Mark Zuckerberg 23 Bücher, die der Facebook-Gründer empfiehlt

Mark Zuckerberg hat sich Zeit zum Lesen genommen und empfiehlt 23 Bücher.

Mark Zuckerberg hat sich Zeit zum Lesen genommen und empfiehlt 23 Bücher.

Mark Zuckerberg hat sich Zeit zum Lesen genommen und alle zwei Wochen ein Buch gelesen. Das sind die 23 Buchempfehlungen des Facebook-Gründers.

Bücher zum Schmökern, Lernen, Träumen und Erfolgreichsein – Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte sich im vergangenen Jahr vorgenommen, alle zwei Wochen ein Buch zu lesen. Und er hat kreuz und quer gelesen: von Klassikern der Wissenschaftsphilosophie über Science-Fiction bis zu Schriften eines arabischen Gelehrten aus dem 14. Jahrhundert.

Zuckerberg

Den Bücherstapel postete Zuckerberg Ende das Jahres auf seiner Seite. © Facebook

 

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Auf der Seite A Year of Book stellt er alle Bücher vor. Schauen Sie sich die Liste doch mal an – vielleicht ist ja auch das eine oder andere gute Buch für Sie dabei.

Dieses Jahr ist Zuckerbergs Vorsatz übrigens, eine eigene künstliche Intelligenz zu programmieren. Wir sind gespannt, was das Jahr bringt.

 1. The End of Power (Moisés Naím)

Als erstes Buch empfahl Zuckerberg „The End of Power“ vom ehemaligen Weltbank-Chef Moisés Naím. In seinem Buch beschreibt Naím, wie sich die wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse im Laufe des letzten Jahrhunderts verschoben haben. Während die Macht von Staaten schwindet, liegt heute mehr Macht in den Händen kleinerer Gruppen und Institutionen.

2. Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit (Steven Pinker)

Ein weiteres Buch auf der Liste ist das 1200-Seiten-Buch „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ (The Better Angels of Our Nature: Why Violence Has Declined) des Evolutionspsychologen Steven Pinker. Pinker arbeitet mit wissenschaftlichen Belegen aus den verschiedensten Disziplinen heraus, dass Gewalt im Laufe der Menschheitsgeschichte immer weiter abgenommen hat und wir heute  in der friedlichsten Epoche jemals leben.

3. Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben (Sudhir Venkatesh)

Das Buch „Underground Economy: Was Gangs und Unternehmen gemeinsam haben“ (Gang Leader for a Day. A Rogue Sociologist Takes to the Streets) basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Soziologieprofessors Sudhir Venkatesh mit Straßengangs in amerikanischen Armenvierteln. Er macht sich auf die Suche, lebt fast zehn Jahre selbst in den Armenvierteln und erhält spannende Einblicke in den Rand der Gesellschaft. „Underground Economy“ ist eine Reportage über die wirtschaftlichen Mechanismen und das Leben in einer Gemeinschaft, die von Polizei und Regierung aufgegeben wurde.

4. Immun: Über das Impfen – von Zweifel, Angst und Verantwortung (Eula Biss)

Zuckerbergs empfiehlt außerdem Eula Biss‘ Essay „Immun“ (On Immunity: An Inoculation). In ihrem Beitrag geht sie der Frage nach, warum das Impfen bei vielen Eltern so große Angst hervorruft. Sie fühlt sich in die Position der Impfgegner ein und verwebt Medizin- und Wissenschaftsgeschichte mit autobiographischen Bekenntnissen. Auf deutsch erscheint das Buch am 22. Februar 2016.

5. Die Kreativitäts-AG: Wie man die unsichtbaren Kräfte überwindet, die echter Inspiration im Wege stehen (Ed Catmull)

Ed Catmull, Co-Gründer swe Pixar Animation Studios und President der Pixar und Walt Disney Animation Studios, erzählt in „Die Kreativitäts-AG“ die Geschichte von Pixar und gibt tiefe Einblicke in die Unternehmensführung und das Management des außergewöhnlichen Unternehmens.

6. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (Thomas S. Kuhn)

Als sechstes Buch stellt der Facebook-Gründer einen Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte vor. „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ (The Structure of Scientific Revolutions) des amerikanischen Wissenschaftsphilosophen und Wissenschaftshistorikers Thomas S. Kuhn wurde das erste Mal 1962 publiziert und popularisierte Begriffe wie Paradigma und Paradigmenwechsel.

