anhält.. Eine durchgängige Optimierung würde über 100 € im Monat kosten. Da kann mich Google ehrlich gesagt mal und ich drucke und verteile lieber wieder Visitenkarten.

    Ganz anders sieht das übrigens bei Bing aus, nur leider nutzen nicht viele Leute in Deutschland Bing, da Bing eben auch keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefert.

  • Philipp Tauscher 17. Juli 2014 12:42

    Hallo Joe,
    Google und andere Suchmaschinen feilen ständig am Suchalgorithmus. Und ich gebe Ihnen Recht, mit kürzlich erfolgten Maßnahmen wie das Redesign der AdWords oder das Wegfallen der Author-Bilder, wird versucht, die Blicke eher auf die Anzeigen zu lenken, als auf die Suchergebnisse. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass sich die Optimierungen der eigenen Seite lohnt. Suchen Sie sich Ihre Nischen-Begriffe, optimieren Sie den Quellcode, liefern Sie gute Inhalte, schreiben Sie regelmäßig und nutzen Sie die Kanäle, in denen sich Ihre Zielgruppe am ehesten tummelt und Sie werden sehen, dass sich Ihr Ranking verbessern wird.

  • Joe 17. Juli 2014 11:32

    Gerade das Optimieren mit Keywords bringt eigentlich gar nichts mehr. Google hat letztes Jahr seinen Suchalgorithmus geändert. Google will Geld verdienen und deswegen gilt es vor allem Google Adwords zu nutzen und das geht richtig ins Geld.

    Richtig müsste es übrigens heißen: Google sortiert Seiten nach viel Inhalt nicht mit dem besten Inhalt. Domainnamen sind außen vor. Also wenn man denkt, man hat mit einer guten Domain etwas erreicht, dann wird man sehr enttauscht sein.

    Meine Facebookseite wird inzwischen vor meiner Webseite gefunden. Daher ist es am besten soziale Netzwerke zu nurtzen und dort eine Microhompage zu hinterlegen und ansonsten auf Offline-Werbung zu setzen, wo natürlich immer die Webseite angegeben ist.

    Natürlich verdienen Agenturen genau mit solchen Optimierungen Geld. Und auch hier sieht man wieder, wie die ganze Industrie zum „Abo-Modell“ wechseln möchte. Sprich dauernd etwas ändern, was rein gar nichts bringt, aber eben dafür auch dauerhaft Geld verlangen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.