Leben Aus Bickers Bücherregal: Monster

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.

Blick ins Bücherregal der Chefassistentin von impulse, Anna Bicker.© Anna Bicker

Ob zum Ausspannen oder um nach der Arbeit den Kopf frei zu bekommen: Für impulse-Chefassistentin Anna Bicker gibt es dafür nichts Besseres als ein gutes Buch. In einer neuen Serie stellt sie auf impulse.de regelmäßig ihren jüngsten Lesestoff vor. Dieses Mal: "Monster" von Franck Thilliez.

Buchcover
Monster

Franck Thilliez


Verlag: Goldmann, erschienen am 17. November 2014, 512 Seiten, 9,99 Euro


Bewertung ♦♦♦♦

Wissenschaft in Romanhandlungen einzubinden ist nicht immer einfach, vor allem nicht in einem Thriller – denn ein solcher sollte bekanntermaßen spannend sein. Und wenn wir ehrlich sind, möchten wir als Leser nicht unbedingt seitenweise Forschungsergebnisse lesen, sondern lieber mit den Protagonisten den Mörder jagen, oder umgekehrt. Franck Thilliez findet in seinem Buch Monster einen guten Mittelweg. Denn um die Beweggründe seines Mörders zu verstehen, muss man tief in die Welt der Vererbungslehre eintauchen. So wie eine französische Studentin, die sich mit der Vererbung der Lateralität beschäftigt und dabei auf Erkenntnisse stößt, die sie das Leben kosten.

Kommissar Franck Sharko wird mit der Aufklärung des Mordes beauftragt, inoffiziell unterstützt von seiner ehemaligen Kollegin Luci Henebelle. Doch die Ermittlungen stellen die beiden auf eine harte Probe, denn einige der Indizien führen zu Grégory Carnot, der zwei Jahre zuvor Lucies Tochter umgebracht hat.

Geschickt lässt der Autor die wissenschaftlichen Fakten in die Story einfließen. An manchen Stellen vielleicht etwas länger als dem Lesefluss gut tut, doch wer den Klappentext liest, weiß vorauf er sich einlässt. Ein wenig mokieren könnte man die Tatsache, dass beide Hauptprotagonisten seelische Wracks sind und sich regelmäßig in Selbstmitleid ergehen, aber dieser Punkt ist sicherlich Geschmackssache. Ansonsten dürfen Sie sich auf Nervenkitzel, unerwartete Wendungen und einige faszinierende Informationen aus der Genetik freuen. Übrigens ist dies der zweite Roman rund um das Ermittlerduo Henebelle/Sharko – den ersten Teil muss man jedoch nicht gelesen haben um die Geschichte zu verstehen.

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