7. Rational Ritual (Michael Chwe)

In „Rational Ritual“ versucht Michael Suk-Young Chwe, die Sphäre der Riten und Symbole durch die rationalen Prinzipien der Spieltheorie und Rational-Choice-Theorie zu erklären. Hochzeiten, Einweihungsfeiern, Demonstrationen – Chwe analysiert Rituale und Verhaltensweisen aus den verschiedensten Kulturkreisen und Epochen. „The book is about the concept of ‚common knowledge‘ and how people process the world not only based on what we personally know, but what we know other people know and our shared knowledge as well“, kommentierte Zuckerberg das Buch.

8. Dealing With China (Hank Paulson)

Die Familie von Mark Zuckerbergs Frau stammt aus China und auch er selbst lernt Mandarin. Möglicherweise empfiehlt er daher das Buch „Dealing with China“ des amerikanischen Geschäftsmanns Hank Paulson. Das Buch erklärt den Aufstieg Chinas und den Einfluss des Landes auf den Rest der Welt.

9. Orwell’s Revenge (Peter W. Huber)

Peter Huber stellte in den 90er-Jahren den Orwell-Klassiker 1984 auf den Kopf. In seiner Version entsteht durch den technologischen Fortschritt kein Big-Brother-Staat, sondern eine demokratischere Gesellschaft. Will Zuckerberg so das Datenkraken-Image von Facebook loswerden?

10. The New Jim Crow (Michelle Alexander)

„Wenn du jung und schwarz bist und in Washington D.C. lebst, landest du mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent an irgendeinem Punkt deines Lebens im Gefängnis“, heißt es im Buch „The New Jim Crow“ des Bürgerrechtsanwalts Michelle Alexander. Ein Blick auf eine erschreckende Statistik.

11. The Muqaddimah (Ibn Khaldun)

Ibn Khaldun, ein arabischer Gelehrter aus dem 14. Jahrhundert, geht in seiner „Muqaddima“ auf erstaunlich moderne Weise den Gründen für den Aufstieg und Niedergang von Imperien nach. Ein bahnbrechendes der Geschichtswissenschaft. Doch warum empfiehlt Zuckerberg ein Buch aus dem 14. Jahrhundert? „While much of what was believed then is now disproven after 700 more years of progress, it’s still very interesting to see what was understood at this time“, schrieb er über das Buch.

12. Sapiens (Yuval Harari)

Zuckerberg empfiehlt außerdem das Buch „Sapiens“ des israelischen Historikers Yuval Harari. Das Buch zieht einen Bogen von der Steinzeit bis zum Beginn moderner Zeiten.

13. Das Spiel Azad (Iain Banks)

„Das Spiel Azad“ (The Player of Games) ist ein Science-Fiction-Roman aus dem Kultur-Zyklus von Iain M. Banks. Das 1988 erschienene Buch dreht sich um ein Sternenreich, dessen Gesellschafts- und Regierungssystems auf einem äußerst komplexen Strategiespiel basiert.

14. Energy: A Beginner’s Guide (Vaclav Smil)

Als Einführung in das Thema Energie empfiehlt Zuckerberg das Buch „Energy: A Beginner’s Guide“ des kanadischen Umweltwissenschaftlers Vaclav Smil. Smil, der bereits 35 Bücher geschrieben hat, beginnt sein Werk mit einer Erklärung dazu, was Energie überhaupt ist und hangelt sich dann weiter zu komplexeren Themen. „This book is about physical rather than social sciences. It explores important topics around how energy works, how our production and use might evolve, and how this affects climate change“ schreibt Zuckerberg über das Buch.

15. Alphabet des Lebens: Die Geschichte des menschlichen Genoms (Matt Ridley)

In 23 Kapiteln erzählt der britische Zoologe Matt Ridley jeweils eine Geschichte zu einem der 23 menschlichen Chromosomenpaare und reist mit dem Leser zu den genetischen Ursprüngen des Lebens. Das Buch „Alphabet des Lebens“ (Genome) schlägt einen Bogen von den Anfängen der genetischen Materie in der Ursuppe bis zu den Leistungen des menschlichen Gehirns und menschlichem Verhalten heute.

