Aschau in Tirol 5 Tipps für einen Urlaub in den Bergen

Blick vom Pengelstein auf den Großen Rettenstein: Auf diesen Pisten in der Nähe des Ortes Aschau in Tirol fährt Unternehmerin Corinna Powalla besonders gerne Ski.

Blick vom Pengelstein auf den Großen Rettenstein: Auf diesen Pisten in der Nähe des Ortes Aschau in Tirol fährt Unternehmerin Corinna Powalla besonders gerne Ski.© Bermicourt/Wikimedia Creative Commons/CC BY-SA 3.0

Im malerischen Aschau in Tirol verbringt Unternehmerin Corinna Powalla gerne ihren Winterurlaub. Sie verrät ihre Tipps für eine gelungene Auszeit in den Bergen.

Im Alltag eilt Unternehmerin Corinna Powalla zwischen Telefon, Rechner und Konferenzraum hin und her. Ihr Start-up Modomoto befindet sich mitten in der Wachstumsphase – 160 Mitarbeiter verschicken inzwischen von Kreuzberg aus Mode für Männer. Im Urlaub sucht die Gründerin das Kontrastprogramm.

impulse: Frau Powalla, können Sie sich erinnern, wie Sie zum ersten Mal nach Aschau kamen?

Anzeige

Corinna Powalla: Es fühlte sich an wie nach Hause zu kommen. Ich stamme aus dem Dreiländereck zur Schweiz. Meine Großeltern in Österreich hatten ein Ferienhaus, in das wir jedes Wochenende zum Skilaufen gefahren sind. Mein Freund hat mich dann vor fünf Jahren mit nach Tirol genommen. Ich hatte damals die Klischees vor Augen. Die Namen Kitzbühel oder Kirchberg haben mich eher abgeschreckt. Aber Aschau ist ganz anders – es ist das letzte Dörfchen im Tal, wo die Straßen enden. Hüttengaudi und Après-Ski-Wahnsinn gibt es dort nicht.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie in Aschau sind?

Zwei- oder dreimal gehe ich mit auf den Berg zum Skilaufen. Es geht hoch bis zur Schwarzen Piste, die vom Pengelstein ausgeht und in Aschau mündet. Das ist unsere Hausabfahrt, weil dort nicht so viele Leute sind. Das Skigebiet ist riesig. Bis nach Kitzbühel kann man sich rüberhangeln, es gibt Pisten auf unterschiedlichsten Niveaus.

Bergstation am Pengelstein.

Bergstation am Pengelstein.© picture-alliance / IMAGNO

Und wenn Sie zur Ruhe kommen wollen?

Dann mache ich Langlauf in der Loipe, da kann man richtig gut abschalten. Ich bin dort allein mit der Natur. Es gibt keine laute Musik und keine Verrückten – wie auf der Piste. Für die Abende nehme ich mir einen Schwung Bücher mit. Später gibt es nichts Schöneres, als mit einem Glas Wein vor dem Kamin zu sitzen.

Schaffen Sie es, im Urlaub nicht zu arbeiten?

Das bekommt man in Aschau wunderbar hin. Es gibt im Ort zwar Handyempfang, aber wenn ich in der Loipe ins Tal hineinfahre, ist der Empfang irgendwann weg. Ich richte den Urlaub darauf aus, möglichst viel draußen zu sein. Die Natur gibt hier den Takt vor.

Waren Sie schon einmal eingeschneit?

Nein, nicht wirklich. Es gab mal ein Jahr, da waren wir die ganze Zeit nur am Schneeschippen. Aber die Österreicher kommen schon länger mit dem Schnee klar, als die Berliner oder Hamburger – die ja fast wahnsinnig werden, wenn es ein bisschen schneit. Es gibt auch alles vor Ort. Der kleine Supermarkt verkauft, was man braucht – viele Produkte aus der Region. Ich decke mich in Aschau immer ein, zum Beispiel mit Semmelbröseln, um zu Hause in Berlin Omas Semmelknödel nachzukochen. Und ich kaufe Schinken, Käse und Speck, weil das ganz viel Heimatgefühl mit sich bringt.

Wo essen Sie gerne im Urlaub?

In der Pension Falkenstein gibt es ein sehr gutes Restaurant. Das Wiener Schnitzel dort steht in jedem Urlaub mindestens einmal auf meinem Plan. Den besten Kaiserschmarrn der Welt macht Kathi Schroll im Alpengasthof Schroll. Sie steht mit über 80 Jahren in der Küche und bereitet alles frisch zu. Oder wir stapfen am Abend die Loipe entlang zur Oberlandhütte und schauen uns die Sterne und den Mond an. Die Hütte ist etwas rustikaler, die servieren sehr leckere Hausmannskost.


Unterkunft

In Aschau gibt es nur wenige Hotels. Der Aschauer Hof ist gemütlich und liegt zentral im Ort (im Winter zwischen 48,50 und 67 Euro p. P. inkl. HP). Dazu gehört der günstigere Fritzhof (ab 25 Euro p. P./HP). Powalla schwört auf Ferienwohnungen, urig-rustikal eingerichtet – und in der Regel günstiger als Hotels.

Mitbringsel

Am Ende des Tals liegt eine Käserei, die speziellen Käse für Spätzle herstellt. Im Sommer kann hier jeder vorbeischauen und selbst beim Käsemachen helfen, das Haus liegt an einem Wanderweg. Im Winter ist die Käserei geschlossen, aber den Käse gibt es auch im Supermarkt in Aschau.

Kulinarik

Im Alpengasthof Schroll gibt es den besten Kaiserschmarrn der Welt, sagt Corinna Powalla. Er wird frisch zubereitet von Kathi Schroll, die mit über 80 Jahren noch in der Küche steht. Ihr Kaiserschmarrn sei luftig, gleichzeitig knusprig karamellisiert. Der Gasthof ist zu Fuß von Aschau in etwa einer Stunde zu erreichen.

Ausflug

Das trubelige Kitzbühel ist von Aschau aus in nur 15 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Dort warten im Advent ein liebevoll beleuchteter Markt, die Stille Stunde in der Katharinenkirche – und jede Menge andere Touristen. Tipp: denen am besten nichts vom idyllischen Aschau erzählen.

Sport

Die Langlaufloipe beginnt direkt im Ort; sie beinhaltet auch Anstiege und Abfahrten. Wenn man die Kurve bei der Oberlandhütte geschafft hat, öffnet sich die Aussicht auf den Wilden Kaiser, den Berg gegenüber. Die wenig benutzte Loipe ist ein kleiner Geheimtipp.


Und wie kommt man dorthin?

Nächster Flughafen: Salzburg/Österreich (86 km)

Nächster Bahnhof: Kitzbühl (15 km), von da aus mit dem Auto oder per Bus weiter

Per Auto: 730 km von Berlin, zum Teil mautpflichtig


 

Sehr geehrte Leser, in einer früheren Version waren diesem Artikel die falschen Bilder zugeordnet. Wir haben den Fehler inzwischen korrigiert. Vielen Dank für Ihre Hinweise und Ihr Verständnis.

impulse-Akademie: Strategie & Inspiration für Ihr Unternehmen
Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.