16. Die Vielfalt religiöser Erfahrung: Eine Studie über die menschliche Natur (William James)

Ein weiteres Buch auf Zuckerbergs Liste ist „Die Vielfalt religiöser Erfahrung: Eine Studie über die menschliche Natur“ (The Varieties of Religious Experience) von William James, einem Mitbegründer der philosophischen Schule des Pragmatismus. Das Buch erschien zuerst 1901/02 und zählt bis heute zu den klassischen Büchern der Psychologie des 20. Jahrhunderts. James interessierte die religiöse Erfahrung als innerpsychischer Prozess und der Glaube in seiner Funktion für das Gesamtleben des Menschen.

17. Portfolios of the Poor (Daryl Collins, Jonathan Morduch und Stuart Rutherford)

Menschen, die weniger als zwei Dollar am Tag verdienen, nehmen Kredite auf, leihen Bekannten Geld, verpfänden künftige Einkommen oder verwahren Geld für andere Menschen auf. Arme schichten ihre Portfolios um wie Investmentbanken – das ist das überraschende Ergebnis der Studie „Portfolios of the Poor“, einer Erhebung über das Finanzverhalten von 250 Haushalten unter der Armutsgrenze in Südafrika, Bangladesch und Indien.

18. Warum Nationen scheitern (Daron Acemoğlu und James A. Robinson)

In „Warum Nationen scheitern“ (Why Nations Fail) geben Ökonom Daron Acemoğlu und Harvard-Politologe James Robinson eine Antwort auf die Frage, warum manche Nationen arm und andere reich sind. In 15 Kapiteln untersuchen die Autoren die Ursachen für wirtschaftlichen und politischen Erfolg von Staaten und kommen zu dem Schluss, dass bisherigen Erklärungen wie geographische Lage, Klima oder Kultur unzureichend seien.

19. Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird (Matt Ridley)

Matt Ridley ist der einzige Autor, der zweimal auf Zuckerbergs Bücher-Liste auftaucht. Neben „Alphabet des Lebens“ hat der Facebook-Gründer auch „Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird“ (The Rational Optimist) gelesen. Ridley argumentiert in seinem Buch für einen Optimismus, der dem von Geisteswissenschaftlern vertretenen Kulturpessimismus vehement widerspricht. Ridley findet: „Wenn die kreativen Kräfte der Menschen nicht behindert werden, dann kann uns ein 21. Jahrhundert bevorstehen, in dem der Wohlstand sich vermehrt, extreme Armut zurückgeht, Krankheiten eingedämmt werden, die Überbevölkerung abnimmt, die technologische Entwicklung blüht, Wissen und Bildung immer mehr Menschen erreicht und Umweltbedingungen sich verbessern.“

20. The Three-Body Problem (Lio Cixin)

„The Three-Body Problem“ ist eine Science-Fiction-Geschichte des chinesischen Autoren Lio Cixin. Es ist der erste Teil der Trilogie „Remembrance of Earth’s Past“. Die englische Übersetzung erschien am 11. November 2014 in den USA und  war der erste chinesische Science-Fiction-Roman überhaupt, der in den Staaten veröffentlicht wurde.

21. The Idea Factory (Jon Gertner)

Auch auf der Liste von Zuckerberg: „The Idea Factory“ – ein 2013 erschienenes Buch des Journalisten Jon Gertner, das die Geschichte der Bell Labs, der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Alcatel-Lucent, beschreibt.

22. Weltordnung (Henry Kissinger)

Der amerikanische Politikwissenschaftler und ehemalige Politiker Henry Kissinger schreibt in seinem Buch Weltordnung (World Order) über die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Kissinger fordert eine Ordnung, die von Menschen unterschiedlicher Kultur, Geschichte und Tradition akzeptiert wird und die in der Lage ist, regionale wie globale Kriege einzudämmen.

23. The Beginning of Infinity (David Deutsch)

Als letztes Buch empfiehlt Mark Zuckerberg ein Werk von David Deutsch, einem israelisch-britischen Physiker auf dem Gebiet der Quanteninformationstheorie. In seinem Buch „The Beginning of Infinity“ geht Deutsch aber weit über die Physik hinaus und schreibt über Philosophie, Kognitionswissenschaft und über die Evolution des humanen Wissens.

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